Das Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf schafft Tatsachen. Es hat beschlossen, einen Bebauungsplan für das Grundstück Fabeckstraße 62 aufzustellen, „um die planungsrechtlichen Grundlagen für die Ansiedlung eines Technologie- und Gründerzentrums mit 60 bis 85 Unternehmen und durchschnittlich je 7 bis 8 Mitarbeitern zu schaffen“.

Unterstützung gibt es dazu von den Bezirksverordneten, die einen Antrag mit dem Titel „TGZ jetzt“ verabschiedeten, in dem das Bezirksamt gebeten wird, Gespräche mit den im Abgeordnetenhaus vertretenen Fraktionen zu führen, um im neuen Haushalt Mittel für das Technologie- und Gründungszentrum bereit zu stellen.

Das Gelände des ehemaligen US-amerikanischen Militärkrankenhauses, auf dem das Zentrum entstehen soll,  ist in Landesbesitz. Finanzsenator Ulrich Nussbaum würde das Gelände gern veräußern, um so neun Millionen Euro in die Landeskasse zu spülen. Steglitz-Zehlendorfs Bezirksbürgermeister Norbert Kopp (CDU) hingegen betont, dass die Ansiedlung eines einen TGZ  viel höhere Einnahmen für das Land bedeuten würden als der einmalige Verkauf. Zum einem würde das Grundstück weiter im Besitz des Landes bleiben, zum anderen würden sich dort Firmen ansiedeln, die Steuern zahlen und Arbeitsplätze schaffen.

Unterstützung für ein Gründerzentrum gibt es auf  Senatsseite von Wirtschaftssenatorin Cornelia Yzer (CDU). Auch der CDU-Landesvorstand hat sich zu den Plänen bekannt. Weitere Unterstützung gibt es unter anderem von der Freien Universität, dem Max-Planck-Institut und die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung.

(go)