10. März 2026 – 13. März 2026
Der 38. Deutsche Naturschutztag (DNT) stellt die vielfältigen Beziehungen zwischen Mensch und Natur in den Mittelpunkt – sie beeinflussen unsere planetare Zukunft entscheidend. Im Fokus stehen die Grundlagen erfolgreichen Naturschutzes: Wir wollen die Zukunftsfähigkeit heutiger Instrumente und Strategien verbessern und widmen uns dem Stadtnaturschutz ebenso wie Herausforderungen auf Landschaftsebene. Zudem diskutieren wir innovative Ansätze im Monitoring und in der Finanzierung von Naturschutzmaßnahmen und bewerten neue rechtliche Vorgaben – etwa zur Planungsbeschleunigung, zur Wiederherstellung der Natur oder zum Ausbau erneuerbarer Energien.
Die bis zu 1500 Teilnehmenden erwartet ein hochaktueller Kongress mit über 150 Experten*innen, spannenden Keynotes und Formaten von Barcamp über Fish-Bowl bis Pecha Kucha, einer Fach-Ausstellung, dem Berufsfeldforum Naturschutz, Exkursionen in Berlin und Umland sowie der Langen Nacht des Naturschutzes und weiteren mitreißenden Programmpunkten!
Hauptveranstaltungsort:
Henry-Ford-Bau der Freien Universität Berlin
Garystraße 35, 14195 Berlin-Dahlem
Lange Nacht des Naturschutzes
am 12.3. in Kooperation mit dem Umweltkalender
https://www.deutscher-naturschutztag.de/programm/lange-nacht-des-naturschutzes
Berufsfeldforum Naturschutz
am 12.3. ab 15 Uhr
https://www.deutscher-naturschutztag.de/programm/berufsfeldforum-naturschutz










Foto: Daniela von Treuenfels[/caption]
Das Erinnerungsprojekt „Sie wollten leben!“ macht 100 jüdische Menschen und ihre Lebensgeschichten auf Litfaßsäulen sichtbar. Einer der 25 Rundtürme steht in der Schloßstraße.
Die Litfaßsäulen sind so etwas wie die Überlebenden der Medienumbrüche. 1854, also vor 172 Jahren, stellte der Zeitungsverleger Ernst Litfaß die erste Säule auf, zehntausende folgten in den kommenden Jahrzehnten allein in Deutschland. Damals wie heute haben die zweieinhalb bis dreieinhalb Meter hohen Türme den Zweck, Informationen und Botschaften zu verbreiten. Und wie sich heute in den Timelines der digitalen Netzwerke der Zustand einer Gesellschaft ablesen lässt, präsentier(t)en auch die Litfaßsäulen den Geist ihrer Zeit.
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Foto: Daniela von Treuenfels[/caption]
1933 platzierten die Nationalsozialisten den Aufruf „Deutsche, verteidigt Euch gegen die jüdische Greuelpropaganda, kauft nur bei Deutschen!“ auf den runden Säulen. Die Aufforderung wurde von einer in weiten Teilen angepassten bis antisemitischen Bevölkerung antizipiert, welche die Vorbereitung eines bis dahin unvorstellbaren Massenmordes mehrheitlich teilnahmslos hinnahm. Einige Jahre später wurden die ersten Juden Berlin zwangsweise in Richtung der Arbeits- und Vernichtungslager verbracht.
Am 18. Oktober 1941 verließ der erste sogenannte „Osttransport“ den Bahnhof Grunewald. Unter dem Vorwand der Umsiedlung wurden 1.013 jüdische Frauen, Männer und Kinder in die von deutschen Truppen besetzte polnische Stadt Łódź, in das Ghetto Litzmannstadt, verschleppt.
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Foto: Daniela von Treuenfels[/caption]
Zuvor mussten sich diese Menschen mit ihrem Handgepäck bis zum 15. Oktober im Sammellager, in der Synagoge Levetzowstraße, einfinden. Rechtlos, ihrer sozialen Stellung und ihres Besitzes beraubt, aus der Gesellschaft ausgestoßen und zu Nummern degradiert, mussten die Jüngeren unter den Augen der Berliner Bevölkerung acht Kilometer durch die Innenstadt zum Güterbahnhof Grunewald laufen. Unter dem Vorwand der Umsiedlung wurden sie von der Gestapo in den Zug gepfercht und von der Deutschen Reichsbahn in Richtung Osten transportiert.
Aus Angst vor weiteren Deportationen nahmen sich danach etwa 1.600 jüdische Frauen, Männer und Kinder das Leben. Insgesamt wurden aus Berlin mindestens 55.000 Jüdinnen und Juden deportiert und ermordet.
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Foto: Daniela von Treuenfels[/caption]
Bis zum 16. November erinnern 25 großflächig gestaltete Litfaßsäulen in allen Berliner Bezirken an den Beginn der Deportationen jüdischer Menschen vor 85 Jahren. Das Projekt soll den Opfern der nationalsozialistischen Verfolgung und Vernichtung ein Gesicht geben und macht ihre persönlichen Geschichten mit Biografieauszügen und Fotografien im Berliner Stadtraum sichtbar.
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Foto: Daniela von Treuenfels[/caption]
Eine der so gestalteten Säulen steht in der Hubertusstraße, Ecke Schloßstraße. Neben den allgemeinen Informationen zum Projekt und dem Gedenktag zeigen die Plakate die Schicksale dreier Personen. Der Jurist Heinrich Veit Simon, Vorstand der Hochschule für die Wissenschaft des Judentums, wurde 1942 im Verhör von der Gestapo erschlagen. Drei der sechs Kinder wurden nach Theresienstadt deportiert, eine Tochter überlebte. An Simon erinnert ein
Foto: Daniela von Treuenfels[/caption]
Lucie Charlotte Hulda Gerson (
Foto: Daniela von Treuenfels[/caption]
Bianka Löwenherz (