Mitreden und Gestalten: Beteiligung in Steglitz-Zehlendorf

Mitreden und Gestalten: Beteiligung in Steglitz-Zehlendorf

Engagement für eine Schulzone: Kinder der Dunant-Grundschule setzen sich im September 2023 für mehr Verkehrssicherheit ein. | Foto: Daniela von Treuenfels

 

Demokratie ist mehr als Wahlen und Parlamentarismus. Besonders stark ist das demokratische Gemeinwesen dort, wo unterschiedlichste Menschen in ihrem Umfeld sich für konkrete Dinge einsetzen. Für Interessierte jeden Alters gibt es zahllose Möglichkeiten des ehrenamtlichen Engagements und vielfältige Wege der Beteiligung und Gestaltung. 

Hier ist unser Guide zum Stöbern und zur Inspiration. Möge jedes Töpfchen sein Deckelchen finden.

Dieser Artikel wird bei Bedarf ergänzt oder aktualisiert. Über Hinweise und Anregungen freuen wir uns, schicken Sie uns gerne eine Mail an redaktion@stadtrand-nachrichten.de.

 

Aktuelle Termine

Derzeit sind uns keine aktuellen Termine bekannt – Interessierte könnten auch beim Raum für Beteiligung fündig werden.

Veranstaltungen

Einige Veranstaltungen finden sich in unserem Kalender.

Alle Engagierten sind aufgerufen, ihre Termine selbst einzutragen.

Räume

Der RaumFinder bringt Engagierte mit Raumgebenden zusammen. Suchende finden eine breite Auswahl an Räumen für ehrenamtliche Projekte: Vereinsräume für Versammlungen oder Workshops, Stadtteilzentren und Nachbarschaftshäuser für öffentliche Aktionen, Schulräume für Bildungsprojekte, Musik- und Kreativräume für künstlerische Aktivitäten sowie private Räume von Einzelpersonen oder Unternehmen.
Über die Plattform kann man derzeit noch keine Räume buchen, man findet aber die Kontaktdaten der Anbieter.
https://raum.engagiertes.berlin/raeume

 

Allgemeine Informationen – so finden Sie Ihr Engagement

 

Vereine

Gleichgesinnte finden 

Die Klassiker unter den Mitmach-Gruppen sind die gemeinnützigen Vereine. Unter ihrem Dach kommen Menschen zusammen, die gemeinsam Sport treiben, musizieren oder künstlerisch tätig sind. In der Regel finden sich die Gruppenmitglieder sehr schnell durch ihre gemeinsamen Interessen. 
Tipps für die Suche: 
Sport: http://www.bezirkssportbund.de/  
Musik und Kunst: https://kulturinsz.de/cms/menschen/  
Tanzen: https://ltv-berlin.de/de/verband/vereine/vereinsliste  
Freizeit: https://www.berlin.de/ba-steglitz-zehlendorf/auf-einen-blick/freizeit/vereine/
Kleingärten: https://www.kleingaertner-sind.net/

Fördervereine 

Es gibt sie mittlerweile an nahezu jeder Schule, auch viele Kitas setzen auf das freiwillige Engagement von Eltern (und einer Reihe von Ehemaligen, wenigen Pädagogen und einzelnen Schülern). In der Regel muss man die Protagonisten nicht lange suchen, man trifft sie bei der Einschulung, beim Kitafest oder wird angesprochen im Rahmen einer Spendensammlung. Infos zu Kita- und Schulfördervereinen gibt es beim Landesverband: https://lsfb.de/

Auch Kulturinstitutionen wie Museen oder Theater haben mittlerweile Fördervereine. Im Mittelpunkt steht in der Regel das eigene Haus und die Kompensation fehlender Mittel, weniger Lobbyarbeit oder Vernetzung.

 

Soziale Träger 

Auch soziale Träger sind in der Regel organisiert als gemeinnützige Vereine. Im Auftrag des Landes Berlin bzw. der Bezirksämter führen sie Kitas, Schulhorte, Freizeiteinrichtungen für alle Altersgruppen und Stadtteilzentren. In Steglitz-Zehlendorf gehören dazu:  
Statteilzentrum Steglitz https://www.stadtteilzentrum-steglitz.de/ueber-uns/  
Mittelhof https://www.mittelhof.org/

In nahezu allen Einrichtungen der freien Träger wird ehrenamtliche Unterstützung gebraucht – ob in der Arbeit mit Kindern oder Senioren, als Hausmeisterin oder Gartenhilfe, als Übersetzerin, Sprachbegleitung für Geflüchtete oder Basteltalent im Repair-Café. Wir empfehlen: hingehen und fragen.

