Die Fitnessgeräte wurden ohne Genehmigung aufgestellt. Jetzt sollen sie weg. Foto: Gogol

Sich im Alter fit halten – das kann man seit einiger Zeit auf dem Seniorenspielplatz auf der Domäne Dahlem. Gegenüber der Remise laden fünf Sportgeräte aus gebürstetem Stahl und rotem Plastik zur sportlichen Betätigung ein – doch ohne Genehmigung, wie Bezirksstadtrat Norbert Schmidt (CDU) den Bezirksverordneten auf deren jüngster Sitzung am Mittwochabend mitteilte. Aufmerksam darauf geworden war Schmidt erst durch eine Kleine Anfrage des Bezirksverordneten Michael Mc Laughlin (CDU).

Da die Domäne unter Denkmalschutz steht, hätte die Stiftung Domäne Dahlem – Landgut und Museum vor der Aufstellung der Spielgeräte eine Genehmigung der Unteren Denkmalschutzbehörde einholen müssen. Die „kann und wird nicht nachträglich erteilt“, stellte Schmidt klar. Der Spielplatz beeinträchtige den Denkmalcharakter. Das Bezirksamt habe die Stiftung aufgefordert, die Fitnessgeräte zu entfernen. Bis 5. Juni hat sie Zeit, sich dazu zu äußern. Zudem muss die Stiftung mit einem Ordnungswidrigkeitenverfahren rechnen, stellte der Stadtrat in Aussicht, ebenso mit einer Geldbuße von bis zu 500.000 Euro.

Es müsse eine Diskussion um die Gestaltung der Domäne geführt werden, so Schmidt weiter, der auf ein weiteres Projekt der Stiftung verwies. Diese habe der CDU ihre Pläne für die Remise vorgestellt, für die allerdings noch kein Bauantrag gestellt wurde. Die Remise soll verglast und als Restaurant ganzjährig genutzt werden. So könnten dort Familien-, Weihnachts- und andere Familienfeste gefeiert werden. Doch das ginge ihm ebenso wie der Partei zu weit. Er lehne solche Art von „Remmi Demmi“ ab, erklärte der Bezirksstadtrat. Er könne den Wunsch nach Veränderung verstehen, so Schmidt weiter, doch diese müsste dem Charakter des Landgutes entsprechen. „Vorsicht, wenn der Zeitgeist an die Tür klopft“, warnte Schmidt und erinnerte an die Fehler der Vergangenheit, als etwa auf einem Teil der Domäne eine Sporthalle errichtet wurde. Diese sollten nicht wiederholt werden.

Die Stiftung war bisher für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.