
Dietrich-Klaus Ost wurde für sein ehrenamtliches Engagement geehrt. Die Auszeichnung überreichte der stellvertretende Bezirksbürgermeister Michael Karnetzki. Foto: Grützner
Am Mittwoch wurde Dietrich-Klaus Ost im Bezirksamt Zehlendorf für sein jahrzehntelanges ehrenamtliches Engagement als Vorstand der Sozialkommission im Bezirk geehrt. Er bekam im Namen des ehemaligen Bundespräsidenten Christian Wulff die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland überreicht. Dies übernahm, zum ersten Mal, der stellvertretende Bezirksbürgermeister Michael Karnetzki: „Sie haben es verdient, ausgezeichnet zu werden.“ betonte er.
Seit mehr als 40 Jahren ist Ost für die Sozialkommission tätig, seit 1973 sogar im Vorstand. Er kümmerte sich um die Senioren im Bezirk, um benachteiligte Menschen, Menschen mit Migrationshintergrund, Einsame, Kranke. Er hält zu ihnen Kontakt, gibt Hilfe im täglichen Leben, schaut bei Geburtstagen und Jubiläen vorbei, um zu gratulieren.
Die Auszeichnung sei eine große Überraschung gewesen berichtet Ost. Erst vor zehn Wochen habe er davon erfahren. Seine Frau, die mit Tochter, Schwiegersohn und Enkel zur Verleihung kam, wurde bereits vor über einem Jahr, im Dezember 2010, erstmals darüber informiert, dass ihr Mann ausgezeichnet werden soll. Dann hatte sie einiges zu tun, um die Auswahlkommission mit den nötigen Informationen zu versorgen. Auch sie ist bereits seit zehn Jahren als Ehrenamtliche dabei, der Schwiegersohn kümmert sich ebenfalls um die Älteren im Bezirk. Familie Ost sieht die Arbeit in der Sozialkommission nicht als reine Pflichtaufgabe, sondern als Herzensangelegenheit: „Wir veranstalten jedes Jahr zusätzlich eine kleine Weihnachtsfeier für unsere Leute“
Durch den Kauf seines Hauses kam Ost zum ehrenamtlichen Engagement. Die Vorbesitzerin, die er schon zehn Jahre kannte, war bereits in der Sozialkommission tätig und bat ihn, dies zu übernehmen. Er musste damals nicht lange überlegen.
Hauptberuflich war Ost Fachlehrer an der Neuköllner Dr.-Louis-Schnur-Schule für Metall- und Kunststofftechnik. Zudem arbeitete er 20 Jahre lang im Meisterprüfungsausschuss der Innung.
In all den Jahren, die Ost nun schon in der Kommission tätig ist, kamen natürlich jede Menge Anekdoten zusammen. Einmal, so erzählt Ost, habe sich eine ältere Dame eine Flasche Cognac gewünscht. Er brachte ihn gerne und sollte sogleich mit einem kleinen Gläschen anstoßen. Auf seine Frage, was denn der lange Cocktailstiel in dem Glas solle, erwiderte sie, damit könne man sich so schön den Rücken kratzen und fing sogleich damit an.
Ans Aufhören denkt Ost noch lange nicht: „Am 15. Januar sind Wahlen, und da werde ich wieder kandidieren.“
Nun, da er die Medaille überreicht bekommen hat, treiben den Geehrten eher praktische Gedanken um: „Wie soll ich denn Herrn Wulff anreden, wenn ich einen Dankesbrief an ihn schreiben möchte?“ Da wusste Karnetzki Abhilfe: „Es gibt ein Protokoll zu offiziellen Schreiben, das werden wir Ihnen gerne zukommen lassen.“
(mgr)












Foto: Daniela von Treuenfels[/caption]
Damit auch alles glatt läuft für die Radfahrer, wurde jetzt das Kopfsteinpflaster abgefräst.
Vor gut einem halben Jahr wurde auf dem Tietzenweg zwischen Unter den Eichen und Gardeschützenweg die Fahrradstraße fertiggestellt. Hier haben Radfahrer Vorrang, Kraftfahrzeuge werden als Anlieger weiterhin zugelassen. Radfahrerinnen und Radfahrer dürfen nebeneinander fahren, für alle gilt die Geschwindigkeitsbeschränkung auf maximal 30 km/h. Ausnahmen gelten für Müllfahrzeuge, Rettungswagen sowie für Polizei und Feuerwehr.
Eine Weiterführung der Vorrangstraße für Radfahrer ist ab dem Gardeschützenweg perspektivisch bis zum Hindenburgdamm vorgesehen. Damit Radfahrer in Richtung Augustastraße weiter komfortabel unterwegs sein können, wird derzeit das Kopfsteinpflaster geglättet. Zunächst hat sich die große Maschine durch den Tietzenweg zwischen Gardeschützenweg und Viktoriastraße gescheppert. Derzeit wird das nächste Teilstück bis zur Augustastraße fertiggestellt.
Im Zuge dessen wird die Kreuzung Tietzenweg/Sophienstraße/Viktoriastraße asphaltiert und barrierefrei ausgebaut. Gehwegvorstreckungen sollen die Wegebeziehungen verbessern und Übergänge sicherer machen.
Die Kosten für die bisherigen Maßnahmen liegen bei rund 800.000 Euro. Nach Angaben des zuständigen Stadtrats Urban Aykal (Grüne) wurden für den ersten Abschnitt 155.000 Euro ausgegeben. Für den zweiten Teil werden insgesamt 650.000 Euro fällig, davon alleine 300.000 Euro für das Abfräsen des Pflasters.
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Frisch gefrästes Kopfsteinpflaster: eben und mit kleinen Rillen. | Foto: Daniela von Treuenfels[/caption]
In einem dritten Abschnitt soll im nächsten Jahr der dritte Bauabschnitt bis zum Hindenburgdamm fertiggestellt werden. Das Ziel ist es, so Stadtrat Aykal, „eine sichere Radverbindung von Lankwitz und Lichterfelde zur FU und zur City West zu schaffen“. Auch vor dem Hintergrund, dass an der Drakestraße aufgrund der geringen Breite kein Radweg angelegt werden könne, sei das „sehr wichtig“.
Als Urban Aykal die Ideen im Juni vergangenen Jahres erstmals im Rahmen des Runden Tisches vorstellte, sprach er von einem „Campus Lichterfelde West“. Gemeint sind verkehrliche Maßnahmen für die dortigen 10 Schulen und zahlreichen Kitas mit ihren rund 10.000 Kindern und Jugendlichen.
Der Tietzenweg, der Teil des Berliner