Kunst to go: Großformatige Acrylleinwände, leuchtende Aquarelle, ungewöhnliche Fotografien oder auch filigrane Papierobjekte – zwischen den täglichen Besorgungen kann man am letzten Freitag eines Monats Kunst im LIO genießen. | Foto: Ulrike Meyer

 

Malerei, Skulptur, Fotografie  – in Steglitz-Zehlendorf gibt es viele Anlässe und Orte für Kunstgenuss

An dieser Stelle möchten wir Ihnen einen Überblick über die künstlerische Vielfalt in unserem Bezirk geben.
Die Reihenfolge der Auflistung entspricht der Reihenfolge in unserem Posteingang. Eine Wertung oder ein Ranking ist damit nicht verbunden.
Auch Kunst(handwerker)märkte haben hier ihren Platz.
Fehlt etwas? Hinweise bitte an:
redaktion@stadtrand-nachrichten.de

 

Ratswaage Lankwitz

Die Ausstellungen in der Ratswaage widmen sich lokalen Künstlerinnen. Kunstinteressierte haben an den genannten Terminen Gelegenheit zum anregenden Austausch über die ausgestellten Werke.
Den Auftakt machen Monika Bartzsch und Martina Bischof mit der Ausstellung „Herzensbilder. Eine kreative Reise“. Die Werke in Aquarell, Acryl und Öl sind vom 16.06. bis zum 28.07. zu sehen.
Vernissage: Sonntag, 16. Juni 2024, 11:00 Uhr mit Gitarre und Gesang von Peter Robin
Offene Sonntage in Anwesenheit der Künstlerinnen: 23.06., 30.06., 07.07., 14.07., 21.07., 28.07., jeweils von 14:00 – 17:00 Uhr

Ab dem 4. August bis zum 22. September werden Werke von Eleonore Lingnau-Kluge in der Ausstellung „Ich male die Dinge, wie ich sie denke, nicht wie ich sie sehe“ gezeigt. Die 2003 verstorbene Künstlerin schuf in über 60 Jahren mehr als 450 Werke, darunter Gemälde, Zeichnungen und Aquarelle, außerdem Skizzen, Holzplastiken und Gedichte. Ihre Arbeiten wurden auf Ausstellungen u.a. in Berlin und Hamburg, aber auch in London und Paris gewürdigt.
Eröffnung: Sonntag, 4. August 2024, 15:30 Uhr mit dem Vortrag „Frauen in der Kunst“ mit Lesung von Gedichten von Eleonore Lingnau-Kluge und musikalischer Untermalung.

Der Frauentreffpunkt RATSWAAGE LANKWITZ ist eine kommunale Begegnungsstätte für Frauen des Bezirks und befindet sich in der Charlottenstraße 64, 12247 Berlin.

 

Licht und Schatten

Vernissage am Dienstag, 11. Juni, 16 bis 18 Uhr: Ausstellungseröffnung und Gespräch mit der syrischen Künstlerin Boshra Mustafa, die ihre Zeichnungen aus der Serie „Licht und Schatten“ präsentiert. 
Der Musiker Aladdin Zaitounah spielt auf der arabischen Laute (Oud). 
Tee und Mokka und arabische Süßigkeiten runden die Veranstaltung kulinarisch ab. 
Ort: Kommunikationszentrum am Ostpreußendamm, Ostpreußendamm 52, 12207 Berlin

 

Kunsthaus Dahlem

Andreas Mühe, der vor allem für seine präzise konstruierten Fotografien bekannt ist, spürte auf Reisen entlang der Atlantikküste den dort errichteten Bunkern nach. Ihr metaphorisches Potenzial nimmt er als Ausgangspunkt einer groß angelegten Installation. Dabei reduziert Mühe die monumentalen Dimensionen der Beton-Architekturen und verwandelt sie in kleine, weiche Objekte aus Stoff, mit denen er den Ausstellungsraum flutet.
Begleitet wird die Installation durch Arbeiten von Joachim Bandau, Barbara Klemm, Hubert Kiecol, Wilhelm Klotzek, Konrad Mühe, Erasmus Schröter und Paul Virilio, in denen Bunker in ihrer Materialität, Historizität und sozialen Bedeutung thematisiert werden.

