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27. November 2025
Das Bundesarchiv bietet am 27.11.2025 um 16:45 Uhr eine öffentliche Führung durch seine Dienststelle in der Finckensteinallee in Berlin-Lichterfelde an. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Als obere Bundesbehörde im Geschäftsbereich der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien (BKM) sichert das Bundesarchiv an insgesamt 23 Standorten im ganzen Bundesgebiet die Zeugnisse der neueren und neuesten Geschichte auf Dauer als Archivgut des Bundes. Als moderne Dienstleistungseinrichtung ermöglicht das Bundesarchiv außerdem die öffentliche Nutzung des Archivguts und leistet damit einen wichtigen Beitrag, um aus den Quellen der Vergangenheit Schlüsse für die Zukunft zu ziehen.
Das Gelände des Bundesarchivs in Lichterfelde hat eine wechselvolle Geschichte erlebt. 1873 wurde dort der Grundstein für den Bau der Preußischen Hauptkadettenanstalt gelegt, die 1920 aufgrund der Bestimmungen des Versailler Vertrags in eine zivile Nutzung als Gymnasium überführt wurde. 1933 bezog die Leibstandarte Adolf Hitler hier Quartier und erschoss während des sog. Röhm-Putsches mehrere Regimegegner und SA-Angehörige. 1945 wurde die Kaserne durch sowjetische Truppen erobert und den Amerikanern übergeben, die hier unter dem Namen „Andrews Barracks“ erneut einen militärischen Standort betrieben. Nach der Wiedervereinigung und dem Abzug der Amerikaner übernahm das Bundesarchiv am 27.9.1994 die Liegenschaft.
Heute liegen hier vor allem die zivilen zentralen staatlichen Unterlagen sowohl aus der Zeit des Deutschen Reiches (bis 1945) als auch der DDR (mit Ausnahme der Stasi- und der NVA-Unterlagen). Die Abteilungen Audiovisuelle Medien (früher: Filmarchiv), Deutsches Reich und DDR/Stiftung Archiv der Parteien und Massenorganisationen der DDR im Bundesarchiv (SAPMO) haben in Lichterfelde ihren Hauptsitz. Die Liegenschaft verfügt mit dem 2021 in Betrieb genommenen Benutzungszentrum über moderne Lesesäle mit 112 Arbeitsplätzen für die Benutzung von Akten, Karten, Bildern, Plakaten, Filmen und Tonaufzeichnungen in analoger und digitaler Form.
Im Anschluss an die etwa einstündige Führung sind alle Gäste herzlich eingeladen, um 18 Uhr an der Vortragsveranstaltung der SAPMO unter dem Titel „Kämpferinnen für Gleichberechtigung? Die betrieblichen Frauenkommissionen in der DDR“ teilzunehmen. Dr. Christian Rau vom Institut für Zeitgeschichte München / Berlin zeichnet die wechselvolle Geschichte der betrieblichen Frauenkommissionen in der DDR und in der Wendezeit nach.












Foto: Haus der Jugend Zehlendorf[/caption]
Jugendliche zwischen 15 und 27 Jahren können vom 19. Bis 23. Oktober an einer Fahrt nach Krakau und zu den Gedenkstätten Auschwitz und Birkenau teilnehmen. Interessierte können sich bis zum 22. Juni anmelden.
In einem gemeinsamen Projekt wollen vier Steglitz-Zehlendorfer Jugendeinrichtungen ein „starkes Zeichen für die Stärkung der Erinnerungskultur und die Förderung der Gedenkstättenpädagogik“ setzen. Vom 19. Oktober bis 23. Oktober findet eine Bildungsfahrt nach Krakau statt, bei der die Teilnehmenden die historischen Gedenkstätten Auschwitz und Birkenau besuchen sowie eine Stadtführung in Krakau erleben werden.
Zielgruppe sind Jugendliche im Alter von 15 bis 27 Jahren, die durch diese Reise nicht nur wertvolles Wissen über die Geschichte des Holocaust erlangen, sondern auch die Möglichkeit erhalten, sich aktiv mit den Themen Erinnerung, Verantwortung und Zivilcourage auseinanderzusetzen.
Geplant sind zwei Exkursionen mit fachkundigen Führungen in das Auschwitz Stammlager sowie Auschwitz-Birkenau mit der Chance auf tiefe Einblicke in die Geschichte und die Auswirkungen des Holocaust. In Krakau steht eine Stadtführung auf dem Programm, bei der die Teilnehmenden mehr über die kulturellen und historischen Hintergründe der Stadt und die jüdische Community erfahren.
Wichtig: die Anmeldefrist endet am 22. Juni. Alle Infos: