
Foto: Daniela von Treuenfels
Randsportarten ausprobieren kann so einfach sein: den Fußball einpacken, Richtung Gemeindepark radeln und eine Runde Teqball spielen.
An der Malteser Straße, zwischen Sportplatz und Grillhütte, steht das neue Gerät, das aussieht wie eine gewölbte Tischtennisplatte. Die Teqball-Platte ist in etwa genauso groß, aber aus Metall. Und ähnlich wie beim Tischtennis steht in der Mitte ein Netz, die Lankwitzer Outdoor-Variante ist massiv und auch aus Metall.
Teqball ist eine junge Sportart, erfunden im Jahr 2015 von zwei Ungarn und bekanntgeworden durch den Support des brasilianischen Fußballstars Ronaldinho. 2017 fand der erste Worldcup in Budapest statt, der deutsche Verband gründete sich 2023. Im selben Jahr wurde die Sportart ins Wettkampfprogramm der Europaspiele aufgenommen. Olympische Disziplin ist Teqball noch nicht.
Die Regeln: Der Ball, ein normaler Fußball, wird mit allen Körperteilen außer Händen und Armen, über die Platte gespielt. Der gespielte Ball muss einmal die gegnerische Tischhälfte berühren und dann zurückgespielt werden ohne den Boden zu berühren. Während des Ballwechsels darf eine Partei den Ball nicht mehr als dreimal berühren, bevor der Ball zum Gegner gespielt wird.
Die Lankwitzer Platte steht am Nachmittag im Schatten einer großen Eiche. Sie ist frei zugänglich und darf jederzeit von allen genutzt werden. Finanziert wurde sie über das Landesprogramm „Stärkung Berliner Großsiedlungen”. Wie das Bezirksamt mitteilt, werden „weitere Maßnahmen zur Aufwertung des Standortes vorbereitet, um das Areal künftig noch attraktiver für Bewegung, Begegnung und Freizeitgestaltung zu gestalten.“
Daniela von Treuenfels
Webseite des internationalen Teqball-Verbands: https://www.fiteq.org/
Teqball bei ZDF Logo: https://www.logo.de/sportart-teqball-100.html

Foto: Daniela von Treuenfels
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Foto: Daniela von Treuenfels[/caption]
Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz unterstützt mit 50.000 Euro die Sanierung der Dachkonstruktion und Dachhaut im westlichen Querschiff der Dreifaltigkeitskirche in Lankwitz. Die Gemeinde ist weiter auf Spenden angewiesen.
Denn insgesamt sollen nach den Berechnungen des beauftragten Planungsbüros die Arbeiten rund zwei Millionen Euro kosten, davon muss die Gemeinde 150.000 Euro selbst tragen. In drei Bauabschnitten werden zunächst die Portaltürme, das Kirchenschiff und die Querhäuser erneuert. Danach folgt der Kirchturm, zuletzt werden Apsis und Sakristei neu eingedeckt.
Das Gotteshaus hat ein neues Dach dringend nötig. Stürme der letzten Jahre haben der Konstruktion stark zugesetzt, teilweise sind Dachziegel auf den Kirchhof und die stark frequentierte Paul-Schneider-Straße und die Gallwitzallee gestürzt. Die Kupferbekrönungen, so hält es der Denkmalplaner in seinem Gutachten weiter fest, sind korrodiert, die darunterliegende Schalung ist durchfeuchtet. An der Dachkonstruktion fehlen Ziegel. Wo eine Dämmung vorhanden ist, ist sie durchfeuchtet und besteht aus krebserregenden Baustoffen. Kurz gesagt: hier musste etwas passieren, und zwar schnell.
Die Dreifaltigkeitskirche gilt mit ihrem imposanten hoch aufragenden Turm als Wahrzeichen und Zentrum von Lankwitz. Der Sakralbau wurde im Stil der märkischen Backsteingotik ab 1903 errichtet und 1906 geweiht. Der Detailreichtum der Fassade setzt sich nach oben hin fort; die Dachlandschaft ist durch eine Vielzahl an verschiedenen Konstruktionen unterschiedlicher Dach- und Turmformen, Material und Verzierungen geprägt. Der dominierende Vierungsturm mit seiner Zier verleiht der Dreifaltigkeitskirche ihr markantes Aussehen.
Die Gemeinde beheimatet in ihren Gebäuden unter anderem eine Pflegestation, die Haltestelle Diakonie für die Unterstützung psychisch oder an Demenz Erkrankter und ein Sozialcafé. In Zusammenarbeit mit der „Berliner Tafel“ gibt es wöchentlich eine Lebensmittelausgabe, die 140 Haushalte versorgt. Jährlich zum Totensonntag im November gibt es eine interreligiöse Gedenkfeier zur Erinnerung an Menschen, die einsam verstorben sind und behördlich bestattet wurden.
Spenden für die Sanierung der Kirche sind möglich auf das Konto
Dreifaltigkeitsgemeinde Lankwitz
IBAN: DE03 5206 0410 6803 9663 99
BIC: GENODEF1EK1
Spendenzweck: Kirchendach
Der Zuschuss der Deutschen Stiftung Denkmalschutz kommt aus Spendengeldern der Stiftung und aus Lottomitteln.