Bunker – Realer Raum der Geschichte
7.6.–6.10.2024
Eröffnung:
6. Juni 2024 | 19:00 Uhr
https://kunsthaus-dahlem.de/ausstellung/a-m-bunker/

 

Galerie Creative Game

Reflexionen im Wasser, oder ganz dicht zwischen den Pflanzen sind Renate Pfrommers Eindrücke von unterwegs. Natureindrücke in Öl und Acryl auf Leinwand. Viel unterwegs in der Welt, oft als Artist in Residence, in verschiedenen Kulturen und Naturen lebend, daraus zieht Renate Pfrommer ihre Erfahrungen: „Das Fremdsein ist für mich keine Bedrohung, sondern ein Gewinn. Mein Ausgangspunkt ist oft ein thematischer, eine Idee, auch eine Abstraktion des Erlebten, Gesehenen und meiner äußeren und inneren Erfahrung verpflichtend. Diese gebe ich in eine für mich bildliche, geeignete Form. Das ist die Aufgabe meines künstlerischen Schaffens.“

Öffnungszeiten
Art Opening, Freitag: 5. Juli, 19 Uhr
Samstag: 6. Juli, 12 – 18 Uhr
Sonntag: 7. Juli, 12 – 17 Uhr
Freitag: 12. Juli, 18 – 21 Uhr
Samstag: 13. Juli, 12 – 18 Uhr
Sonntag: 14. Juli, 12 – 17 Uhr Finissage

Galerie Creative Game
Jägerstraße 12A
12209 Berlin-Lichterfelde

 

Verein Kunst.Raum.Steglitz

Mit dem Thema Metamorphosen feiert der Verein sein 10 jähriges Bestehen mit einem in die Ausstellung eingegliederten Rahmenprogramm bis zum 15. September (Finissage), dem Jahrestag der Vereinsgründung durch und mit Stephani Bahlecke.

Alle aktuellen Infos: www.kunstraumsteglitzev.com

Ort: Patmos-Kirche
Gritznerstraße 18-20, 12163 Berlin (Steglitz)
Eröffnung 26. Mai, 13 Uhr
bis 15. September
Geöffnet ist montags bis freitags von 9 bis 12 Uhr, dienstags von 9 bis 17 Uhr

 

Treppenhausgalerie

Am letzten Augustwochenende öffnet Sigrid Braun-Umbach wieder ihre Treppenhausgalerie in Lichterfelde-West.
Diesmal präsentiert Matilde Cánepa-Gonzáles eine Auswahl aus ihrem Werk – sie zeigt Malerei, Skulptur und Videokunst. Geboren in Venezuela, führte ihr Lebensweg sie über Brasilien und die Kanarischen Inseln vor einigen Jahren nach Berlin, wo sie nun lebt und arbeitet.
Sigrid Braun-Umbach selbst öffnet ihr Atelier und stellt dort eine Reihe von „Sommerbildern“ vor.

Treppenhausgalerie
24. und 25. August
Ringstraße 80, 12205 Lichterfelde
Details hier: https://sigrid-braun-umbach.net/

 

Wannsee Contemporary

Shanee Roe und Christoph Ruckhäberle

Duo Duo
Wannsee Contemporary
Chausseestraße 46, 14109 Berlin-Wannsee
Do & Fr 12-15, Sa 12-14 unV
https://wannsee-contemporary.com/

 

Villa Liebermann 

Das deutsch-italienische Ausstellungsprojekt „Max Liebermann in Italien“ ist eine Kooperation zwischen der Liebermann-Villa am Wannsee und dem Museum Casa di Goethe in Rom, bestehend aus zwei verschiedenen, sich ergänzenden Ausstellungen. In Berlin liegt der Fokus auf Liebermanns italienische Werke, seine dortigen Ausstellungsbeteiligungen und die erfolgte Rezeption. Gezeigt werden Gemälde und Zeichnungen, die in Italien entstanden sind und Arbeiten aus italienischen Sammlungen, mit Leihgaben u. a. aus den Uffizien in Florenz, der Ca’ Pesaro – Galleria internazionale d’Arte Moderna in Venedig, der Galleria d’Arte Moderna in Mailand sowie privaten und musealen Sammlungen aus ganz Deutschland. Ab September findet dann im Museum Casa di Goethe in Rom die erste umfassende Liebermann-Ausstellung auf italienischem Boden statt.

