Gieß den Kiez: Baumpate werden und loswässern

Gieß den Kiez: Baumpate werden und loswässern

Bepflanzte Baumscheiben nutzen auch den Bäumen – weil sie regelmäßig gewässert werden. | Foto: Junia Greb-Georges

 

Eine Webanwendung bringt Bäume durch den Sommer und Menschen zusammen. „Gieß den Kiez“ koordiniert Engagement für durstiges Stadtgrün und bietet Wissenswertes über Bäume in der Umgebung und im gesamten Stadtgebiet.

Anwohner können sich auf der im Juni 2020 an den Start gegangenen Plattform über den Wasserbedarf von Bäumen in der Nachbarschaft informieren, markieren, wenn sie gegossen haben, und die Bewässerung untereinander koordinieren.

Giess den Kiez

Quelle: www.giessdenkiez.de

 

Auf einer interaktiven Karte werden die Berliner Straßen- und Anlagenbäume visualisiert. Für jeden Baum sind Informationen zu Art, Alter und geschätzter benötigter Wassermenge hinterlegt, so dass sich mit Hilfe von Such- und Filterfunktionen mehr über jeden Baum lernen lässt. Besonders spannend ist der Baumalter-Filter: Mit ihm lassen sich bequem die ältesten Bäume der Gegend finden – ab 100 Jahre wird das sehr übersichtlich…

Die Plattform zeigt an, welche Bäume wie viel Wasser nötig haben, je nach Alter und städtischer Pflege. Nutzer können angeben, wann sie einen Baum zuletzt gegossen haben. Bäume können auch abonniert werden, wenn jemand sie regelmäßig gießen möchte. Mit Hilfe von tagesaktuellen Daten des Deutschen Wetterdienstes lässt sich für jeden Baum anzeigen, wie viel Regenwasser er in den letzten 30 Tagen erhalten hat.

Die Karte zeigt rund 960.000 Straßen- und Anlagenbäume, die in der Zuständigkeit der bezirklichen Grünflächenämter liegen. Bäume, für die das Forstamt verantwortlich ist (beispielsweise im Plänterwald oder Grunewald) sind bei Gieß den Kiez nicht verzeichnet. Das Projekt wurde initiiert vom CityLAB Berlin, einem Projekt der Technologiestiftung Berlin.

www.giessdenkiez.de

Daniela von Treuenfels

 

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Dreifaltigkeitskirche in Lankwitz: Dachsanierung mit Spendengeldern

[caption id="attachment_104606" align="aligncenter" width="622"] Foto: Daniela von Treuenfels[/caption]   Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz unterstützt mit 50.000 Euro die Sanierung der Dachkonstruktion und Dachhaut im westlichen Querschiff der Dreifaltigkeitskirche in Lankwitz. Die Gemeinde ist weiter auf Spenden angewiesen. Denn insgesamt sollen nach den Berechnungen des beauftragten Planungsbüros die Arbeiten rund zwei Millionen Euro kosten, davon muss die Gemeinde 150.000 Euro selbst tragen. In drei Bauabschnitten werden zunächst die Portaltürme, das Kirchenschiff und die Querhäuser erneuert. Danach folgt der Kirchturm, zuletzt werden Apsis und Sakristei neu eingedeckt. Das Gotteshaus hat ein neues Dach dringend nötig. Stürme der letzten Jahre haben der Konstruktion stark zugesetzt, teilweise sind Dachziegel auf den Kirchhof und die stark frequentierte Paul-Schneider-Straße und die Gallwitzallee gestürzt. Die Kupferbekrönungen, so hält es der Denkmalplaner in seinem Gutachten weiter fest, sind korrodiert, die darunterliegende Schalung ist durchfeuchtet. An der Dachkonstruktion fehlen Ziegel. Wo eine Dämmung vorhanden ist, ist sie durchfeuchtet und besteht aus krebserregenden Baustoffen. Kurz gesagt: hier musste etwas passieren, und zwar schnell. Die Dreifaltigkeitskirche gilt mit ihrem imposanten hoch aufragenden Turm als Wahrzeichen und Zentrum von Lankwitz. Der Sakralbau wurde im Stil der märkischen Backsteingotik ab 1903 errichtet und 1906 geweiht. Der Detailreichtum der Fassade setzt sich nach oben hin fort; die Dachlandschaft ist durch eine Vielzahl an verschiedenen Konstruktionen unterschiedlicher Dach- und Turmformen, Material und Verzierungen geprägt. Der dominierende Vierungsturm mit seiner Zier verleiht der Dreifaltigkeitskirche ihr markantes Aussehen. Die Gemeinde beheimatet in ihren Gebäuden unter anderem eine Pflegestation, die Haltestelle Diakonie für die Unterstützung psychisch oder an Demenz Erkrankter und ein Sozialcafé. In Zusammenarbeit mit der „Berliner Tafel“ gibt es wöchentlich eine Lebensmittelausgabe, die 140 Haushalte versorgt. Jährlich zum Totensonntag im November gibt es eine interreligiöse Gedenkfeier zur Erinnerung an Menschen, die einsam verstorben sind und behördlich bestattet wurden. Spenden für die Sanierung der Kirche sind möglich auf das Konto Dreifaltigkeitsgemeinde Lankwitz IBAN: DE03 5206 0410 6803 9663 99 BIC: GENODEF1EK1 Spendenzweck: Kirchendach Der Zuschuss der Deutschen Stiftung Denkmalschutz kommt aus Spendengeldern der Stiftung und aus Lottomitteln.

Daniela von Treuenfels

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