Auch in diesem Jahr wird an der "Säule der Gefangenen" an das Kriegsende gedacht. Foto: Foto: Alexander Krause)

Am Ort des ehemaligen KZ-Außenlagers Lichterfelde, an der „Säule der Gefangenen“, findet am Freitag, 8. Mai, um 10.30 eine Gedenkfeier statt. 70 Jahre nach Ende des 2. Weltkrieges soll in Anwesenheit ehemaliger Lagerinsassen, Zwangsarbeiter und Kriegsgefangener an das Unrecht und die Schrecken der nationalsozialistischen Diktatur und die Befreiung vom Nationalsozialismus erinnert werden. Es sprechen Uwe Neumärker, Direktor der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas, Rudolf Welskopf, dessen Vater in Lichterfelde inhaftiert war und dessen Mutter ihm bei der Flucht half, und ein Schüler der Louise-Schroeder-Schule. Außerdem werden Vertreter des politischen und gesellschaftlichen Lebens und der Botschaften der Opferländer erwartet. Das musikalische Programm bestreiten Schüler der Beethoven-Oberschule. Veranstalterin der Gedenkfeier ist die Initiative KZ-Außenlager Lichterfelde e.V (IKZ). Die Vereinsvorsitzende Annette Pohlke erklärt: „Seit mehr als zehn Jahren führen wir diese Veranstaltung durch. Wir finden es wichtig, nicht zu vergessen, was damals dort geschehen ist, wo wir heute leben, und die Erinnerung weiter zu geben. Wir laden die Einwohner von Steglitz-Zehlendorf und alle Interessierten ein, eine Stunde des Erinnerns am ehemaligen Ort des Schreckens zu verbringen. Es ist gut, dass dieses furchtbare Kapitel deutscher Geschichte vorbei ist, aber es darf nicht vergessen werden. Themen wie Zivilcourage und das Eintreten für Freiheit und Menschenrechte werden immer aktuell bleiben.“

(sn)