In der Auseinandersetzung um die Fassade des Bauprojektes Fünf Morgen an der Truman-Plaza scheint eine Lösung in Sicht. Da auch den Investoren die von den Architekten ausgewählte Fassadenfarbe zu „gräulich“ sei, werde die Stofanel Investment AG nun prüfen, wie die Fassade auf eigene Kosten und in den von der Bezirkspolitik gewünschten Farben Sandstein beziehungsweise Hellbeige umgestaltet werden kann. Das ist das Ergebnis eines Treffens des Investors mit Mitarbeitern der Verwaltung und Bezirkspolitikern am Freitag. „Wir werden eine Lösung finden und das bedeutet: eine neue, warme Fassadenfarbe“, verspricht Art Director Giovanna Stefanel-Stoffel, die das Unternehmen gemeinsam mit ihrem Mann gegründet hat. Erste Vorschläge dazu seien bereits ausgearbeitet worden, nun werden technische Details für die Umsetzung geprüft.
Die Fassadenfarbe hatte bei den Steglitz-Zehlendorfer Bezirkspolitikern für Verärgerung gesorgt, man fühlte sich vom Investor getäuscht. Die CDU-Fraktion hatte sogar in einem Antrag einen Baustopp und die Aussetzung des Genehmigungsverfahrens verlangt, weil der Investor die „genährten Erwartungen zur Gestaltung des Baugrundstückes nicht nur nicht gehalten, sondern diese in ihr Gegenteil verkehrt und dadurch ein desaströses Bebauungsergebnis hervorgerufen“ habe. „Die derzeitige Diskussion um die Gestaltung der Fassade zur Clayallee wird den Wohnungsbau weder verhindern noch verzögern“, beruhigt indes Ludwig Maximilian Stoffel, Vorstand der Stofanel AG.
Mittlerweile sind im Fünf Morgen Dahlem Urban Village die ersten Geschäfte eingezogen, darunter auch die erste deutsche Filiale von Madonnas Fitness-Club Hard Candy. Weitere Geschäfte sollen in den nächsten Tagen folgen. Auch die vermieteten Arztpraxen sollen in den nächsten Wochen eröffnen können, derzeit laufen die Abnahmen. Dort hatte es Verzögerungen gegeben, weil Brandschutzgutachten nicht rechtzeitig vorlagen. Bis Jahresende soll der Gewerbeteil vollständig in Betrieb sein, im Moment liegt der Vermietungsstand laut Stofanel bei 93 Prozent. Nun konzentriert sich der Investor auf die Entwicklung des Wohnbereichs.
Auch wenn noch nicht fertiggestellt hat das Projekt bereits einen Preis gewonnen: den „International Poperty Award Europe“ als „Bestes Immobilienprojekt Deutschlands“ in der Kategorie Mixed-Use.
(sn)











Foto: Daniela von Treuenfels[/caption]
Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz unterstützt mit 50.000 Euro die Sanierung der Dachkonstruktion und Dachhaut im westlichen Querschiff der Dreifaltigkeitskirche in Lankwitz. Die Gemeinde ist weiter auf Spenden angewiesen.
Denn insgesamt sollen nach den Berechnungen des beauftragten Planungsbüros die Arbeiten rund zwei Millionen Euro kosten, davon muss die Gemeinde 150.000 Euro selbst tragen. In drei Bauabschnitten werden zunächst die Portaltürme, das Kirchenschiff und die Querhäuser erneuert. Danach folgt der Kirchturm, zuletzt werden Apsis und Sakristei neu eingedeckt.
Das Gotteshaus hat ein neues Dach dringend nötig. Stürme der letzten Jahre haben der Konstruktion stark zugesetzt, teilweise sind Dachziegel auf den Kirchhof und die stark frequentierte Paul-Schneider-Straße und die Gallwitzallee gestürzt. Die Kupferbekrönungen, so hält es der Denkmalplaner in seinem Gutachten weiter fest, sind korrodiert, die darunterliegende Schalung ist durchfeuchtet. An der Dachkonstruktion fehlen Ziegel. Wo eine Dämmung vorhanden ist, ist sie durchfeuchtet und besteht aus krebserregenden Baustoffen. Kurz gesagt: hier musste etwas passieren, und zwar schnell.
Die Dreifaltigkeitskirche gilt mit ihrem imposanten hoch aufragenden Turm als Wahrzeichen und Zentrum von Lankwitz. Der Sakralbau wurde im Stil der märkischen Backsteingotik ab 1903 errichtet und 1906 geweiht. Der Detailreichtum der Fassade setzt sich nach oben hin fort; die Dachlandschaft ist durch eine Vielzahl an verschiedenen Konstruktionen unterschiedlicher Dach- und Turmformen, Material und Verzierungen geprägt. Der dominierende Vierungsturm mit seiner Zier verleiht der Dreifaltigkeitskirche ihr markantes Aussehen.
Die Gemeinde beheimatet in ihren Gebäuden unter anderem eine Pflegestation, die Haltestelle Diakonie für die Unterstützung psychisch oder an Demenz Erkrankter und ein Sozialcafé. In Zusammenarbeit mit der „Berliner Tafel“ gibt es wöchentlich eine Lebensmittelausgabe, die 140 Haushalte versorgt. Jährlich zum Totensonntag im November gibt es eine interreligiöse Gedenkfeier zur Erinnerung an Menschen, die einsam verstorben sind und behördlich bestattet wurden.
Spenden für die Sanierung der Kirche sind möglich auf das Konto
Dreifaltigkeitsgemeinde Lankwitz
IBAN: DE03 5206 0410 6803 9663 99
BIC: GENODEF1EK1
Spendenzweck: Kirchendach
Der Zuschuss der Deutschen Stiftung Denkmalschutz kommt aus Spendengeldern der Stiftung und aus Lottomitteln.
Reden ist Silber, handeln ist Gold! Was geschehen ist, ist geschehen. Da hätte man aber sofort eingreifen müssen…