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29. Mai 2025
Zum Jubiläum gibt es spannende Einblicke in die Geschichte des Ortes und in die des Mittelalters. Eine Fotoausstellung führt durch fünf Jahrzehnte Freilichtmuseum, und der Förderverein Museumsdorf Düppel e. V. stellt mit Töpfern, Schmieden, Imkern, Teerschwelen und der Textilverarbeitung mittelalterliche Gewerke vor.
Im Jubiläumsprogramm heißt es „Feiern wie damals!“ Welche Speisen und berauschenden Getränke bei Festen in vergangenen Zeiten dargeboten wurden, erfahren Interessierte auf dem Dorfplatz. Vor Publikum werden dort historische Biersorten gebraut und mittelalterliche Festspeisen gekocht. Dabei bleibt es nicht beim Zuschauen: Vor Ort kann man die historischen Biere kosten und das eigens für die 50-Jahr-Feier abgefüllte Jubiläumsbier „Düppler Stange“ genießen. Am Lehmofen wird zudem vor Ort nach historischem Vorbild Brot gebacken.
Begleitet wird das Programm von Musik der Gruppe Wolgemut, Geschichten der Märchenhexe Silberzweig und Darbietungen des Gauklers und Märchenerzählers Astor Ytellar. Speziell für Kinder gibt es einen Quiz-Parcours und zur Stärkung für alle frisch geröstetes Stockbrot. An der Fotostation sind Groß und Klein dazu eingeladen, sich für ein Erinnerungsbild in mittelalterliche Gewänder zu kleiden.
Eintritt: 7 Euro, ermäßigt: kostenfrei, Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: kostenfrei










Foto: Daniela von Treuenfels[/caption]
Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz unterstützt mit 50.000 Euro die Sanierung der Dachkonstruktion und Dachhaut im westlichen Querschiff der Dreifaltigkeitskirche in Lankwitz. Die Gemeinde ist weiter auf Spenden angewiesen.
Denn insgesamt sollen nach den Berechnungen des beauftragten Planungsbüros die Arbeiten rund zwei Millionen Euro kosten, davon muss die Gemeinde 150.000 Euro selbst tragen. In drei Bauabschnitten werden zunächst die Portaltürme, das Kirchenschiff und die Querhäuser erneuert. Danach folgt der Kirchturm, zuletzt werden Apsis und Sakristei neu eingedeckt.
Das Gotteshaus hat ein neues Dach dringend nötig. Stürme der letzten Jahre haben der Konstruktion stark zugesetzt, teilweise sind Dachziegel auf den Kirchhof und die stark frequentierte Paul-Schneider-Straße und die Gallwitzallee gestürzt. Die Kupferbekrönungen, so hält es der Denkmalplaner in seinem Gutachten weiter fest, sind korrodiert, die darunterliegende Schalung ist durchfeuchtet. An der Dachkonstruktion fehlen Ziegel. Wo eine Dämmung vorhanden ist, ist sie durchfeuchtet und besteht aus krebserregenden Baustoffen. Kurz gesagt: hier musste etwas passieren, und zwar schnell.
Die Dreifaltigkeitskirche gilt mit ihrem imposanten hoch aufragenden Turm als Wahrzeichen und Zentrum von Lankwitz. Der Sakralbau wurde im Stil der märkischen Backsteingotik ab 1903 errichtet und 1906 geweiht. Der Detailreichtum der Fassade setzt sich nach oben hin fort; die Dachlandschaft ist durch eine Vielzahl an verschiedenen Konstruktionen unterschiedlicher Dach- und Turmformen, Material und Verzierungen geprägt. Der dominierende Vierungsturm mit seiner Zier verleiht der Dreifaltigkeitskirche ihr markantes Aussehen.
Die Gemeinde beheimatet in ihren Gebäuden unter anderem eine Pflegestation, die Haltestelle Diakonie für die Unterstützung psychisch oder an Demenz Erkrankter und ein Sozialcafé. In Zusammenarbeit mit der „Berliner Tafel“ gibt es wöchentlich eine Lebensmittelausgabe, die 140 Haushalte versorgt. Jährlich zum Totensonntag im November gibt es eine interreligiöse Gedenkfeier zur Erinnerung an Menschen, die einsam verstorben sind und behördlich bestattet wurden.
Spenden für die Sanierung der Kirche sind möglich auf das Konto
Dreifaltigkeitsgemeinde Lankwitz
IBAN: DE03 5206 0410 6803 9663 99
BIC: GENODEF1EK1
Spendenzweck: Kirchendach
Der Zuschuss der Deutschen Stiftung Denkmalschutz kommt aus Spendengeldern der Stiftung und aus Lottomitteln.