Mit Liebermann in Venedig, Florenz und Rom
4. Mai bis 2. September in der Liebermann-Villa am Wannsee
Colomierstraße 3, 14109 Berlin
https://liebermann-villa.de/ausstellungen/auf-nach-italien/

 

Lichterfelde Ost: Kunst im Kiez

In der Zeit vom 6. bis zum 20.September 2024 werden in verschiedenen Geschäften rund um den Kranoldplatz zahlreiche Künstlerinnen und Künstler verschiedener Metiers und Stilrichtungen ihre Werke präsentieren. Das Spektrum reicht von abstrakter und gegenständlicher Malerei über Fotografie bis hin zu plastischen Arbeiten. Am Freitag, den 13. September 2024, werden die Geschäfte zudem länger geöffnet bleiben. An diesem „langen Freitag“ werden auch die Künstlerinnen und Künstler vor Ort sein und dem interessierten Publikum für einen Plausch zur Verfügung stehen. Einzelne Geschäfte werden an diesem Tage auch ein kleines Rahmenprogramm anbieten. 

http://www.kunst-im-kiez-lio.de/

 

Heimatmuseum Zehlendorf

Die Sonderausstellung „Die Fräuleins an der Staffelei – Drei fast vergessene Zehlendorfer Malerinnen“ zeigt Bilder von Doramaria Purschian, Maria Henseler und Hilde Althaus. Die drei Malerinnen wurden Ende des 19. Jahrhundert geboren und erhielten Anfang des 20. Jahrhundert eine Ausbildung zur Kunstmalerin. Bemerkenswert ist, dass sie ihre Ausbildung in der Bildenden Kunst absolvieren konnten, was zu dieser Zeit äußerst umstritten war. Die staatliche Berliner Kunstakademie nahm erst 1919 Frauen als Studentinnen auf.
Über die Malerinnen informiert die Titelgeschichte des neuen Zehlendorfer Heimatbriefs, Ausgabe April 2024, die Broschüre ist gegen eine Schutzgebühr von 2,50 Euro im Heimatmuseum erhältlich.

„Die Fräuleins an der Staffelei – Drei fast vergessene Zehlendorfer Malerinnen“
7. April bis 8. September 2024

im Heimatmuseum Zehlendorf, Clayallee 355, 14169 Berlin
Sonntag und Mittwoch von 11 bis 15 Uhr und Donnerstag von 15 bis 18 Uhr (Öffnungszeiten des Museums)
https://www.heimatmuseum-zehlendorf.de/

 

Schwartzsche Villa

Die in Berlin lebende und im Jahr 1981 geborene amerikanische Künstlerin Michelle Jezierski zeigt in ihrer Einzelausstellung Malereien und befragt dabei den Raum und unsere Wahrnehmung.
Ein zentraler Bestandteil von Jezierskis Malereien ist das Licht: Es treffen gedeckte und leuchtende Farben ebenso wie Hell- und Dunkelkontraste atmosphärisch aufeinander und bilden eine ganz eigene flirrende Aura.
In ihren neuesten Arbeiten verwebt Michelle Jezierski Gitternetzlinien mit ihren Landschaftsdarstellungen, sodass die Abstraktion in den Vordergrund tritt. Die Künstlerin lädt die Betrachtenden ein, sich auf dieses Wahrnehmungsexperiment einzulassen und befragt mit ihrer Malerei unsere Sinneseindrücke.

Michelle Jezierski – Verge
Galerie der Schwartzschen Villa, Grunewaldstraße 55, 12165 Berlin
22. März bis 18. August 2024
Mo–So 10–18 Uhr, Eintritt frei

 

Gutshaus Steglitz

Pablo Picasso (1881–1973) gilt als einer der bedeutendsten Künstler der ersten Hälfte der 20. Jahrhunderts. Diese stilistische Vielfalt und künstlerische Entwicklung, die oft sprunghaft anmutet und gleichwohl konsequent ist, spiegeln die ca. 60 Papierarbeiten aus der Sammlung Klewan (München – Wien). Ihre Entstehungszeit reicht von den 1910er bis in die 1970er Jahre und so veranschaulichen sie Picassos lebenslanges Experimentieren.

