Es war nicht mehr als ein leichter Aufgalopp für das Spitzenspiel am kommenden Sonntag gegen den SV Lichtenberg 47 (14 Uhr, Ernst-Reuter-Stadion). Der Oberligist Hertha 03 Zehlendorf bezwang den Vertreter der Kreisliga A, Westend 01, auswärts mit 8:0 und zog damit sicher in die nächste Pokalrunde ein. Den Gegner erfahren die Zehlendorfer am Freitag, den 15. September, wenn im VBB-Heim in Halensee die 2. Runde ausgelost wird.
Die Gastgeber hatten alle Register gezogen, die einem als mehrere Klassen tiefer spielenden Verein zur Verfügung stehen. So verlegte man die Begegnung trotz bester Bedingungen vom dem, in perfektem Zustand befindlichen, Rasenplatz auf einen Kunstrasen. 90 Minuten später war allerdings deutlich, dass der Oberligist sich davon nicht beeindrucken ließ.
Zwar benötigten die Zehlendorfer eine gewisse Anlaufzeit, ehe der Bann gebrochen war, doch auch vorher schon waren die Rollen erwartungsgemäß deutlich verteilt – bestimmten die Gäste eindeutig das Spielgeschehen. Nach einem Foul an Timur Gayret, dem auffälligsten Zehlendorfer im ersten Abschnitt, verwandelte Torjäger Sebastian Huke den fälligen Strafstoß sicher zum 1:0 (36.). Gayret legte selbst wenig später zum 2:0 nach (38.). Ein kurzes aufbäumen der Gastgeber verhinderte Zehlendorfs Schlussmann Eric Günther mit zwei sehenswerten Paraden, ehe Faton Ademi, bester Torjäger des Oberligisten im vergangenen Jahr, mit einem lupenreinen Hattrick die Partie endgültig entschied. Auf sein Konto gingen die Treffer zum 3:0, 4:0 und 5:0 (54., 57., 74.). Zum Schluss ging Westend etwas die Luft aus, so dass zwei Mal Mike Ryberg (6:0, 80.; 8:0, 83.) und zwischendrin erneut Huke (7:0, 82.) das Ergebnis noch hochschraubten.
Aufgrund des Klassenunterschieds verbietet sich eine Wertung in Hinsicht auf die Begegnung am kommenden Sonntag, an dem die Zehlendorfer im Oberliga-Spitzenspiel (gleichzeitig Lokalderby) als Tabellendritter auf den Tabellenzweiten aus Lichtenberg treffen, von selbst. Da diese Partie im Rahmen des traditionellen Zehlendorfer Stadionfestes, mit 25 Ständen mit Zuckerwatte, Waffeln, Bratwurst, Kuchen, Fußballdart, Dosenwerfen und mehr, ausgetragen wird, rechnet man mit einer größeren Kulisse. Vielleicht beweisen die Sportinteressierten in Zehlendorf einmal, dass ihnen ihr Bezirk und ihre Vereine doch am Herzen liegen.
Oliver Kellner













Foto: Daniela von Treuenfels[/caption]
Damit auch alles glatt läuft für die Radfahrer, wurde jetzt das Kopfsteinpflaster abgefräst.
Vor gut einem halben Jahr wurde auf dem Tietzenweg zwischen Unter den Eichen und Gardeschützenweg die Fahrradstraße fertiggestellt. Hier haben Radfahrer Vorrang, Kraftfahrzeuge werden als Anlieger weiterhin zugelassen. Radfahrerinnen und Radfahrer dürfen nebeneinander fahren, für alle gilt die Geschwindigkeitsbeschränkung auf maximal 30 km/h. Ausnahmen gelten für Müllfahrzeuge, Rettungswagen sowie für Polizei und Feuerwehr.
Eine Weiterführung der Vorrangstraße für Radfahrer ist ab dem Gardeschützenweg perspektivisch bis zum Hindenburgdamm vorgesehen. Damit Radfahrer in Richtung Augustastraße weiter komfortabel unterwegs sein können, wird derzeit das Kopfsteinpflaster geglättet. Zunächst hat sich die große Maschine durch den Tietzenweg zwischen Gardeschützenweg und Viktoriastraße gescheppert. Derzeit wird das nächste Teilstück bis zur Augustastraße fertiggestellt.
Im Zuge dessen wird die Kreuzung Tietzenweg/Sophienstraße/Viktoriastraße asphaltiert und barrierefrei ausgebaut. Gehwegvorstreckungen sollen die Wegebeziehungen verbessern und Übergänge sicherer machen.
Die Kosten für die bisherigen Maßnahmen liegen bei rund 800.000 Euro. Nach Angaben des zuständigen Stadtrats Urban Aykal (Grüne) wurden für den ersten Abschnitt 155.000 Euro ausgegeben. Für den zweiten Teil werden insgesamt 650.000 Euro fällig, davon alleine 300.000 Euro für das Abfräsen des Pflasters.
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Frisch gefrästes Kopfsteinpflaster: eben und mit kleinen Rillen. | Foto: Daniela von Treuenfels[/caption]
In einem dritten Abschnitt soll im nächsten Jahr der dritte Bauabschnitt bis zum Hindenburgdamm fertiggestellt werden. Das Ziel ist es, so Stadtrat Aykal, „eine sichere Radverbindung von Lankwitz und Lichterfelde zur FU und zur City West zu schaffen“. Auch vor dem Hintergrund, dass an der Drakestraße aufgrund der geringen Breite kein Radweg angelegt werden könne, sei das „sehr wichtig“.
Als Urban Aykal die Ideen im Juni vergangenen Jahres erstmals im Rahmen des Runden Tisches vorstellte, sprach er von einem „Campus Lichterfelde West“. Gemeint sind verkehrliche Maßnahmen für die dortigen 10 Schulen und zahlreichen Kitas mit ihren rund 10.000 Kindern und Jugendlichen.
Der Tietzenweg, der Teil des Berliner