
LG Süd Mannschaft der U18 wird Berlin-Brandenburgischer Meister: v.l.n.r Moritz Gutschmidt, Tom Reinholz, Ole Specht. Foto: Karl-Heinz Flucke
Schon bei den Deutschen Crossmeisterschaften im März in Ohrdruf konnte sich die LG Süd Mannschaft über den Gewinn der Bronzemedaille freuen. Bei den am Wochenende in Hohenschönhausen ausgetragenen Berlin-Brandenburgischen Langstaffelmeisterschaften gewann die männliche Jugendmannschaft U18 mit Tom Reinholz, Ole Specht und Moritz Gutschmidt den Titel in der 3 x 1000 Meter Staffel in 8:42,50 Minuten.
Das auch der LG Süd Nachwuchs der jüngsten Staffel (weibliche Jugend U12) gut aufgestellt ist, bewies die 3 x 800 Meter Staffel mit Selina-Ailine Feldheim, Sophia Lempio und Viktoria Kamml. In einem Wimperschlag-Finale verpassten sie den Titel um eine Hundertstel Sekunde (8:34,00 Minuten) und verbesserten damit den sechs Jahre alten LG Süd Rekord um weitere zwei Sekunden.
Eine weitere Silbermedaille ging in der 3 x 800 Meter Staffel an die weibliche Jugend U16 mit Clara Eckey, Marie Geyer und Lya Lederer in 8:03,47 Minuten.
Mit Bronze wurde die Staffel über 3 x 800 Meter der männlichen Jugend U12 mit Marius Schulz, Julian Heintze und Joshua Kutsaka belohnt, die sich gegen 13 gestartete Mannschaften in 8:27,04 Minuten durchsetzte. Die II. LG Süd Mannschaft belegte Platz 9.
Ebenfalls Bronze nahmen die männlichen Jugendlichen in der 3 x 1.000 Meter Staffel der Altersklasse U16 mit nach Lichterfelde. Mit Anton Ziegele, Clemens Heerfarth und Leonid Schulz liefen sie 9:36,90 Minuten und kamen nur 3,84 Sekunden hinter der Siegermannschaft vom SV Preußen ins Ziel.
(khf)










Foto: Daniela von Treuenfels[/caption]
Das Erinnerungsprojekt „Sie wollten leben!“ macht 100 jüdische Menschen und ihre Lebensgeschichten auf Litfaßsäulen sichtbar. Einer der 25 Rundtürme steht in der Schloßstraße.
Die Litfaßsäulen sind so etwas wie die Überlebenden der Medienumbrüche. 1854, also vor 172 Jahren, stellte der Zeitungsverleger Ernst Litfaß die erste Säule auf, zehntausende folgten in den kommenden Jahrzehnten allein in Deutschland. Damals wie heute haben die zweieinhalb bis dreieinhalb Meter hohen Türme den Zweck, Informationen und Botschaften zu verbreiten. Und wie sich heute in den Timelines der digitalen Netzwerke der Zustand einer Gesellschaft ablesen lässt, präsentier(t)en auch die Litfaßsäulen den Geist ihrer Zeit.
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Foto: Daniela von Treuenfels[/caption]
1933 platzierten die Nationalsozialisten den Aufruf „Deutsche, verteidigt Euch gegen die jüdische Greuelpropaganda, kauft nur bei Deutschen!“ auf den runden Säulen. Die Aufforderung wurde von einer in weiten Teilen angepassten bis antisemitischen Bevölkerung antizipiert, welche die Vorbereitung eines bis dahin unvorstellbaren Massenmordes mehrheitlich teilnahmslos hinnahm. Einige Jahre später wurden die ersten Juden Berlin zwangsweise in Richtung der Arbeits- und Vernichtungslager verbracht.
Am 18. Oktober 1941 verließ der erste sogenannte „Osttransport“ den Bahnhof Grunewald. Unter dem Vorwand der Umsiedlung wurden 1.013 jüdische Frauen, Männer und Kinder in die von deutschen Truppen besetzte polnische Stadt Łódź, in das Ghetto Litzmannstadt, verschleppt.
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Foto: Daniela von Treuenfels[/caption]
Zuvor mussten sich diese Menschen mit ihrem Handgepäck bis zum 15. Oktober im Sammellager, in der Synagoge Levetzowstraße, einfinden. Rechtlos, ihrer sozialen Stellung und ihres Besitzes beraubt, aus der Gesellschaft ausgestoßen und zu Nummern degradiert, mussten die Jüngeren unter den Augen der Berliner Bevölkerung acht Kilometer durch die Innenstadt zum Güterbahnhof Grunewald laufen. Unter dem Vorwand der Umsiedlung wurden sie von der Gestapo in den Zug gepfercht und von der Deutschen Reichsbahn in Richtung Osten transportiert.
Aus Angst vor weiteren Deportationen nahmen sich danach etwa 1.600 jüdische Frauen, Männer und Kinder das Leben. Insgesamt wurden aus Berlin mindestens 55.000 Jüdinnen und Juden deportiert und ermordet.
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Foto: Daniela von Treuenfels[/caption]
Bis zum 16. November erinnern 25 großflächig gestaltete Litfaßsäulen in allen Berliner Bezirken an den Beginn der Deportationen jüdischer Menschen vor 85 Jahren. Das Projekt soll den Opfern der nationalsozialistischen Verfolgung und Vernichtung ein Gesicht geben und macht ihre persönlichen Geschichten mit Biografieauszügen und Fotografien im Berliner Stadtraum sichtbar.
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Foto: Daniela von Treuenfels[/caption]
Eine der so gestalteten Säulen steht in der Hubertusstraße, Ecke Schloßstraße. Neben den allgemeinen Informationen zum Projekt und dem Gedenktag zeigen die Plakate die Schicksale dreier Personen. Der Jurist Heinrich Veit Simon, Vorstand der Hochschule für die Wissenschaft des Judentums, wurde 1942 im Verhör von der Gestapo erschlagen. Drei der sechs Kinder wurden nach Theresienstadt deportiert, eine Tochter überlebte. An Simon erinnert ein
Foto: Daniela von Treuenfels[/caption]
Lucie Charlotte Hulda Gerson (
Foto: Daniela von Treuenfels[/caption]
Bianka Löwenherz (