
Gute Zukunftsaussichten: „The Story of Berlin“ will in den Bierpinsel einziehen. Archiv-Foto: Grützner
Der Bierpinsel in Steglitz scheint wieder eine Zukunft zu haben. Wie der Tagesspiegel berichtet, will das Museum „The Story of Berlin“ in das Wahrzeichen an der Schloßstraße einziehen.
Die Erlebnisausstellung hat derzeit ihr Domizil am Ku’damm-Karree. Das soll jedoch im Herbst 2014 abgerissen und durch eine neue Passage ersetzt werden. So waren die Museumsbetreiber auf der Suche nach einem neuen Standort, der nun an der Schloßstraße anscheinend gefunden wurde. Allerding sei der 46 Meter hohe Turm für die Ausstellung zu klein, so dass ein Neubau notwendig wird. Die Gespräche mit dem Bezirk Steglitz-Zehlendorf, der das Grundstück, auf dem der Bierpinsel steht, per Erbbaurechtsvertrag verpachtet hat, sollen laut Tagesspiegel bereits laufen.
Rund 220.000 Besucher zieht das Museum, das auf rund 6.000 Quadratmetern 800 Jahre Berliner Geschichte Revue passieren lässt, nach eigenen Angaben jährlich an.
Der Bierpinsel steht seit Jahren leer, wozu unter anderem ein Wasserschaden beitrug. Das Gebäude, das nach Plänen des Architektenpaares Ursulina Schüler-Witte und Ralf Schüler entstand, wurde 1976 eröffnet. Kneipen, Restaurants und Diskotheken beherbergte der „Schlossturm“ auf seinen drei Etagen. 2002 wurde der Turm geschlossen. 2010 machte der Bierpinsel ein letztes Mal von sich reden, als international renommierte Künstler das Wahrzeichen in eine Leinwand verwandelten.
(sn)










Foto: Daniela von Treuenfels[/caption]
Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz unterstützt mit 50.000 Euro die Sanierung der Dachkonstruktion und Dachhaut im westlichen Querschiff der Dreifaltigkeitskirche in Lankwitz. Die Gemeinde ist weiter auf Spenden angewiesen.
Denn insgesamt sollen nach den Berechnungen des beauftragten Planungsbüros die Arbeiten rund zwei Millionen Euro kosten, davon muss die Gemeinde 150.000 Euro selbst tragen. In drei Bauabschnitten werden zunächst die Portaltürme, das Kirchenschiff und die Querhäuser erneuert. Danach folgt der Kirchturm, zuletzt werden Apsis und Sakristei neu eingedeckt.
Das Gotteshaus hat ein neues Dach dringend nötig. Stürme der letzten Jahre haben der Konstruktion stark zugesetzt, teilweise sind Dachziegel auf den Kirchhof und die stark frequentierte Paul-Schneider-Straße und die Gallwitzallee gestürzt. Die Kupferbekrönungen, so hält es der Denkmalplaner in seinem Gutachten weiter fest, sind korrodiert, die darunterliegende Schalung ist durchfeuchtet. An der Dachkonstruktion fehlen Ziegel. Wo eine Dämmung vorhanden ist, ist sie durchfeuchtet und besteht aus krebserregenden Baustoffen. Kurz gesagt: hier musste etwas passieren, und zwar schnell.
Die Dreifaltigkeitskirche gilt mit ihrem imposanten hoch aufragenden Turm als Wahrzeichen und Zentrum von Lankwitz. Der Sakralbau wurde im Stil der märkischen Backsteingotik ab 1903 errichtet und 1906 geweiht. Der Detailreichtum der Fassade setzt sich nach oben hin fort; die Dachlandschaft ist durch eine Vielzahl an verschiedenen Konstruktionen unterschiedlicher Dach- und Turmformen, Material und Verzierungen geprägt. Der dominierende Vierungsturm mit seiner Zier verleiht der Dreifaltigkeitskirche ihr markantes Aussehen.
Die Gemeinde beheimatet in ihren Gebäuden unter anderem eine Pflegestation, die Haltestelle Diakonie für die Unterstützung psychisch oder an Demenz Erkrankter und ein Sozialcafé. In Zusammenarbeit mit der „Berliner Tafel“ gibt es wöchentlich eine Lebensmittelausgabe, die 140 Haushalte versorgt. Jährlich zum Totensonntag im November gibt es eine interreligiöse Gedenkfeier zur Erinnerung an Menschen, die einsam verstorben sind und behördlich bestattet wurden.
Spenden für die Sanierung der Kirche sind möglich auf das Konto
Dreifaltigkeitsgemeinde Lankwitz
IBAN: DE03 5206 0410 6803 9663 99
BIC: GENODEF1EK1
Spendenzweck: Kirchendach
Der Zuschuss der Deutschen Stiftung Denkmalschutz kommt aus Spendengeldern der Stiftung und aus Lottomitteln.
Ich finde den Plan gleich doppelt gut: einerseits wird somit der lange leerstehende Bierpinsel nun endlich wieder genutzt, andererseits würde das Museum das in der Nähe liegende Aliierten-Museum gut ergänzen und einen weiteren kulturellen Gegensatz zu den Shopping Centern bieten. Ich hoffe deshalb sehr, dass der Umzug bzw. Neubezug genehmigt wird!
Frau Laternser scheint da etwas vorschnell den Kontakt zur Presse zu suchen.
In der Berliner Woche äußert sich der Geschäftsführer von Story of Berlin sehr zurückhaltend zu dem Projekt:
„Hier wurde ein wenig zu euphorisch berichtet“, reagiert Bernhard Schütte, einer der drei Geschäftsführer von „The Story of Berlin“, auf die Medienberichte der vergangenen Tage. Von einem Umzug in den Steglitzer Bierpinsel sei man noch weit entfernt.
Wird auch Zeit, das mit dem Bierpinsel mal etwas passiert. Gute Idee „The Story of Berlin “ in den Bierpinsel zu bringen. Belebt die Schloßstr. etwas mehr und bringt wieder Kultur rein.