Ihrer Zeit voraus sind die Piraten mit ihrem Antrag, mit dem sie Fahrradstellplätze am S-Bahnhof Zehlendorf errichten lassen möchten – zumindest sahen es die anderen Fraktionen im Stadtplanungsausschuss so und lehnten den Antrag ab.
Die Piraten wollen auf der Mittelinsel an der Abzweigung Martin-Buber-Straße/Anhaltinerstraße neue Fahrradstellplätze. Die bestehenden Abstellmöglichkeiten am S-Bahnhof reichten nicht aus. Die Fläche an der Martin-Buber-Straße sei ideal, wenn auch von dort der Zugang zum S-Bahnhof geschaffen werde. Dafür sollte sich das Bezirksamt bei den Berliner Verkehrsbetrieben einsetzen.
Der Antrag der Piraten käme zur „Unzeit“, weil eben niemand wüsste ob und wann die BVG den Zugang öffnen wird, so Volker Semler (SPD). Zur Zeit wäre der gewählte Standort ungeeignet für Fahrradstellplätze. Das fanden auch die Fraktionen von Grünen und CDU. Zudem seien in der Vergangenheit schon mehrere Anträge verabschiedet worden, in denen es um die Öffnung des S-Bahnhofes ginge. Man brauche keinen neuen.
Georg Boroviczény (Piraten) aber verteidigte den Antrag. Es sei doch nur für den Fall, dass der Zugang von der Martin-Buber-Straße aus geöffnet werde. Dann sollten die Stellplätze in den Planungen für das Areal berücksichtigt werden. Den Antrag zu verschieben, sei vielleicht sinnvoll, wenn man wüsste, dass es in einem halben oder in einem Jahr los ginge, doch bis zum Sankt Nimmerleinstag wollte der Pirat seinen Antrag nicht geschoben sehen. Er war schließlich der einzige im Stadtplanungsausschuss, der dafür stimmte.
(go)












Foto: Daniela von Treuenfels[/caption]
Damit auch alles glatt läuft für die Radfahrer, wurde jetzt das Kopfsteinpflaster abgefräst.
Vor gut einem halben Jahr wurde auf dem Tietzenweg zwischen Unter den Eichen und Gardeschützenweg die Fahrradstraße fertiggestellt. Hier haben Radfahrer Vorrang, Kraftfahrzeuge werden als Anlieger weiterhin zugelassen. Radfahrerinnen und Radfahrer dürfen nebeneinander fahren, für alle gilt die Geschwindigkeitsbeschränkung auf maximal 30 km/h. Ausnahmen gelten für Müllfahrzeuge, Rettungswagen sowie für Polizei und Feuerwehr.
Eine Weiterführung der Vorrangstraße für Radfahrer ist ab dem Gardeschützenweg perspektivisch bis zum Hindenburgdamm vorgesehen. Damit Radfahrer in Richtung Augustastraße weiter komfortabel unterwegs sein können, wird derzeit das Kopfsteinpflaster geglättet. Zunächst hat sich die große Maschine durch den Tietzenweg zwischen Gardeschützenweg und Viktoriastraße gescheppert. Derzeit wird das nächste Teilstück bis zur Augustastraße fertiggestellt.
Im Zuge dessen wird die Kreuzung Tietzenweg/Sophienstraße/Viktoriastraße asphaltiert und barrierefrei ausgebaut. Gehwegvorstreckungen sollen die Wegebeziehungen verbessern und Übergänge sicherer machen.
Die Kosten für die bisherigen Maßnahmen liegen bei rund 800.000 Euro. Nach Angaben des zuständigen Stadtrats Urban Aykal (Grüne) wurden für den ersten Abschnitt 155.000 Euro ausgegeben. Für den zweiten Teil werden insgesamt 650.000 Euro fällig, davon alleine 300.000 Euro für das Abfräsen des Pflasters.
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Frisch gefrästes Kopfsteinpflaster: eben und mit kleinen Rillen. | Foto: Daniela von Treuenfels[/caption]
In einem dritten Abschnitt soll im nächsten Jahr der dritte Bauabschnitt bis zum Hindenburgdamm fertiggestellt werden. Das Ziel ist es, so Stadtrat Aykal, „eine sichere Radverbindung von Lankwitz und Lichterfelde zur FU und zur City West zu schaffen“. Auch vor dem Hintergrund, dass an der Drakestraße aufgrund der geringen Breite kein Radweg angelegt werden könne, sei das „sehr wichtig“.
Als Urban Aykal die Ideen im Juni vergangenen Jahres erstmals im Rahmen des Runden Tisches vorstellte, sprach er von einem „Campus Lichterfelde West“. Gemeint sind verkehrliche Maßnahmen für die dortigen 10 Schulen und zahlreichen Kitas mit ihren rund 10.000 Kindern und Jugendlichen.
Der Tietzenweg, der Teil des Berliner