 

Engagement für Obdachlose: Jeden Dienstag an der Schloßstraße fährt der Suppenbus des Vereins Hertha hilft vor. Gemeinsam mit dem Stadtteilzentrum Steglitz geben die ehrenamtlichen Helfer Suppe, Getränke, Obst und kleine Spenden aus. | Foto: Daniela von Treuenfels

 

Kirchen

In jeder Gemeinde gibt es unterschiedlichste Angebote und Einrichtungen. Helfende Hände finden überall etwas zu tun. 
Kirchenkreis Steglitz (ev.) https://www.kirchenkreis-steglitz.de/startseite.html 
Dekanat Steglitz-Zehlendorf (kath.) https://www.pfarrei-deutschland.de/deanery.php?sv%5BdeanCode%5D=e5cd8ef0-b7eb-11e1-bdeb-6c626dbc

Auch für die christlich geprägten Sozialunternehmen ist Ehrenamt unverzichtbar.  
Evangelisches Jugend- und Fürsorgewerk https://www.ejf.de/einrichtungen/kinder-und-jugendhilfe/kinder-und-jugendhilfeverbund-sued.html 
Diakonisches Werk Steglitz und Teltow-Zehlendorf https://dwstz.de/

Andere religiöse und weltanschauliche Gruppen in Berlin lassen sich hier finden: 
https://www.berlin.de/sen/kultgz/religion-und-weltanschauung/

 

Der Paulinenplatz wurde auf Initiative der Nachbarschaft wieder zu einem ansehnlichen Schmuckplatz. Unterstützung erhielten die Anwohner von der Stiftung Kleine Plätze. | Foto: Daniela von Treuenfels

 

Stiftung Kleine Plätze

Die Stiftung Kleine Plätze mit Sitz im Lichterfelder Weddingenweg hilft berlinweit Nachbarschaftsinitiativen, Plätze und kleine Grünanlagen zu verschönern. Dazu bringt sie Grünflächenämter, Gartenbaufirmen, Fachverbände und aktive Laien ins Gespräch und ins Handeln. Die Stiftung hilft durch fachliche und organisatorische Beratung, bei den Kontakten zu den Grünflächenämtern und der Organisation von Spendensammlungen. In einzelnen Fällen ist auch eine direkte finanzielle Unterstützung durch die Stiftung möglich. 
https://www.kleine-plaetze.de/home

 

Baumscheibenpatenschaften

Wer es etwas kleiner mag, kann sich an einer Baumscheibe austoben. Rund 100 offizielle Baumscheibenpaten gibt es schon im Bezirk. Interessierte sollten sich auf jeden Fall beim Grünflächenamt anmelden und ein paar Regeln beachten.
Info und Kontakt: https://www.berlin.de/ba-steglitz-zehlendorf/politik-und-verwaltung/aemter/strassen-und-gruenflaechenamt/gruenflaechen/ueber-uns/flyer_fbgruen_baumsch_baumpate_170518.pdf

Willkommensbündnis

Das Willkommensbündnis Steglitz-Zehlendorf unterstützt seit mittlerweile zwölf Jahren mit hunderten Ehrenamtlichen die bei uns lebenden Geflüchteten beim Ankommen und Bleiben.  

Dafür werden immer wieder auch Freiwillige gesucht, die beispielsweise beim Deutschlernen, bei Prüfungsvorbereitungen, bei der Ausbildungsplatz- und Arbeitssuche, bei der Begleitung zu Behörden, bei der Sprachmittlung oder bei der Wohnungssuche behilflich sein möchten. Interessierte können sich per E-Mail an info@wikobuesz.berlin bei der Initiative melden.   

Runder Tisch und Kiezkonferenz

Wären die Berliner Bezirke eigenständige Städte, tauchten sie alle in der Liste der insgesamt derzeit 82 deutschen Großstädte, also der Städte mit mehr als 100.000 Einwohnern, unter den Top 40 auf. Berlin führt diese Liste mit großem Abstand an, in München auf Platz 3 mit rund eineinhalb Millionen Einwohnern leben nicht einmal halb so viele Menschen wie in der Hauptstadt.

Diese Größe schafft Distanz, sowohl räumlich als auch sozial. Corona hat den Rückzug ins Private verstärkt. Die sozialen Medien vergiften mit Falschinformationen und Hassreden den politischen Diskurs. Die Leute ziehen sich zurück von „denen da oben“, wissen aber oft nicht, wie sich Gehör verschaffen und mitgestalten können.

In den vergangenen Jahren sind deshalb Strukturen entstanden, die sogenannte „Stakeholder“ zusammenbringt, um Lösungen für konkrete Probleme und Anliegen zu finden. Gemeint sind damit Einrichtungen, Ämter, Polizei und Justiz, Vereine, Initiativen und Bürger. Sie alle sollen sich austauschen, kennenlernen und vernetzen mit dem Ziel, die kleine Welt in der großen Stadt ein wenig besser zu machen.

Kiezkonferenzen werden organisiert von der Sozialraumorientierten Planungskoordination (SPK). Der sperrige Name rührt daher, dass diese Verwaltungseinheit Daten analysiert, um Handlungsfelder aufzuzeigen und zur Lösung von Problemen beizutragen. Schon die Grenzen der insgesamt acht Kiezkonferenzen sind auf diese Weise festgelegt worden. 

Die Bevölkerungsstruktur im Bezirk ist nämlich innerhalb des Bezirks sehr unterschiedlich. In der größten Bezirksregion Südwest leben rund 27.000 Menschen, in den beiden kleinsten Regionen Schloßstraße und Albrechtstraße wohnen zusammen etwa 66.000 Einwohner. Im Raum Südwest sind die Menschen älter, der Anteil Deutschen ohne Migrationshintergrund ist mit deutlich mehr als zwei Dritteln sehr hoch. Im Planungsraum Albrechtstraße leben im Vergleich zum restlichen Bezirk die wenigsten Kinder unter 18 Jahren. Hier leben auch überdurchschnittlich viele Ausländer und Deutsche mit Migrationshintergrund.

 

Im Gutshaus Lichterfelde diskutierten im Februar 2024 Anwohner, Politik und Verwaltung über die Dauerbaustelle am Hindenburgdamm. Stadtrat Aykal informierte über die weiteren Pläne, die Bürger teilten der Verwaltung ihre Sorgen und Wünsche mit. | Foto: Daniela von Treuenfels

 

Wenn die Sozialraumorientierte Planungskoordination zur Kiezkonferenz einlädt, hat sie also schon ungefähr eine Ahnung, wo der Schuh drücken könnte und an welcher Stelle es sinnvoll sein kann, bestimmte Phänomene genauer zu beleuchten. Oder welche Bürger aus bestimmten Regionen ganz gezielt angesprochen werden sollten. 

Die Kiezkonferenzen unterscheiden sich von den runden Tischen, die es ebenfalls in einigen Bezirksregionen gibt. Erstere werden vom Bezirk, also von der Planungskoordination organisiert, die runden Tische sind Projekte sozialer Träger wie beispielsweise dem Mittelhof oder dem Stadtteilzentrum Steglitz. 

Auf der Kiezkonferenz wird zum einen über ein festgelegtes Thema informiert. Über das Beteiligungsmodul von MeinBerlin.de können Interessierte dafür Vorschläge machen. Die SPK sichtet und prüft die Vorschläge und organisiert bei Bedarf Referenten oder Mitarbeitende aus der Verwaltung, die zur Kiezkonferenz eingeladen werden. Zum anderen werden Mittel aus dem Fördertopf FEIN-Einzelmaßnahmen vergeben. Für die Verwirklichung kleiner ehrenamtlicher Projekte stehen pro Antrag höchstens 2.000 € Sachmittel zur Verfügung. 

Alle Informationen und Termine:

https://www.berlin.de/ba-steglitz-zehlendorf/politik-und-verwaltung/service-und-organisationseinheiten/sozialraumorientierte-planungskoordination/kiezkonferenzen-1353265.php

 

Das Kinder- und Jugendbüro

Das Kinder- und Jugendbüro ist die zentrale Anlauf-, Informations- und Vernetzungsstelle für Kinder- und Jugendpolitik in Steglitz- Zehlendorf. Ziel des Büros ist es, die gesetzlich verankerten Mitwirkungsrechte von Minderjährigen und jungen Erwachsenen in kommunalpolitischen Handlungsfeldern zu verwirklichen. Zu den Angeboten und Projekten gehören Workshops und Jugendaudits, Vergabe von Fördermitteln oder die jährliche Würdigung von ehrenamtlich engagierten Jugendlichen. 
https://www.kijubsz-berlin.de/

 

Das Beteiligungsbüro

Der „Raum für Beteiligung“ ist Anlaufstelle für alle, die sich an Vorhaben des Bezirksamtes beteiligen wollen. Hier ist zu unterscheiden zwischen gesetzlich vorgeschriebener und nicht zwingend notwendiger Bürgerbeteiligung.  
Als Schnittstelle zwischen Bürgerinnen und Bürgern und der Bezirksverwaltung bietet der Raum für Beteiligung allen Interessierten Informationen, Unterstützung oder Beratung zu geplanten Bauvorhaben und Beteiligungsverfahren in Steglitz-Zehlendorf. 
 