Picasso – Werke aus der Sammlung Klewan
Gutshaus Steglitz, Schloßstraße 48, 12165 Berlin
7. März – 29. September 2024
Mo–So 10–18 Uhr, Eintritt frei

 

Achim Freyer Stiftung

Der Maler, Graphiker und Theaterregisseur Achim Freyer ist auch ein begeisterter Kunstsammler. Seine Privatvilla in Lichterfelde beherbergt neben Werken namhafter Künstler auch Bilder und Objekte unbekannter Maler und Graphiker. Hier hängen sie dicht an dicht, mitunter buchstäblich bis unter die Decke. Ein Veranstaltungsprogramm aus Lesungen, Konzerten, Gesprächsrunden ergänzt dieses Angebot der Achim Freyer Stiftung, die als Träger des Kunsthauses fungiert.
Eine Besichtigung der Dauerausstellung ist an Sonntagen nach Anmeldung mit einer Führung möglich.

Aktuelle Sonderausstellung:

In der Galerie des Kunsthauses werden von Februar bis Juli 2024 bis zu 100 aktuelle Arbeiten von Achim Freyer in immer neuen Konstellationen zusammengestellt. Die Schau ist Vorbereitungsraum für mehr als zehn Ausstellungen zum 90sten Geburtstag des Bildenden Künstlers und Theatermachers in 2024.
bis 15.12.2024

Achim Freyer Stiftung
Kunsthaus im Kadettenweg 53, 12205 Berlin
Besucherinformationen: https://www.achimfreyer.com/besucherinformationen/
https://www.achimfreyer.com/

 

Kunst im LIO

In der ungewöhnlichen Kulisse eines Einkaufszentrums präsentiert sich immer am letzten Freitag eines Monats Kunst jeglichen Genres seinem Lichterfelder Publikum: Großformatige Acrylleinwände, leuchtende Aquarelle, ungewöhnliche Fotografien oder auch filigrane Papierobjekte.
Jedes Mal zeigen fünf Künstlerinnen und Künstler jeweils fünf ihrer Werke. Im September 2023 war die erfolgreiche Premiere, seitdem freuen sich die Kunden von Bäckerei, Drogeriemarkt oder vietnamesischem Imbiss über das regelmäßige Kunstangebot.

Termine 2024
Freitag, 26. Januar
Freitag, 23. Februar
Freitag, 29. März entfällt wg. Karfreitag
Freitag, 26. April
Freitag, 31. Mai
Freitag, 28. Juni

 

Schwartzsche Villa, Studio

Einst großbürgerlicher Sommersitz, heute Kulturhaus – die Schwartzsche Villa hat in den 125 Jahren ihres Bestehens viel erlebt.
Mit Fotografien, Architekturzeichnungen und Reproduktionen von Originaldokumenten stellt die Ausstellung die Villa und die Bankiersfamilie Schwartz vor, die das Haus in den Jahren 1895–1897 erbauen ließ. Nachverfolgt werden zudem die wechselvolle Geschichte des Gebäudes nach 1945 und der hürdenreiche Weg zu seiner Nutzung als Kulturhaus.

Die Villa Schwartz
Dauerausstellung
Mo–Fr 10–18 Uhr
Eintritt frei
Grunewaldstraße 55
12165 Berlin

 

Galerie Wannsee

Eine ständige Ausstellung ausgewählter Werke von Johannes Niemeyer, Gerda Rotermund, Max Ziegert, Sandy Cheyne, Hans Stübner, Marina Schnurre u. a. finden Besucher im Kaminzimmer und im „Balkenzimmer“, dem ältesten und nach Aussagen der Historiker und Berliner Denkmalspfleger über 350 Jahre alten Raum des Hauses, der dem Hauseigentümer als Arbeitszimmer dient.

Grüner Weg 29, 14109 Berlin
Öffnung zu Veranstaltungen und nach Vereinbarung
https://www.galerie-wannsee-verlag.de/

 

 

 

Daniela von Treuenfels