Ist die Eisbahn Lankwitz in Gefahr? Muss der Betrieb der Anlage möglicherweise eingeschränkt werden, weil nebenan ein neues Wohnquartier entsteht? Der Vorsitzende der Piratenfraktion Eric Lüders macht sich Sorgen. Sorgen, mit denen er sich in einer Kleinen Anfrage an den Bezirksstadtrat Norbert Schmidt (CDU) wandte. Anlass dafür war eine Diskussion im Umweltausschuss, in der das Umweltamt Bedenken wegen einer hohen Lärmbelastung für das neue Wohngebiet geäußert hatte.

Schmidt jedoch versicherte am Mittwoch, dass es für die Sorgen keinen Grund gebe. Es habe ein Lärmgutachten für die „Leonorengärten“ gegeben, das zwar besagt, dass es zu Überschreitung des zulässigen Lärmpegels kommen könnte, doch nur in den Randzeiten, also nach 20 Uhr und in der sonntäglichen Mittagszeit, wenn geringere Richtwerte gelten. Da die Eisbahn Lankwitz allerdings normalerweise um 18 Uhr schließt, gibt es nur eine Zeit, in der es zu Störungen für die neuen Nachbarn kommen könnte: sonnabends, wenn die Eisdisco stattfindet. Die endet um 21.30 Uhr. Für den Fall von Beschwerden könnte die Musik dann heruntergeregelt werden, so Schmidt. Allerdings gehe ein neues Gutachten davon aus, dass es zu keiner Überschreitung der zulässigen Richtwerte kommen werde.

Zudem werde alles getan, um den Lärmschutz zu gewährleisten, versicherte der Baustadtrat. So gebe es einen Vertrag zwischen Investor und Bezirksamt, der unter anderem Schallschutzwände an der Grenze zwischen den „Leonorengärten“ und der Eisbahn vorsieht, zudem wird die Eishalle durch ein neues Dach und weitere Maßnahmen abgeschirmt. Weitere Schutzmaßnahmen würden derzeit vom Investor geprüft. Wenn dies nicht ausreichen sollte, werde nachgesteuert, so Schmidt. Deshalb gehe er auch nicht davon aus, dass es zu irgendwelchen Einschränkungen des Sportbetriebes kommen wird. „Es ist verfrüht, die Dinge schwarz an die Wand zu malen“, betonte Schmidt.

Dass man in der Nähe der Eisbahn Wohnungsbau genehmigt habe, sei zulässig, weil das Areal planungsrechtlich als allgemeines Wohngebiet gilt.

(go)