Wo gibt es schöne Spielplätze? Wo kann ich Fußball spielen? Wo kann ich andere Jugendliche kennen lernen? Gibt es Treffpunkte, wo Mädchen unter sich sein können? – Diese und viele weitere Fragen beantwortet der „Kiezentdecker“, ein Kiezführer, den 120 Kinder und Jugendliche aus dem Bezirk erstellt haben.
14 Monate lang haben die Acht- bis 18-Jährigen den Bezirk erkundet und sich in Workshops der DRK Berlin Süd-West Soziale Arbeit, Beratung und Bildung gGmbH überlegt, welche Orte für andere Kinder und Jugendliche im Bezirk interessant sein könnten. Diese Orte haben die Projektteilnehmer dann besucht und bewertet. Herausgekommen sind acht Routen mit verschiedenen Schwerpunkten.
Eine Route beispielsweise heißt „Mädchenland“. Erarbeitet wurde diese von 19 Mädchen, die sich darüber Gedanken machten, an welchen Orten im Bezirk sie sich wohl fühlen und welche sie eher meiden. Dabei entdeckten sie, dass einige von ihnen gerne Fußball spielen, aber nur wenn keine Jungs dabei sind. Andere interessierten sich für Selbstbehauptungskurse. Auch das Gespräch mit älteren Frauen im Bezirk wurde gesucht, die von ihrer Kindheit berichteten und wie sich das Leben für Frauen in den zurückliegenden Jahrzehnten verändert hat. Doch das reichte den Mädchen noch nicht, sie gingen noch weiter in die Geschichte zurück und entdeckten dabei, dass die Domäne Dahlem Einblicke in das Leben von Frauen im Mittelalter bietet. Und so kam die Domäne mit auf die Route, ebenso wie die Pfaueninsel, das Thalia Kino Steglitz, der Mädchenclub fiktiv und Hertha 03 Zehlendorf.
Die Route „Flucht und Flüchtlinge“ informiert über die Situation von Flüchtlingen und führt unter anderem zum DRK-Suchdienst, der Erstaufnahmestelle für unbegleitete jugendliche Flüchtlinge, dem Behandlungszentrum für Folteropfer und zum Flüchtlingsrat. Zu diesem Thema recherchierten ausschließlich Schüler der Fichtenberg-Oberschule. Einige Jugendliche aus der Gruppe fanden das Thema so spannend, dass sie sich auch weiterhin damit beschäftigen und für die Verbesserung der Lebensbedingungen von Flüchtlingen einsetzen wollen.
Die „Lieblingstour“ wurde von 24 Jugendlichen erstellt, die in den vergangenen zwei Jahren aus vielen verschiedenen Ländern nach Deutschland eingewandert sind. Sie stellen ihre Lieblingsplätze im Bezirk vor, darunter die Boulderworx Kletterhalle, die Ingeborg-Drewitz-Bibliothek, die Eisbahn Lankwitz aber auch den Bodrum Imbiss.
Den Abschluss findet das Projekt am Freitag, 18. Oktober, um 16 Uhr auf dem Hermann-Ehlers-Platz, um 16.30 Uhr startet dann ein Rundgang zu einigen Stationen aus dem „Kiezentdecker“.
Den gibt es als Broschüre aber auch online unter www.welcome-to-steglitz-zehlendorf.de.
(go)













Foto: Haus der Jugend Zehlendorf[/caption]
Jugendliche zwischen 15 und 27 Jahren können vom 19. Bis 23. Oktober an einer Fahrt nach Krakau und zu den Gedenkstätten Auschwitz und Birkenau teilnehmen. Interessierte können sich bis zum 22. Juni anmelden.
In einem gemeinsamen Projekt wollen vier Steglitz-Zehlendorfer Jugendeinrichtungen ein „starkes Zeichen für die Stärkung der Erinnerungskultur und die Förderung der Gedenkstättenpädagogik“ setzen. Vom 19. Oktober bis 23. Oktober findet eine Bildungsfahrt nach Krakau statt, bei der die Teilnehmenden die historischen Gedenkstätten Auschwitz und Birkenau besuchen sowie eine Stadtführung in Krakau erleben werden.
Zielgruppe sind Jugendliche im Alter von 15 bis 27 Jahren, die durch diese Reise nicht nur wertvolles Wissen über die Geschichte des Holocaust erlangen, sondern auch die Möglichkeit erhalten, sich aktiv mit den Themen Erinnerung, Verantwortung und Zivilcourage auseinanderzusetzen.
Geplant sind zwei Exkursionen mit fachkundigen Führungen in das Auschwitz Stammlager sowie Auschwitz-Birkenau mit der Chance auf tiefe Einblicke in die Geschichte und die Auswirkungen des Holocaust. In Krakau steht eine Stadtführung auf dem Programm, bei der die Teilnehmenden mehr über die kulturellen und historischen Hintergründe der Stadt und die jüdische Community erfahren.
Wichtig: die Anmeldefrist endet am 22. Juni. Alle Infos: