Zurück auf Anfang: Der Verkauf des Steglitzer Kreisels an die CG Gruppe ist gescheitert. Wie die Sprecherin des Liegenschaftsfonds am Mittwoch auf Nachfrage mitteilte, wurden die Verhandlungen ergebnislos beendet. Zu den Gründen wollte sie sich nicht äußern.
Die CG Gruppe wollte den einstigen Büro- zu einem Wohnturm umbauen, hatte die Pläne auch dem bezirklichen Stadtplanungsausschuss vorgestellt, wo diese wohlwollend aufgenommen worden waren. Trotz mehrmaliger Anfrage äußerte sich die CG-Gruppe SN gegenüber nicht zu den gescheiterten Verhandlungen.
Auf seiner Homepage hat der Liegenschaftsfonds das 34-geschossige Hochhaus nun wieder zum Verkauf ausgeschrieben. „Das Land Berlin hat kein bestimmtes unmittelbares eigenes Interesse an dem künftigen Ausbau und der Nutzung“, heißt es in einer Pressemitteilung des Liegenschaftsfonds. Durch den Verkauf soll dem „Verbleib einer Bauruine oder dauerhaftem Leerstand vorgebeugt“ werden.
Jeder kann sich nun für das 118 Meter hohe, entkernte Gebäude bewerben. Die Nutzungsmöglichkeiten sind vierfältig: Wohnen, Büro und Verwaltung, Restaurants, Einzelhandel, Hotel …
Interessierte können ihr Angebot bis zum 24. November beim Liegenschaftsfonds abgeben.
(go)











Foto: Daniela von Treuenfels[/caption]
Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz unterstützt mit 50.000 Euro die Sanierung der Dachkonstruktion und Dachhaut im westlichen Querschiff der Dreifaltigkeitskirche in Lankwitz. Die Gemeinde ist weiter auf Spenden angewiesen.
Denn insgesamt sollen nach den Berechnungen des beauftragten Planungsbüros die Arbeiten rund zwei Millionen Euro kosten, davon muss die Gemeinde 150.000 Euro selbst tragen. In drei Bauabschnitten werden zunächst die Portaltürme, das Kirchenschiff und die Querhäuser erneuert. Danach folgt der Kirchturm, zuletzt werden Apsis und Sakristei neu eingedeckt.
Das Gotteshaus hat ein neues Dach dringend nötig. Stürme der letzten Jahre haben der Konstruktion stark zugesetzt, teilweise sind Dachziegel auf den Kirchhof und die stark frequentierte Paul-Schneider-Straße und die Gallwitzallee gestürzt. Die Kupferbekrönungen, so hält es der Denkmalplaner in seinem Gutachten weiter fest, sind korrodiert, die darunterliegende Schalung ist durchfeuchtet. An der Dachkonstruktion fehlen Ziegel. Wo eine Dämmung vorhanden ist, ist sie durchfeuchtet und besteht aus krebserregenden Baustoffen. Kurz gesagt: hier musste etwas passieren, und zwar schnell.
Die Dreifaltigkeitskirche gilt mit ihrem imposanten hoch aufragenden Turm als Wahrzeichen und Zentrum von Lankwitz. Der Sakralbau wurde im Stil der märkischen Backsteingotik ab 1903 errichtet und 1906 geweiht. Der Detailreichtum der Fassade setzt sich nach oben hin fort; die Dachlandschaft ist durch eine Vielzahl an verschiedenen Konstruktionen unterschiedlicher Dach- und Turmformen, Material und Verzierungen geprägt. Der dominierende Vierungsturm mit seiner Zier verleiht der Dreifaltigkeitskirche ihr markantes Aussehen.
Die Gemeinde beheimatet in ihren Gebäuden unter anderem eine Pflegestation, die Haltestelle Diakonie für die Unterstützung psychisch oder an Demenz Erkrankter und ein Sozialcafé. In Zusammenarbeit mit der „Berliner Tafel“ gibt es wöchentlich eine Lebensmittelausgabe, die 140 Haushalte versorgt. Jährlich zum Totensonntag im November gibt es eine interreligiöse Gedenkfeier zur Erinnerung an Menschen, die einsam verstorben sind und behördlich bestattet wurden.
Spenden für die Sanierung der Kirche sind möglich auf das Konto
Dreifaltigkeitsgemeinde Lankwitz
IBAN: DE03 5206 0410 6803 9663 99
BIC: GENODEF1EK1
Spendenzweck: Kirchendach
Der Zuschuss der Deutschen Stiftung Denkmalschutz kommt aus Spendengeldern der Stiftung und aus Lottomitteln.