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7. Mai 2026
Die Kinoreihe "Lichterfilme" präsentiert ab Mai 2026 regelmäßig filmische Schätze aus dem Filmarchiv des Bundesarchivs. Gezeigt werden neu restaurierte Werke, Stummfilme mit Live-Musik, aktuelle Dokumentarfilme unter Einbeziehung von Archivmaterial sowie besondere Raritäten der Filmgeschichte. Historische Einführungen, wissenschaftliche Vorträge und Gespräche mit Filmschaffenden sowie Expertinnen und Experten des Bundesarchivs begleiten die Vorführungen und eröffnen vertiefende Perspektiven.
Zum Auftakt der Reihe ist zu sehen: Morgen beginnt das Leben (DR 1933, R: Werner Hochbaum, 77 Min.)
"Morgen beginnt das Leben" steht zwischen den Welten, nämlich zwischen Stumm- und Tonfilm sowie der Vergangenheit und Zukunft des Leinwandpaars. Ein Musiker wird nach fünf Jahren Haft entlassen und hofft, seine Frau wiederzusehen. Unglückliche Umstände zögern das Zueinanderfinden jedoch immer weiter hinaus. Gemeinsam, aber getrennt, irren die beiden durch Berlin sowie durch ihre tragische Vergangenheit auf der Suche nacheinander und einem besseren Morgen.
Gedreht im April 1933, kurz nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten, und uraufgeführt im August 1933, scheint der Film ein letzter Versuch zu sein, die Kunst des Stummfilms und die Versprechungen der Weimarer Avantgarde auf die Leinwand zu bringen. Die Kamera swingt leise auf der Tanzfläche mit oder folgt hektisch den vorbeirasenden Zügen, kunstvolle Montagen führen die Zusehenden auf falsche Fährten. Bei den spärlich eingesetzten Dialogen und Toneffekten gewinnt jedes Wort und jeder Ton umso mehr an Bedeutung.
Das Bundesarchiv restaurierte den Film 2025 digital. Nach der Weltpremiere der restaurieren Fassung im New Yorker MoMA im Januar 2026 nun zum ersten Mal in Berlin.
Im Anschluss: Gespräch mit Dirk Förstner, Leiter der Filmrestaurierung des Bundesarchivs
Der Eintritt zu allen Veranstaltungen der Filmreihe ist kostenlos!
Vor jedem Termin der Reihe findet um 16:45 Uhr eine etwa einstündige Führung durch das Bundesarchiv statt, inklusive Blick in einen Magazinraum und die Filmdigitalisierungs-Werkstatt.
Treffpunkt ist im Foyer des Benutzungszentrums am Info-Tresen. Anmeldung nicht erforderlich.












Foto: Haus der Jugend Zehlendorf[/caption]
Jugendliche zwischen 15 und 27 Jahren können vom 19. Bis 23. Oktober an einer Fahrt nach Krakau und zu den Gedenkstätten Auschwitz und Birkenau teilnehmen. Interessierte können sich bis zum 22. Juni anmelden.
In einem gemeinsamen Projekt wollen vier Steglitz-Zehlendorfer Jugendeinrichtungen ein „starkes Zeichen für die Stärkung der Erinnerungskultur und die Förderung der Gedenkstättenpädagogik“ setzen. Vom 19. Oktober bis 23. Oktober findet eine Bildungsfahrt nach Krakau statt, bei der die Teilnehmenden die historischen Gedenkstätten Auschwitz und Birkenau besuchen sowie eine Stadtführung in Krakau erleben werden.
Zielgruppe sind Jugendliche im Alter von 15 bis 27 Jahren, die durch diese Reise nicht nur wertvolles Wissen über die Geschichte des Holocaust erlangen, sondern auch die Möglichkeit erhalten, sich aktiv mit den Themen Erinnerung, Verantwortung und Zivilcourage auseinanderzusetzen.
Geplant sind zwei Exkursionen mit fachkundigen Führungen in das Auschwitz Stammlager sowie Auschwitz-Birkenau mit der Chance auf tiefe Einblicke in die Geschichte und die Auswirkungen des Holocaust. In Krakau steht eine Stadtführung auf dem Programm, bei der die Teilnehmenden mehr über die kulturellen und historischen Hintergründe der Stadt und die jüdische Community erfahren.
Wichtig: die Anmeldefrist endet am 22. Juni. Alle Infos: