
Auch in diesem Semester bietet die VHS Steglitz-Zehlendorf neue Bildungszeit-Seminare zur politischen und beruflichen Weiterbildung an.
Wenn Arbeitnehmerrechte und Wissensvermittler matchen, dann nennt sich das „Bildungsurlaub“. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer haben das Recht, sich innerhalb von zwei Jahren bis zu 10 Tage für anerkannte Bildungszeitveranstaltungen freistellen zu lassen. Eine von zahlreichen Möglichkeiten, sich politisch oder beruflich weiterzubilden, bieten die Volkshochschulen.
In Steglitz-Zehlendorf starten beispielsweise im April einwöchige Kurse zur Politischen Bildung. Beide Bildungszeit-Wochen werden vom Historiker und Journalisten Friedrich Burschel geleitet, der über zahllose Prozesse Bericht erstattet und viele gerichtliche Verfahren zum Teil über Jahre beobachtet und begleitet hat. Zu den wohl wichtigsten Verfahren, die er beobachtet hat, gehörte neben dem Gubener Hetzjagdprozessvor dem LG Cottbus (1999-2001) und der NSU-Prozess vor dem OLG München (2013-2018).
Rechtsstaat und Öffentlichkeit. Wie funktioniert das deutsche Justizsystem
Das teilweise komplizierte, aber auch faszinierende Verfahren der Wahrheitsfindung und der Herstellung von Rechtsfrieden soll Gegenstand des Kurses sein, der Besuche bei “Verfahrensbeteiligten”, Justizinstitutionen und vor allem Gerichtsverfahren unterschiedlichster Instanzen und Gegenstände nebst Vor- und Nachbereitung beinhalten soll. Dabei werden auch Widersprüche und Probleme der Rechtswirklichkeit – auch historisch – in den Blick genommen, die sich in Schlagworten wie “politische Justiz”, “Gesinnungsjustiz” und “Klassenjustiz” ausdrücken.
Termin: 13.-17.4.2026, jeweils 10.00-17.00 Uhr. Die Teilnahmegebühr beträgt 161,75 €, ermäßigt: 87,75 €
Rechte Kippunkte. Und was wir dagegen tun können
Die Bildungszeit beschäftigt sich zunächst mit historischen Parallelen zwischen dem Aufstieg des Nationalsozialismus in Deutschland in den 1930 Jahren und vergleichbaren Kipppunkten dieser Tage. Dazu wird der Kurs geeignete Exkursionen etwa zur Topographie des Terrorsund der Gedenkstätte des deutschen Widerstandsunternehmen und Gespräche mit Expertinnen und Experten aus der Zivilgesellschaft führen und einen einschlägigen Strafprozess besuchen. Im zweiten Teil sollen dann, inspiriert davon, gemeinsam eine Sensibilisierung für rechte Tendenzen im Alltag sowie individuelle Handlungsstrategien dagegen entwickelt werden.
Termin: 20.-24.4.2026, jeweils 10.00-17.00 Uhr. Die Teilnahmegebühr beträgt 161,75 €, ermäßigt: 87,75 €
Diese und weitere Angebote für die Bildungszeit finden Bildungsinteressierte über die Kurssuche unter www.vhssz.de.
Treuenfels/pm
Die Stadtrand-Nachrichten finanzieren sich durch freiwillige Zahlungen ihrer Leserinnen und Leser.
Wenn es Ihnen hier gefällt, Sie etwas Spannendes entdeckt oder etwas Neues gelernt haben, können Sie uns via Paypal ein Trinkgeld dalassen.
Herzlichen Dank!
Hier geht es zu unserem Paypal-Konto











