Steglitz bekommt eine neue Grundschule. Im Gebäude Drakestraße 80 soll die 33. Grundschule eingerichtet werden. Dort ist derzeit noch die Paul-Braune-Schule untergebracht. Mit dieser Entscheidung reagiert das Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf auf die seit Jahren steigenden Schülerzahlen im Schweizer Viertel.
Die Clemens-Brentano-Schule kann die Schülerzahlen nicht mehr bewältigen, auch die Änderung des Einschulbereichs brachte wenig Entlastung. Die Beschulung an der Paul-Braune-Förderschule hingegen läuft bis zu den Sommerferien 2014 aus. Grund dafür ist die geänderte Schulpolitik. Durch die Bestrebungen in Berlin, den Unterricht inklusiv und integrativ zu gestalten, sanken die Schülerzahlen an der Schule. Ihr Wissen um die inklusive Gestaltung von Unterricht bringen einige der Lehrer im neugegründeten Beratungs- und Unterstützungszentrumm (BUZ) ein, das zukünftig mit Schulpsychologischen Dienst an der Dessauer Straße untergebracht wird. Somit ist das Gebäude frei, um als neue Grundschule genutzt zu werden.
Allerdings ist der Zustand des Hauses aller andere als in Ordnung. „Die Attraktivität dieses Standortes hat sich über die Jahre nicht verbessert. Es wurden nur unbedingt notwendige Instandsetzungen veranlasst, weil dieser Standort als Kompensationsgeschäft für die Entwicklung des Osteweges (Kopernikusschule) verkauft werden sollte“, heißt es in der Vorlage des Bezirksamtes, dem der Schulausschuss geschlossen seine Zustimmung gab. Und so gibt es an dem Standort einiges zu tun. Er muss energetisch ertüchtigt, baufachlich auf den aktuellen Stand der Technik gebracht und mit einem neuen Anstrich versehen werden. „Die auf dem Grundstück befindlichen acht Mobilen Unterrichtsräume (MUR) sind in einem baulich schlechten Zustand, haben keinen zweiten baulichen Rettungsweg und sind für die Nutzung als Grundschulklassenräume zu klein“, heißt es in der Vorlage.
Zur Finanzierung wurden Mittel aus dem Schul- und Schulsportanlagensanierungsprogramm des Landes Berlin dafür bereit gestellt, die Schule soll in in die Investitionsplanung des Bezirks aufgenommen werden, zudem hat das Bezirksamt bei der Senatsverwaltung einen Antrag zur Aufnahme in das Programm zur Schaffung von zusätzlichem Schulraum gestellt.
Der erste Bauabschnitt soll bis November dieses Jahres fertig sein. Bereits zu Schuljahresbeginn 2014/15 soll der hintere Zugang zur Sporthalle zum Haupteingang umgebaut werden, weil dieser dem Schweizer Viertel zugewandt ist. So soll die Akzeptanz erhöht werden.
Die Schule wird mit zwei 1. Klassen starten und dann zu einer Zweizügigkeit aufwachsen. Bis die 33. Grundschule eine eigene Leitung hat, wird sie in Personalunion von der Schulleiterin der Käthe-Kruse-Grundschule geführt.
Am Mittwoch, 9. April, wird die Bezirksverordnetenversammlung Steglitz-Zehlendorf über die Vorlage entscheiden.
(sn)











Foto: Daniela von Treuenfels[/caption]
Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz unterstützt mit 50.000 Euro die Sanierung der Dachkonstruktion und Dachhaut im westlichen Querschiff der Dreifaltigkeitskirche in Lankwitz. Die Gemeinde ist weiter auf Spenden angewiesen.
Denn insgesamt sollen nach den Berechnungen des beauftragten Planungsbüros die Arbeiten rund zwei Millionen Euro kosten, davon muss die Gemeinde 150.000 Euro selbst tragen. In drei Bauabschnitten werden zunächst die Portaltürme, das Kirchenschiff und die Querhäuser erneuert. Danach folgt der Kirchturm, zuletzt werden Apsis und Sakristei neu eingedeckt.
Das Gotteshaus hat ein neues Dach dringend nötig. Stürme der letzten Jahre haben der Konstruktion stark zugesetzt, teilweise sind Dachziegel auf den Kirchhof und die stark frequentierte Paul-Schneider-Straße und die Gallwitzallee gestürzt. Die Kupferbekrönungen, so hält es der Denkmalplaner in seinem Gutachten weiter fest, sind korrodiert, die darunterliegende Schalung ist durchfeuchtet. An der Dachkonstruktion fehlen Ziegel. Wo eine Dämmung vorhanden ist, ist sie durchfeuchtet und besteht aus krebserregenden Baustoffen. Kurz gesagt: hier musste etwas passieren, und zwar schnell.
Die Dreifaltigkeitskirche gilt mit ihrem imposanten hoch aufragenden Turm als Wahrzeichen und Zentrum von Lankwitz. Der Sakralbau wurde im Stil der märkischen Backsteingotik ab 1903 errichtet und 1906 geweiht. Der Detailreichtum der Fassade setzt sich nach oben hin fort; die Dachlandschaft ist durch eine Vielzahl an verschiedenen Konstruktionen unterschiedlicher Dach- und Turmformen, Material und Verzierungen geprägt. Der dominierende Vierungsturm mit seiner Zier verleiht der Dreifaltigkeitskirche ihr markantes Aussehen.
Die Gemeinde beheimatet in ihren Gebäuden unter anderem eine Pflegestation, die Haltestelle Diakonie für die Unterstützung psychisch oder an Demenz Erkrankter und ein Sozialcafé. In Zusammenarbeit mit der „Berliner Tafel“ gibt es wöchentlich eine Lebensmittelausgabe, die 140 Haushalte versorgt. Jährlich zum Totensonntag im November gibt es eine interreligiöse Gedenkfeier zur Erinnerung an Menschen, die einsam verstorben sind und behördlich bestattet wurden.
Spenden für die Sanierung der Kirche sind möglich auf das Konto
Dreifaltigkeitsgemeinde Lankwitz
IBAN: DE03 5206 0410 6803 9663 99
BIC: GENODEF1EK1
Spendenzweck: Kirchendach
Der Zuschuss der Deutschen Stiftung Denkmalschutz kommt aus Spendengeldern der Stiftung und aus Lottomitteln.