Im Vor-Ort Büro in der Potsdamerstraße 50 in Zehlendorf gibt es offene Sprechstunden, hier können Interessierte erste Fragen oder Ideen loswerden. Darüber hinaus „tourt“ das Büro durch den Bezirk, Ort und Zeit sind auf der Webseite zu erfahren: 
https://www.berlin.de/ba-steglitz-zehlendorf/politik-und-verwaltung/service-und-organisationseinheiten/sozialraumorientierte-planungskoordination/raum-fuer-beteiligung-steglitz-zehlendorf-1361407.php  

 

Frauenbeirat

Der Frauenbeirat ist die Interessenvertretung aller Frauen im Bezirk. Als überparteiliches und unabhängiges, beratendes Gremium soll er die Gleichstellung der Geschlechter fördern und gegenüber Politik und Verwaltung die Interessen und Belange der Frauen vertreten, die im Bezirk Steglitz-Zehlendorf von Berlin wohnen oder arbeiten
Die Bildung des Frauenbeirats geht zurück auf einen Beschluss der Bezirksverordnetenversammlung Steglitz-Zehlendorf. Ihm gehören bis zu 14 Frauen an, die Hälfte davon Frauen, die in Vereinen, Verbänden, Organisationen oder Projekten im Bezirk Steglitz-Zehlendorf in der Frauenarbeit engagiert sind und von diesen vorgeschlagen werden. Die weiteren sieben Mitglieder sollen sich aus engagierten Frauen in Steglitz-Zehlendorf zusammensetzen.
Ziel des Gremiums: Als Interessensvertretung der Frauen im Bezirk die vielfältigen Biographien und Lebensrealitäten von Frauen in Steglitz-Zehlendorf abbilden und vereinen. Der Frauenbeirat nahm Anfang 2025 seine Arbeit auf.
https://www.berlin.de/ba-steglitz-zehlendorf/politik-und-verwaltung/beauftragte/gleichstellung/

 

Freiwilligenagentur

Die Freiwilligenagentur Steglitz-Zehlendorf ist die bezirkliche Anlaufstelle für Engagement und Ehrenamt. Interessierte finden an drei Standorten Ansprechpersonen, die für jedes Töpfchen das passende Deckelchen finden. Beratungen können aber auch telefonisch oder online stattfinden. Eine umfassende Datenbank bietet einen Überblick über die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten. 
https://freiwilligenagentur.info/

 

Ehrenamtlicher Dienst des Bezirksamtes

In sieben Freizeitstätten können Engagierte sich bei der Veranstaltungsorganisation, im Gästeservice oder als Gruppenleitung für Freizeitäktivitäten ehrenamtlich einbringen. Als Teil des Gratulationsteams überbringt man Glückwünsche zu Geburtstagen und Ehejubiläen. Das Seniorentelefon spendet Trost, berät bei persönlichen Anliegen oder vermittelt Kontakte zu entsprechenden Einrichtungen des Bezirksamtes.

Interessierte wenden sich an Frau Weidner, Telefon: 030 90299-2843
E-Mail: soz-ehrenamt@ba-sz.berlin.de

 

Schiedspersonen

Ehrenamtliche Herausforderung für Menschenkenner und kommunikationsstarke ausgleichende Menschen mit einem ausgeprägten Gerechtigkeitssinn: Beim Bezirksamt können Interessierte ab 30 bis 70 Jahre sich für die ehrenamtliche Tätigkeit als Schiedsperson bewerben.
Zu den Aufgaben einer Schiedsperson gehört das Schlichtungsverfahren in bürgerlichen Rechtsstreitigkeiten über vermögensrechtliche Ansprüche sowie in nichtvermögensrechtlichen Streitigkeiten wegen Verletzung der persönlichen Ehre. Schiedspersonen werden von der Bezirksverordnetenversammlung für die Dauer von fünf Jahren gewählt.
Alle Infos: https://www.berlin.de/ba-steglitz-zehlendorf/politik-und-verwaltung/aemter/amt-fuer-buergerdienste/schiedsamt/

 

Kiezlabor

Einen alten Schiffscontainer hat die Technologiestiftung Berlin ein energieautarkes Tiny House verwandelt. Das Kiezlabor ist ein Projekt, das vom CityLAB im Rahmen der Strategie Gemeinsam Digital: Berlin umgesetzt wird – ein offener Ort, der als Zukunftswerkstatt, Workshop, Bühne, interaktive Ausstellung, Netzwerktreffen oder einfach nur zum gemütlichen Kaffeetrinken dient.
Das Labor kann von Organisationen, Unternehmen oder Initiativen als Kooperationspartner angefragt werden.
https://citylab-berlin.org/de/projects/kiezlabor/

 

Einwirken auf politische Entscheidungen 

Bürgerinnen und Bürger können gewählte Gremien dazu zwingen, sich mit ihren Forderungen auseinanderzusetzen. Auf Bezirksebene stehen dazu unterschiedliche Mittel zur Verfügung:

Einwohnerfragestunde in der BVV 

In der Bezirksverordnetenversammlung der BVV und der meisten öffentlich tagenden Ausschüsse kann jeder Bürger zu Beginn der Sitzung Fragen stellen. Die Themen müssen einen Bezug zum Bezirk haben und in der Verantwortung des Bezirksamtes liegen. Ein inhaltlicher Bezug zur Tagesordnung ist nicht erforderlich.

