Ein mysteriöser Unfall: Gilles verliert sein Gedächtnis. Sich selbst fremd, kommt er an der Seite von Lisa – angeblich seiner Frau – zu sich. Nach ihren Erzählungen wäre er ein erfolgreicher Krimiautor, beide führten seit 15 Jahren eine glückliche Ehe. Doch nach und nach tauchen Widersprüche und Zweifel auf…
Im Stadtbad Steglitz feiert mit „Kleine Eheverbrechen“ eine schwarze Komödie am D0nnerstag, 16. Mai, um 20 Uhr ihre Premiere. Der Ehekrimi stammt aus der Feder von Éric Emmanuel Schmitt. Er gehört weltweit zu den meistgelesenen und -gespielten französischen Autoren. Neben Dramen schreibt er Romane, Erzählungen und Drehbücher. Eines seiner erfolgreichsten Prosa-Werke ist »Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran«, 2003 mit Omar Sharif in der Titelrolle verfilmt. Seine Stücke sind in vierzehn Sprachen übersetzt und in mehr als vierzig Ländern aufgeführt worden.
Der Eintritt in die Alte Näherei kostet 18, ermäßigt zwölf Euro, Karten können unter den Telefonnummern (030) 54 77 31 18 oder 79 74 80 28 sowie per E-Mail an mail@stadtbad-steglitz.de reserviert werden
Weitere Aufführungstermine im Mai sind der 17. und 18., sowie vom 23. bis 25. Auch im Juni wird das Stück an den Wochenenden jeweils von Donnerstag bis Sonnabend gegeben, Ausnahme sind das Wochenende 30. Mai bis 1. Juni, sowie am 13. Juni.













Foto: Patrick Meyer[/caption]
Von Milwaukee über Asien nach Steglitz-Zehlendorf, vom US-Soldaten zur Berliner Radiolegende. Ende März ist Rik de Lisle gestorben, er wurde 79 Jahre alt.
Ein Beitrag von Patrick Meyer
„Hi! Icke bin’s, der Alte Ami, Rik de Lisle!“ Jahrzehnte lang begrüßte Rik so die Berlinerinnen und Berliner zu seinen Shows, auch als die Stadt noch geteilt war. Er war schon mit Mitte 30 der „Alte Ami“ - weil er einer der ältesten Kollegen in der Redaktion war und es einfach auch gut klang. Viele waren überrascht, dass hinter der markanten Stimme mit dem unverwechselbaren amerikanischen Akzent aus dem Radio ein weißer, bärtiger Mann stand.
Rik, der Junge aus Milwaukee war durch eine Verkettung überraschender Umstände in West-Berlin gelandet: inmitten des Kalten Krieges strandete er auf einer kleinen Insel, wo Punks und Bankangestellte zusammen ein Bier tranken und sich gegenseitig den Sinn des Lebens erklärten. West-Berlin war so ein absurdes, weltpolitisches Konzept, das dem AFN-Diskjockey, der aus dem Rettungssanitäter geworden war, gefiel und in der Stadt bleiben ließ. Für immer. Rik hatte Berlin verstanden.
Obwohl man hörte, dass er nicht in Lichterfelde oder Charlottenburg aufgewachsen war, bestand schnell kein Zweifel mehr daran, dass Rik ein Berliner Original war. Er liebte die Menschen, aber nicht unbedingt das Rampenlicht. Ein Typ, der sich interessierte, aber nicht wollte, dass man ihm die Zeit stiehlt. Ein Perfektionist seines Fachs, der Talente erkannte und förderte, Einsatz forderte und mit seiner Meinung nicht hinterm Berg hielt, auch wenn das bedeuten konnte, jemanden zu verletzen.
Den Hörern war das Wurscht, weil sie spürten, dass er Radio liebte. Er brachte amerikanische Musik und das freiheitliche Lebensgefühl in den Alltag vieler Menschen, die oft mit dem Kassettenrecorder die neuesten Songs aufnehmen wollten, die Rik in seinen Shows spielte.
Als ich ihn irgendwann fragte, ob wir sein Leben nicht dokumentarisch festhalten sollten, fand er die Idee erst befremdlich und stimmte dann doch zu. So entstand 2017 der englischsprachige Film „
Spannende Ferienabenteuer erwartet Kinder in der Waldschule Zehlendorf. Archiv-Foto: Gogol[/caption]
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