
Das Bundeskriminalamt belohnt Hinweise, die zur Festnahme der Täter führen, mit einer Million Euro.
Das Bundeskriminalamt (BKA) und der Generalbundesanwalt beim Bundesgerichtshof (GBA) bitten die Bevölkerung um Hinweise auf den oder die Täterinnen und Täter, die am 3. Januar durch einen Brandanschlag mehrere Starkstromkabel beschädigt haben.
Hinweise nimmt das BKA unter der Telefonnummer +49 (0)800 – 01 30 110 oder online entgegen. Über das BKA-Hinweisportal kann zudem tatbezogenes Foto- und Videomaterial hochgeladen werden. Alternativ können sich Hinweisgebende an jede andere Polizeidienststelle wenden. Der Zeugenaufruf läuft bis zum 24. Februar. Für Angaben, die bis zu diesem Zeitpunkt eingehen und zur Ermittlung des oder der Täter führen, ist eine Belohnung von bis zu einer Million Euro durch das BKA ausgesetzt.
Der Anschlag führte für rund 45.000 Privathaushalte, 2.200 Gewerbekunden sowie mehrere Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen zu teilweise tagelangen Unterbrechungen in der Stromversorgung. Die Täter hatten am frühen Samstagmorgen mehrere Starkstromkabel durch Brandstiftung beschädigt, die vom und zum angrenzenden Heizkraftwerk Lichterfelde führen.
In den Stadtteilen Berlin-Nikolassee, Wannsee, Zehlendorf und Lichterfelde kam es zu Stromausfällen, die nur sukzessiv behoben werden konnten. Durch den großflächigen Stromausfall waren auch die Notrufnummern teilweise nicht oder nur eingeschränkt erreichbar und die Festnetz- und Mobiltelefonie stark beeinträchtigt.
Im Nachgang zum Anschlag veröffentlichten die sogenannten „Vulkangruppen“ ein Selbstbekennerschreiben, das den Brandanschlag für sich beansprucht. Ziel des Angriffs sei die Unterbrechung der Stromversorgung des angrenzenden Heizkraftwerks in Berlin-Lichterfelde und „die fossile Energiewirtschaft“ gewesen. Das Kraftwerk in Berlin-Lichterfelde habe man demnach „erfolgreich sabotiert“.
In Berlin und Brandenburg sind seit dem Jahr 2011 in unregelmäßigen Abständen mehrere Brandanschläge auf Infrastrukturanlagen, insbesondere Bahnanlagen, Telekommunikationseinrichtungen und öffentliche Versorgungsleitungen, begangen worden, zu denen sich „Vulkangruppen“ bekannten.
Der Generalbundesanwalt führt ein Ermittlungsverfahren gegen Unbekannt, unter anderem wegen des Verdachts der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung, der verfassungsfeindlichen Sabotage, der Brandstiftung und der Störung öffentlicher Betriebe. Das Bundeskriminalamt hat die Strafverfolgung übernommen.
Weitere Informationen und Kontaktmöglichkeiten:
Zeugenaufruf: www.bka.de/oeffentlichkeitsfahndung71
Telefonnummer für Hinweise: +49 (0)800 – 01 30 110
BKA-Hinweisportal: bka.hinweisportal.de/brandanschlag-berlin
Treuenfels/PM
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