Einwohnerantrag 

Der Antrag muss von drei Personen ab 16 Jahre  (= Vertrauenspersonen) unterschrieben werden, die ihren alleinigen oder Hauptwohnsitz in Steglitz-Zehlendorf haben. Der Antrag muss außerdem von mindestens 1.000 Bewohnenden des Bezirks durch Unterschrift unterstützt werden. Ist das erreicht, wird er auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung der BVV gesetzt. Die Vertrauenspersonen haben das Recht auf Anhörung in der BVV bzw. in den Fachausschüssen. Gemäß § 44 des Bezirksverwaltungsgesetzes ist über einen Einwohnerantrag innerhalb von zwei Monaten nach Eingang zu entscheiden.

Bürgerbegehren und Bürgerentscheid 

Der Bürgerentscheid kann eine Entscheidung, eine Empfehlung oder ein Ersuchen an das Bezirksamt sein, eine bestimmte Verwaltungsentscheidung zu treffen. Das Bürgerbegehren ist dann erfolgreich, wenn es von 3 % der Wahlberechtigten mittels Unterschriften unterstützt wird. 
Dann kommt es zum Bürgerentscheid: 
Dieser ist dann erfolgreich, wenn er von einer Mehrheit der Teilnehmenden und zugleich von 10 % der bei der letzten Wahl zur Bezirksverordnetenversammlung Wahlberechtigten angenommen wurde. Er hat dieselbe Rechtswirkung wie ein Beschluss der BVV.

Alle Infos: https://www.berlin.de/ba-steglitz-zehlendorf/aktuelles/buergerbeteiligung/artikel.946106.php#

Vorhaben vorschlagen

Neu seit März 2026 ist die Möglichkeit, eigene Projektideen aktiv in die Bezirkspolitik einzubringen. Projekte können nun auch unabhängig von schon bestehenden bezirklichen Planungen auf die Agenda von BVV und Bezirksamt gesetzt werden. Der erste Schritt ist die Meldung des Projektvorschlags beim Raum für Beteiligung. Nach Prüfung der bezirklichen Zuständigkeit und Befassung im Ausschuss für Eingaben und Beschwerden wird das Projekt bei positivem Votum dem Bezirksamt mit der Bitte um Umsetzung vorgelegt.

Infos: https://www.berlin.de/ba-steglitz-zehlendorf/politik-und-verwaltung/service-und-organisationseinheiten/sozialraumorientierte-planungskoordination/moechten-sie-selbst-beteiligung-anregen-1367171.php

 

Unterschriftensammlung auf dem Kranoldmarkt im November 2023: Die Markthändler wehren sich gegen einen Umbau, Anwohner streben eine Umgestaltung an. Beide Gruppen werben um Unterstützung für einen Einwohnerantrag. | Foto: Daniela von Treuenfels

 

Bürgerinitiativen

Bürgerinitiativen gründen sich in der Regel dann, wenn langfristige Vorhaben besonderer Tragweite anstehen. Oder wenn es darum geht, dicke Bretter zu bohren, wenn also ein kurzfristiger Erfolg unwahrscheinlich erscheint. Zusammenschlüsse dieser Art erfordern jahrelanges Engagement. Die Akteure werden von der Politik oft als unbequem wahrgenommen – weil sie permanent Transparenz einfordern, eigene Vorschläge einbringen, Fehler der Verwaltung aufdecken und immer wieder die Politik zur Rede stellen.

Beispiele für Bürgerinitiativen in Steglitz-Zehlendorf 

Bündnis für einen lebendigen Kranoldplatz 
https://www.kranold-markt-platz.de/

BI Dresdner Bahn 
https://stadtrand-nachrichten.de/buergerinitiative-dresdener-bahn/

BI S-Bahnhof Kamenzer Damm 
https://stadtrand-nachrichten.de/wo-ist-der-bahnhof-kamenzer-damm/

BI Stammbahn 
https://www.stammbahn.de/

Aktionsbündnis Stammbahnalternative 
http://www.stammbahnalternative.de/

Aktionsbündnis Lichterfelde Süd 
https://aktionsbuendnis-lichterfelde-sued.de/

BI Breitenbachplatz 
https://breitenbachplatz.de/

Demonstrationen

Manchmal muss man einfach Präsenz zeigen. Raus aus der Blase, raus auf die Straße. Damit alle Teile der Gesellschaft mitbekommen, dass etwas so richtig im Argen liegt:  Klimawandel, Umweltzerstörung, Wohnungsnot oder das chronisch unterfinanzierte Bildungssystem – Anlässe gibt es wahrlich genug.

