
Eine der Karikaturen heißt "Der Neuberliner": "Ich bin ein Berliner" hatte John F. Kennedy in seiner berühmten Rede gesagt. Im Einwohnermeldeamt empfängt ihn der Regierende Bürgermeister Willy Brandt: Foto: AlliiertenMuseum
Er war der politische Karikaturist West-Berlins: Oskar, bürgerlich Hans Bierbrauer, veröffentlichte rund vierzig Jahre lang täglich eine Zeichnung zum politischen Tagesgeschehen, zuerst im Berliner Anzeiger, später in der Berliner Morgenpost. Bundesweit wurde er einem breiten Publikum durch die Fernsehsendung „Dalli Dalli“ bekannt. Am 24. Februar 2013 wäre Oskar 91 Jahre alt geworden. Das AlliiertenMuseum hat jetzt von den Erben des Zeichners und Malers die umfangreiche Sammlung von Karikaturen, humoristischen Arbeiten und Porträtzeichnungen übernommen.
„Als wir vom Interesse des AlliiertenMuseums an der Übernahme aller Karikaturen gehört haben, waren wir begeistert“, sagt Stanley Fuls, einer der Enkel des Zeichners und Vertreter der Erben. „Wir sind uns sicher, dass unser Großvater, der schon bei der Gründungsveranstaltung des AlliiertenMuseums die Ehrengäste porträtierte, sehr froh wäre, wenn er wüsste, dass der wichtigste Teil seines Lebenswerkes unter dem Dach des AlliiertenMuseums bewahrt wird.“ Zudem werde durch die bereits laufende Archivierung und Digitalisierung erstmals ein Gesamtüberblick über das Oeuvre möglich.
„Oskars Karikaturen spiegeln nicht nur das Geschehen in Berlin, sondern auch die weltpolitischen Auseinandersetzungen des Kalten Krieges wider“, erklärt Museumsdirektorin Dr. Gundula Bavendamm. „Wir sind sehr stolz, sein karikaturistisches Erbe verwalten zu dürfen.“
Mit rund 8.000 Originalblättern aus den Jahren 1950 bis 1992 verfügt das AlliiertenMuseum nun über nahezu das gesamte Werk des Karikaturisten. Die Bilder lagern zunächst im Archiv, Museumsmitarbeiter haben mit der Inventarisierung begonnen. Einige Motive können Oskar-Fans bereits jetzt in Augenschein nehmen: Aus Anlass des 50. Jahrestages des Berlin-Besuchs von John F. Kennedy im Juni 2013 hat das AlliiertenMuseum eine Serie von Postkarten mit Oskar-Zeichnungen aufgelegt. Ausgewählt wurden Motive, in denen der Karikaturist den Besuch des US-Präsidenten und dessen berühmten Ausspruch „Ich bin ein Berliner“ aufs Korn nimmt. Das Set mit fünf Postkarten ist im Museumsshop erhältlich.
(sn)












Foto: Daniela von Treuenfels[/caption]
Damit auch alles glatt läuft für die Radfahrer, wurde jetzt das Kopfsteinpflaster abgefräst.
Vor gut einem halben Jahr wurde auf dem Tietzenweg zwischen Unter den Eichen und Gardeschützenweg die Fahrradstraße fertiggestellt. Hier haben Radfahrer Vorrang, Kraftfahrzeuge werden als Anlieger weiterhin zugelassen. Radfahrerinnen und Radfahrer dürfen nebeneinander fahren, für alle gilt die Geschwindigkeitsbeschränkung auf maximal 30 km/h. Ausnahmen gelten für Müllfahrzeuge, Rettungswagen sowie für Polizei und Feuerwehr.
Eine Weiterführung der Vorrangstraße für Radfahrer ist ab dem Gardeschützenweg perspektivisch bis zum Hindenburgdamm vorgesehen. Damit Radfahrer in Richtung Augustastraße weiter komfortabel unterwegs sein können, wird derzeit das Kopfsteinpflaster geglättet. Zunächst hat sich die große Maschine durch den Tietzenweg zwischen Gardeschützenweg und Viktoriastraße gescheppert. Derzeit wird das nächste Teilstück bis zur Augustastraße fertiggestellt.
Im Zuge dessen wird die Kreuzung Tietzenweg/Sophienstraße/Viktoriastraße asphaltiert und barrierefrei ausgebaut. Gehwegvorstreckungen sollen die Wegebeziehungen verbessern und Übergänge sicherer machen.
Die Kosten für die bisherigen Maßnahmen liegen bei rund 800.000 Euro. Nach Angaben des zuständigen Stadtrats Urban Aykal (Grüne) wurden für den ersten Abschnitt 155.000 Euro ausgegeben. Für den zweiten Teil werden insgesamt 650.000 Euro fällig, davon alleine 300.000 Euro für das Abfräsen des Pflasters.
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Frisch gefrästes Kopfsteinpflaster: eben und mit kleinen Rillen. | Foto: Daniela von Treuenfels[/caption]
In einem dritten Abschnitt soll im nächsten Jahr der dritte Bauabschnitt bis zum Hindenburgdamm fertiggestellt werden. Das Ziel ist es, so Stadtrat Aykal, „eine sichere Radverbindung von Lankwitz und Lichterfelde zur FU und zur City West zu schaffen“. Auch vor dem Hintergrund, dass an der Drakestraße aufgrund der geringen Breite kein Radweg angelegt werden könne, sei das „sehr wichtig“.
Als Urban Aykal die Ideen im Juni vergangenen Jahres erstmals im Rahmen des Runden Tisches vorstellte, sprach er von einem „Campus Lichterfelde West“. Gemeint sind verkehrliche Maßnahmen für die dortigen 10 Schulen und zahlreichen Kitas mit ihren rund 10.000 Kindern und Jugendlichen.
Der Tietzenweg, der Teil des Berliner