30. Oktober 2024
Die Geschichte der Berliner Familie Chotzen bietet einen besonderen Einblick in das Leben während des NS-Regimes von 1933-1945. Josef und Elsa Chotzen sowie ihre vier Söhne erlebten zunehmende Ausgrenzung und Verfolgung unter den Nationalsozialisten. Der umfangreiche Nachlass der Familie, bestehend aus Fotografien, Postkarten und Briefen, wurde 2021 in der Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz digitalisiert und erschlossen. Die überlieferten Dokumente beleuchten das Leben der Familie vor und während der Verfolgung, von den größtenteils unbeschwerten 1920er Jahren bis hin zur Zwangsarbeit und Deportation.
Svea Hammerle – freie Mitarbeiterin der Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz – wird den Abend mit einem Vortrag eröffnen und steht allen Interessierten für anschließende Fragen zur Verfügung. Mit dieser Veranstaltung wird an die Pogrome und Ausschreitungen gegen Jüdinnen und Juden in Berlin im November 1938 und an das Schicksal der Familie Chotzen erinnert.
Termin: Mittwoch, 30.10.2024 um 18:30 Uhr
Eintritt: frei, um Voranmeldung wird gebeten: Tel.: 030 90 299 5458 oder E-Mail an event-bibliothek@ba-sz.berlin.de
Ort: Gottfried-Benn-Bibliothek, Nentershäuser Platz 1, 14163 Berlin










Foto: Daniela von Treuenfels[/caption]
Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz unterstützt mit 50.000 Euro die Sanierung der Dachkonstruktion und Dachhaut im westlichen Querschiff der Dreifaltigkeitskirche in Lankwitz. Die Gemeinde ist weiter auf Spenden angewiesen.
Denn insgesamt sollen nach den Berechnungen des beauftragten Planungsbüros die Arbeiten rund zwei Millionen Euro kosten, davon muss die Gemeinde 150.000 Euro selbst tragen. In drei Bauabschnitten werden zunächst die Portaltürme, das Kirchenschiff und die Querhäuser erneuert. Danach folgt der Kirchturm, zuletzt werden Apsis und Sakristei neu eingedeckt.
Das Gotteshaus hat ein neues Dach dringend nötig. Stürme der letzten Jahre haben der Konstruktion stark zugesetzt, teilweise sind Dachziegel auf den Kirchhof und die stark frequentierte Paul-Schneider-Straße und die Gallwitzallee gestürzt. Die Kupferbekrönungen, so hält es der Denkmalplaner in seinem Gutachten weiter fest, sind korrodiert, die darunterliegende Schalung ist durchfeuchtet. An der Dachkonstruktion fehlen Ziegel. Wo eine Dämmung vorhanden ist, ist sie durchfeuchtet und besteht aus krebserregenden Baustoffen. Kurz gesagt: hier musste etwas passieren, und zwar schnell.
Die Dreifaltigkeitskirche gilt mit ihrem imposanten hoch aufragenden Turm als Wahrzeichen und Zentrum von Lankwitz. Der Sakralbau wurde im Stil der märkischen Backsteingotik ab 1903 errichtet und 1906 geweiht. Der Detailreichtum der Fassade setzt sich nach oben hin fort; die Dachlandschaft ist durch eine Vielzahl an verschiedenen Konstruktionen unterschiedlicher Dach- und Turmformen, Material und Verzierungen geprägt. Der dominierende Vierungsturm mit seiner Zier verleiht der Dreifaltigkeitskirche ihr markantes Aussehen.
Die Gemeinde beheimatet in ihren Gebäuden unter anderem eine Pflegestation, die Haltestelle Diakonie für die Unterstützung psychisch oder an Demenz Erkrankter und ein Sozialcafé. In Zusammenarbeit mit der „Berliner Tafel“ gibt es wöchentlich eine Lebensmittelausgabe, die 140 Haushalte versorgt. Jährlich zum Totensonntag im November gibt es eine interreligiöse Gedenkfeier zur Erinnerung an Menschen, die einsam verstorben sind und behördlich bestattet wurden.
Spenden für die Sanierung der Kirche sind möglich auf das Konto
Dreifaltigkeitsgemeinde Lankwitz
IBAN: DE03 5206 0410 6803 9663 99
BIC: GENODEF1EK1
Spendenzweck: Kirchendach
Der Zuschuss der Deutschen Stiftung Denkmalschutz kommt aus Spendengeldern der Stiftung und aus Lottomitteln.