Vor allem seit dem Treffen von Rechtsextremen mit Politikern und Unternehmern in Potsdam gehen überall im Land Menschen zu Demonstrationen, weil sie um den Bestand des Rechtsstaates und um die Werte des Grundgesetzes fürchten. 

Nicht wenige Menschen organisieren auch erstmals selbst eine Protestveranstaltung. Für diese bisher nicht politisch Aktiven haben die Initiativen „Berlin gegen Nazis“ und „Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus“ grundlegendes Wissen zum Versammlungsgesetz, Know-How zu Anmeldung, Organisation und störungsfreien Durchführung von Versammlungen zusammengestellt. Die 40-seitige Online-Publikation „Auf die Straße, fertig, los!“ gibt einen Überblick über die Neuerungen und Besonderheiten des Berliner Versammlungsfreiheitsgesetzes und zeigt erste Erfahrungen mit der Anwendung des Gesetzes auf. Die Handreichung bündelt außerdem Tipps und Hinweise, die über viele Jahre in der Beratung und Vernetzung von engagierten Einzelpersonen, zivilgesellschaftlichen Initiativen und Bündnissen gesammelt wurden. Zuletzt geht sie auf möglicherweise auftretende Herausforderungen im Verlauf einer Versammlung ein und gibt Empfehlungen zum Umgang mit Störungen durch Videoblogger und sogenannte Streamer. 

Info und Broschüre zum Dowload: 
https://berlin-gegen-nazis.de/broschuere-zu-versammlungen-veroeffentlicht/

Daniela von Treuenfels 

 

 

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Sommerferien in Steglitz-Zehlendorf

[caption id="attachment_100334" align="aligncenter" width="622"] Foto: Daniela von Treuenfels[/caption]
 
 
Endlich Ferien! Wer den Sommer ganz oder teilweise in der Stadt verbringt, hat viele Möglichkeiten und eine große Auswahl. Wir geben einen Überblick über die Angebote für Kinder und Jugendliche im Bezirk. Erste Adresse für alle, die Lust auf Unternehmungen, Workshops, gemeinsames Chillen und Abhängen, Sport und Bewegung, Tanz und Theater und vieles mehr haben, ist die Überblicksseite des Bezirksamtes Steglitz-Zehlendorf. Hier werden die Programme der Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtungen für alle Altersgruppen präsentiert. Ein Auswahlmenü erlaubt die gezielte Suche nach Alter des Kindes, Ferienwoche, Ortsteil und Jugendfreizeiteinrichtung. Je nach Interesse kann man sich verschiedene Kategorien anzeigen lassen. Es gibt auch die Möglichkeit, nach kostenlosen Angeboten zu filtern. Das Jugendamt Steglitz-Zehlendorf organisiert für Kinder und Jugendliche des Bezirkes auch Reisen. Hier gibt es eine Übersicht über das Angebot und über freie Plätze. Die Reisen können dann direkt bei den Anbietern gebucht werden. Auch jenseits der Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtungen gibt es ein breites Ferienangebot für Kinder und Familien. Eine Plattform, die die verschiedenen Aktivitäten bündelt, gibt es jedoch nicht. Hier ist unser Versuch eines Überblicks, wir freuen uns über weitere Hinweise an redaktion@stadtrand-nachrichten.de. Wir ergänzen laufend.

Ins Strandbad Wannsee

fährt auch in diesem Jahr wieder der Bäderbus der BVG ab dem S-Bahnhof Nikolassee: https://stadtrand-nachrichten.de/mit-dem-baederbus-ins-strandbad-wannsee/

Mit dem Schiff über den Wannsee

ist mit einer Fähre der BVG nicht teuer. Die Linien sind Teil des öffentlichen Nahverkehrs, und damit reicht ein gültiges Ticket im Tarifbereich Berlin AB, auch das Deutschlandticket gilt. Zum Beispiel die F10, sie ist eine von sechs Fährlinien der BVG. Die Fähre verbindet den S-Bahnhof Wannsee mit Alt-Kladow. Die rund 20-minütige Überfahrt führt über den Großen Wannsee und die Havel, vorbei an viel Wasser, grünen Ufern und der Havelinsel Schwanenwerder. Die F10 ist barrierearm nutzbar und bietet zudem Platz für Fahrräder. In den Ferien (bis 30. August) verkehrt die Linie Montag bis Freitag: 6 bis 21 Uhr, Samstag: 7 bis 21 Uhr, Sonntag: 9 bis 21 Uhr

