
Bezirksstadträtin Maren Schellenberg (Grüne) bei der Eröffnung des Spielplatzes im Gemeindepark Lankwitz. Foto: Baumann
Über 100 Kinder stürmten begeistert den neu gestalteten Spielplatz im Gemeindepark Lankwitz, der am 14. Juli offiziell eröffnet wurde. Für besonders große Freude sorgte der Wasserspielbereich des neuen Spielplatzes. Kein Wunder, denn das Wetter spielte an diesem Tag ausnahmsweise mit. Während die Kinder freudetrunken die neuen Spielgeräte ausprobierten, gab es für die Anwohner einen „nicht unbedeutenden“ Kritikpunkt – die fehlenden Toiletten.
Ein Jahr lang haben die Kinder aus der Umgebung darauf gewartet. So lange hat die Umgestaltung des Spielplatzes gedauert. Dabei wurden die Wünsche, die die Kinder selbst beigesteuert hatten, in die Tat umgesetzt. „Besonders wichtig waren den Kindern zahlreiche Klettermöglichkeiten“, erzählt Janine Rittel vom Kinder- und Jugendbüro KiJuB, unter dessen Mitwirkung die Ideen und Wünsche der Kinder zu einem Gestaltungs- und Bewegungskonzept umgesetzt wurden.
Die Umgestaltung des Spielplatzes wurde mit den Auszubildenden des Garten- und Landschaftsbaus des Bezirks durchgeführt. Die Bausumme betrug 290.000 Euro. Die Bauleitung hatte der Fachbereich Grünflächen als Eigentümer der Fläche. Die Sanierung des rund 2.800 Quadratmeter großen Spielplatzes war notwendig, weil der in einem großen Einzugsbereich liegende Spielplatz in einem desolaten Zustand war. Alle alten Geräte mussten aus Sicherheitsgründen abgebaut werden.
Der neue Spielplatz steht unter dem Motto „Burg im Wald“ und kann sich wirklich sehen lassen. Neben vielfältigen Klettermöglichkeiten und dem Wasserspielbereich gibt es einen von Mauern eingefassten Bereich für die Kleinen, mit einem Spielhäuschen, Rutsche, Nestschaukel und Sandkran. Ein bunter Esel mit seinem Karren bildet den Mittelpunkt des Kleinkinderspielbereichs. Die älteren Kinder können auf den anderen beiden Sandflächen die Burgtürme über Kletterwände erklimmen, auf vielfältigen Geschicklichkeitsparcours über Seile, Brücken und Podeste balancieren und durch die Röhrenrutsche oder diverse Rutschstangen wieder hinuntergelangen. Eine Doppelschaukel, Tischtennisplatten und zahlreiche Sitzmöglichkeiten ergänzen das Angebot.
Doch an eines wurde, der Meinung der Anwohner nach, nicht gedacht: „Was machen die Kinder denn, wenn sie mal müssen?“, stelle eine Anwohnerin die Frage eher rhetorisch. Denn „wir alle wissen ja, dass sie dann einfach in die Büsche gehen“, sagte sie weiter. Es sei ja auch kein Wunder, denn die Kleinen können es ja nicht so lange halten. Doch auch wenn Verständnis da sei, schön sei es nicht, bestätigte ein anderer Anwohner die Kritik. „Früher gab es eine öffentliche Toilette im Park, doch sie gibt es nicht mehr“, erzählt er. Dabei sei eine Toilette nicht nur der Kinder wegen an diesem Standort notwendig. „Hier gehen auch viele Senioren spazieren und für sie wäre es ja auch wichtig“, erklärt er. Doch natürlich kenne man es ja, dass es in Berlin kaum Spielplätze mit nahe gelegenen Toiletten gibt. „War ja auch zu den Zeiten meiner Kinder nicht anders“, bestätigt die Anwohnerin. „Die sind dann ja auch in die Büsche gegangen. Es hat sich eben einfach nichts verändert“.
(eb)













Foto: Haus der Jugend Zehlendorf[/caption]
Jugendliche zwischen 15 und 27 Jahren können vom 19. Bis 23. Oktober an einer Fahrt nach Krakau und zu den Gedenkstätten Auschwitz und Birkenau teilnehmen. Interessierte können sich bis zum 22. Juni anmelden.
In einem gemeinsamen Projekt wollen vier Steglitz-Zehlendorfer Jugendeinrichtungen ein „starkes Zeichen für die Stärkung der Erinnerungskultur und die Förderung der Gedenkstättenpädagogik“ setzen. Vom 19. Oktober bis 23. Oktober findet eine Bildungsfahrt nach Krakau statt, bei der die Teilnehmenden die historischen Gedenkstätten Auschwitz und Birkenau besuchen sowie eine Stadtführung in Krakau erleben werden.
Zielgruppe sind Jugendliche im Alter von 15 bis 27 Jahren, die durch diese Reise nicht nur wertvolles Wissen über die Geschichte des Holocaust erlangen, sondern auch die Möglichkeit erhalten, sich aktiv mit den Themen Erinnerung, Verantwortung und Zivilcourage auseinanderzusetzen.
Geplant sind zwei Exkursionen mit fachkundigen Führungen in das Auschwitz Stammlager sowie Auschwitz-Birkenau mit der Chance auf tiefe Einblicke in die Geschichte und die Auswirkungen des Holocaust. In Krakau steht eine Stadtführung auf dem Programm, bei der die Teilnehmenden mehr über die kulturellen und historischen Hintergründe der Stadt und die jüdische Community erfahren.
Wichtig: die Anmeldefrist endet am 22. Juni. Alle Infos: