
Kühle Kirchenmauern bieten Schutz vor Hitze. Foto: Heidrun Miehe-Heger
Trinken, Kühlen und auf besonders gefährdete Menschen achten: der Bezirk Steglitz-Zehlendorf informiert zum Verhalten an heißen Tagen.
Auf Grund des Klimawandels gibt es in unseren Breitengraden vermehrt heiße Tagen sowie auch länger andauernde Hitzewellen. In dichtbebauten Gebieten mit geringen Grünflächenanteilen kann es noch mal mehrere Grad heißer sein als in der Umgebung der Stadt, insbesondere senken sich hier die Nachttemperaturen geringer ab. Mit zunehmender Hitze steigt die gesundheitliche Gefährdung mit einer Häufung hitzebedingter Erkrankungs- oder sogar Todesfällen.
Die Gesundheitsminister der Länder haben deshalb im Jahr 2020 beschlossen, dass flächendeckend kommunale Hitzeaktionspläne erstellt werden sollen. Das Ziel: Aufklärung, um besonders gefährdete Personengruppen wie Senioren und Kinder besonders zu schützen. Der Plan ist zudem ein Aufruf zu nachbarschaftlicher Hilfe an Hitzetagen.
Der Deutsche Wetterdienst spricht von einer Hitzewelle, wenn an drei oder mehr aufeinanderfolgenden Tagen mehr als 28 °C für das gekennzeichnete Gebiet gemessen werden. Eine international einheitliche Definition des Begriffs Hitzewelle besteht nicht. Über die Warn-App des Wetterdienstes können sich Interessierte rechtzeitig über bedrohliche Wetterlagen informieren lassen. Als besonders gefährdet gelten ältere Menschen und solche mit chronischen Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Menschen ohne Obdach, Säuglinge, Kleinkinder, Schwangere und Menschen, die körperlich aktiv im Freien arbeiten oder viel Sport treiben.
Auf einer „Hitzekarte“ sind Orte in Steglitz-Zehlendorf vermerkt, an denen Trinkbrunnen stehen oder Trinkwasser in Geschäften angeboten wird. Auch kühle Räume wie Kirchen oder klimatisierte Einkaufszentren sind vermerkt.
Der bezirkliche Hitzeschutzplan sieht zudem Regeln und Maßnahmen für Akteure der Region vor. Zum Beispiel: Bei einer Warnmeldung des Deutschen Wetterdienstes erhalten Einrichtungen wie Seniorenheime oder Nachbarschaftszentren eine Information und eine kleine Erinnerung an die festgelegte Verfahrensweise. Die Bevölkerung wird über öffentlich zugängliche kühle Räume informiert.
Das Berliner Hitzeschutzportal bietet umfassende Unterstützung bei hohen Temperaturen: Neben praktischen Verhaltenshinweisen und dem landesweiten Hitzeaktionsplan finden Bürgerinnen und Bürger hier viele weitere wertvolle Informationen.
Informationen zum Hitzeschutz in Steglitz-Zehlendorf
https://www.berlin.de/hitzeschutz/bezirksaktivitaeten/steglitz-zehlendorf/
pm/dt
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Foto: Daniela von Treuenfels[/caption]
Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz unterstützt mit 50.000 Euro die Sanierung der Dachkonstruktion und Dachhaut im westlichen Querschiff der Dreifaltigkeitskirche in Lankwitz. Die Gemeinde ist weiter auf Spenden angewiesen.
Denn insgesamt sollen nach den Berechnungen des beauftragten Planungsbüros die Arbeiten rund zwei Millionen Euro kosten, davon muss die Gemeinde 150.000 Euro selbst tragen. In drei Bauabschnitten werden zunächst die Portaltürme, das Kirchenschiff und die Querhäuser erneuert. Danach folgt der Kirchturm, zuletzt werden Apsis und Sakristei neu eingedeckt.
Das Gotteshaus hat ein neues Dach dringend nötig. Stürme der letzten Jahre haben der Konstruktion stark zugesetzt, teilweise sind Dachziegel auf den Kirchhof und die stark frequentierte Paul-Schneider-Straße und die Gallwitzallee gestürzt. Die Kupferbekrönungen, so hält es der Denkmalplaner in seinem Gutachten weiter fest, sind korrodiert, die darunterliegende Schalung ist durchfeuchtet. An der Dachkonstruktion fehlen Ziegel. Wo eine Dämmung vorhanden ist, ist sie durchfeuchtet und besteht aus krebserregenden Baustoffen. Kurz gesagt: hier musste etwas passieren, und zwar schnell.
Die Dreifaltigkeitskirche gilt mit ihrem imposanten hoch aufragenden Turm als Wahrzeichen und Zentrum von Lankwitz. Der Sakralbau wurde im Stil der märkischen Backsteingotik ab 1903 errichtet und 1906 geweiht. Der Detailreichtum der Fassade setzt sich nach oben hin fort; die Dachlandschaft ist durch eine Vielzahl an verschiedenen Konstruktionen unterschiedlicher Dach- und Turmformen, Material und Verzierungen geprägt. Der dominierende Vierungsturm mit seiner Zier verleiht der Dreifaltigkeitskirche ihr markantes Aussehen.
Die Gemeinde beheimatet in ihren Gebäuden unter anderem eine Pflegestation, die Haltestelle Diakonie für die Unterstützung psychisch oder an Demenz Erkrankter und ein Sozialcafé. In Zusammenarbeit mit der „Berliner Tafel“ gibt es wöchentlich eine Lebensmittelausgabe, die 140 Haushalte versorgt. Jährlich zum Totensonntag im November gibt es eine interreligiöse Gedenkfeier zur Erinnerung an Menschen, die einsam verstorben sind und behördlich bestattet wurden.
Spenden für die Sanierung der Kirche sind möglich auf das Konto
Dreifaltigkeitsgemeinde Lankwitz
IBAN: DE03 5206 0410 6803 9663 99
BIC: GENODEF1EK1
Spendenzweck: Kirchendach
Der Zuschuss der Deutschen Stiftung Denkmalschutz kommt aus Spendengeldern der Stiftung und aus Lottomitteln.