Kulturkorso

Ferienangebote von 16 Museen und Ausstellungshäusern in Steglitz-Zehlendorf gibt es gebündelt auf der Webseite des Netzwerkes.  zum Überblick: https://www.kulturkorso.de/ferienprogramm

Natur Park Südgelände

Sommerferienprogramm  Alle Infos und Termine: https://www.natur-park-suedgelaende.de/  

talentCAMPus

In der 1. Ferienwoche vom 13.-17. Juli 2026  talentCAMPus inklusiv in Kooperation mit dem Verein „Eltern beraten Eltern von Kindern mit und ohne Behinderung e.V.“ (EbE) und dem Jugend- und Familienzentrum „JeverNeun“. Hier können 30 Kinder und Jugendliche aus sechs Workshops wählen. Das Besondere an diesem talentCAMPus: Für Kinder mit einer Behinderung oder zusätzlichem Betreuungsbedarf sind kompetente Assistent:innen vor Ort, die die Teilnehmenden unterstützen. In der 2. Ferienwoche vom 20.-24. Juli 2026 findet der talentCAMPus kreativ im Haus Phoenix des Mittelhof e.V. am Teltower Damm 228 statt. 40 Kinder und Jugendliche können daran teilnehmen und aus acht Workshops wählen. Themen der Workshops: Streetdance, Musik, Fotografie, Video, Upcycling, Survival-Abenteuer, Rap oder Graffiti. Die Anmeldung ist ab sofort über die Volkhochschule Steglitz-Zehlendorf (talentCAMPus kreativ), bzw. für den talentCAMPus inklusiv über den Kooperations-Partner „EbE“ möglich. Die Anmeldeunterlagen sind auf der Website der VHS Steglitz-Zehlendorf zu finden. Die Plätze werden ab dem 19. Juni vergeben. Für junge Menschen im Alter von 10-16 Jahren. Jeweils von 10.00-16.00 Uhr. Kostenlos, inklusive Mittagessen. Weitere Informationen: Michael S. Rauscher (Stellv. Leitung der VHS Steglitz-Zehlendorf, Projektleitung talentCAMPus) E-Mail: rauscher@vhssz.de , Tel.: 030-90299-5084

International Summer Workshop

Das wannseeFORUM Berlin lädt vom 11. bis 18. Juli junge Menschen zwischen 17 und 26 Jahren aus Deutschland, Polen, Spanien und Tschechien ein zum International Summer Workshop. Neun Tage lang erwartet die Teilnehmenden eine internationale Jugendbegegnung mit kreativen Workshops, Gruppenaktivitäten und jeder Menge Möglichkeiten, neue Freundschaften zu knüpfen. Kosten: 147 € Teilnahmebeitrag für Programm, Unterkunft und Verpflegung  alle Infos: https://wannseeforum.de/seminare/international-summerworkshop-2026/

Sommeruni der FU

Vom 10. bis 21. August 2026 lädt die Freie Universität Berlin erneut interessierte Schülerinnen und Schüler ab der 10. Klassenstufe zur SommerUNI ein. Beteiligt sind die Fachbereiche Mathematik und Informatik, Physik und Biologie, Chemie und Pharmazie sowie die Geowissenschaften und die Human- und Veterinärmedizin. Um einen möglichst breiten Einblick in das Fächerspektrum der Universität zu ermöglichen, werden vormittags ein- bis viertägige Kurse angeboten. Ergänzt wird das Programm durch täglich stattfindende Nachmittagsvorlesungen zu aktuellen Themen aus Wissenschaft und Forschung. Die Teilnahme an den Kursen kostet 10 Euro pro Tag. Alle Vorlesungen sind öffentlich und kostenfrei. alle Infos: https://www.fu-berlin.de/sites/sommeruni/index.html

Sternwarte

Das Planetarium am Insulaner ist derzeit wegen Sanierungsarbeiten geschlossen. Aber die Wilhelm-Foerster-Sternwarte oben auf dem Hügel bietet freitags und samstags Beobachtungsnächte für Sternengucker ab 12 Jahren. https://www.planetarium.berlin/veranstaltungen/beobachtungsnacht-auf-der-wilhelm-foerster-sternwarte

Domäne Dahlem

Die Museen der Domäne Dahlem und die Gastronomie sind den ganzen Sommer über geöffnet. Infos: https://www.domaene-dahlem.de/  
Feriencamp für Kinder von 8 bis 12 Jahren 1. Ferienwoche: Montag, 13. Juli bis Freitag, 17. Juli 2026, jeweils 9:30–14:30 Uhr 6. Ferienwoche: Montag, 17. August bis Freitag, 21. August 2026, jeweils 9:30–14:30 Uhr  Tägliches Mittagessen und gesunder Pausensnack inklusive Kosten: 240 € für eine Woche, Keine einzelnen Tage buchbar https://www.domaene-dahlem.de/sommerferien-auf-der-domaene/

Volkshochschule

Die VHS Steglitz-Zehlendorf bietet auch in diesem Sommer wieder ein spezielles Programm an. Sprache, Bewegung, Kunst, Finanzbildung... - das Angebot ist vielfältig. Alle Infos: https://www.berlin.de/vhs/volkshochschulen/steglitz-zehlendorf/

Museumsdorf Düppel

In den Sommerferien ist das Museumsdorf täglich (außer mittwochs) von 10 bis 18 Uhr geöffnet. In der nachgebauten Dorfanlage einer mittelalterlichen Siedlung erleben Interessierte den Alltag der Landbevölkerung, die hier vor acht Jahrhunderten lebte. Auf dem Acker sprießt die wilde Brache neben ausgesäten Nutzpflanzen wie dem Winterroggen und dem Hanf. Auch typische Nutztiere des Mittelalters gibt es, darunter einen Ochsen und Skudden, eine vom Aussterben bedrohte Schafrasse, deren Nachwuchs aus dem Frühjahr nicht nur Familien mit Kindern Freude macht. https://www.stadtmuseum.de/museum/museumsdorf-dueppel
 

Ferienkurs der Jugendkunstschule

https://www.youkunst.de/ferienkurse.html

Jugend im Museum

Kurse des Vereins in Steglitz-Zehlendorf https://www.jugend-im-museum.de/kurse/ferienkurse/

STK Hockey Camp

Fans only: Bei diesem Camp steht eindeutig HOCKEY im Vordergrund. Du solltest Hockey lieben und U12+ Spieler*in sein. Du trainierst mindestens 2mal wöchentlich und fehlst bei keinem Punktspiel. Du möchtest besser werden und einmal konzentriert über mehrere Tage mit Profis trainieren. Fitness und Athletik sind keine Fremdwörter für Dich. In der ersten Ferienwoche. STK Mitglied 250,- Euro Nicht-Mitglied 300,- Euro mehr hier

Feriencamps beim BHC (Hockey)

Jeweils einwöchige Camps in der 3. und 4. Ferienwoche rund um den Ball: Die BHC-Sportarten Hockey, Lacrosse und Tennis werden durch viele weitere abwechslungsreiche Ball- und Trendsportarten ergänzt, die Kinder zwischen 5 und 13 Jahren innerhalb einer Camp-Woche spielerisch kennenlernen können: Kindgerechte Lauf-, Werf- und Fangspiele wie Basketball, Handball, Tag-Rugby, Baseball, Badminton und Fußball . Keine Vorkenntnisse erforderlich. Mo - Fr 8 - 17 Uhr 260 Euro https://www.kidz-in-motion.de/standorte/berlin-zehlendorf/

Fußball Feriencamps

des FC Hertha 03 in allen Ferienwochen. Die Spielerinnen und Spieler erhalten eine Ganztagesbetreuung mit Frühstück und Mittagessen sowie Pausengetränken und Snacks. Kosten: 159 € / Woche. Für Kinder von 6 – 12 Jahren. Mädchencamp in zwei Ferienwochen (7 – 12 Jahre). Kosten 159 € https://www.h03.de/feriencamps/

TusLi-Feriencamps

Spiel-, Sport- und Spaß-Programm im Stadion Lichterfelde – alternativ bei schlechtem Wetter in der Willi-Graf-Sporthalle – an. 5 Tage in der Woche, jeweils von 8:30-16:00 Uhr. Preis an 170 Euro wenige freie PLätze, es gibt Wartelisten https://tusli.de/veranstaltungen/tusli-feriencamps/

Sommercamp der Basketball Gemeinschaft Zehlendorf

Mini-Camp für die Jahrgänge 2015 - 2019 (u8-u12) 20. - 24. Juli 2026, ab 239 Euro Leistungscamp für die Jahrgänge 2011 - 2014 (u14-u16) 27-. - 31. Juli 2026, ab 239 Euro Die Camps werden in der Sporthalle der John-F.-Kennedy-Schule stattfinden. https://www.bgz.net/news/bgz-sommercamps-sind-online---jetzt-anmelden

SSC Südwest Basketball

diverse Camps für verschiedene Altersgruppen Ort: Bröndy-Oberschule Lankwitz 230 Euro pro Woche https://www.basketball-suedwest.de/camps

Waldschule Zehlendorf

Hier finden sich die Ferienangebote der Berliner Waldschulen: http://www.jibw.de/veranstaltungen/ferienwochen/

Bezirksübergreifend

Eine Übersicht über Ferienangebote in Berlin gibt es auch bei berlin-familie.de

Daniela von Treuenfels

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