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Nirgendwo in Berlin werden die Menschen so alt, wie in Steglitz-Zehlendorf – zumindest im Durchschnitt. Das zeigt die neue Gesundheitsstudie des Berliner Senats. Demnach werden die Männer im Berliner Südwesten 79,4 Jahre alt, die Frauen 83,6 Jahre – der Berliner Durchschnitt liegt bei 77,6 beziehungsweise 82,6 Jahren.

Gutes Einkommen, wenige Erkrankungen, ein langes Leben – dieses Bild zeichnet der Basisbericht vom Gesundheitszustand in Steglitz-Zehlendorf. So liegt der Bezirk etwa bei der Arbeitslosen- und der Armutsquote auf dem vorletzten Platz, beim Bezug von Grundsicherung und anderen Hilfen zum Lebensunterhalt auf Platz zehn von zwölf.

Auch scheinen die Steglitz-Zehlendorfer mäßig zu rauchen und wenig zu trinken: Bei der alkoholischen Leberkrankheit rangiert der Bezirk auf Platz zwölf – auf 100.000 männliche Einwohner kommen fünf Erkrankungen (Berlin 12,2) –, beim Lungenkrebs hingen im Mittelfeld. Ebenso bei den Neuerkrankungen an tabakassoziierten bösartigen Neubildungen.

Dafür liegt Steglitz-Zehlendorf bei der Zahl der Pflegebedürftigen in ambulanter und stationärer Versorgung berlinweit auf Platz zwei – was wahrscheinlich mit der hohen Zahl älterer Einwohner zu tun hat.

Untersucht wurde auch das Übergewicht bei Kindern im Vorschulalter. Da landet Steglitz-Zehlendorf auf Platz 10. 4,1 Prozent der in Steglitz-Zehlendorf untersuchten Kinder sind übergewichtig (Berlin 5,6), 2,4 Prozent sogar adipös (Berlin 3,9). Die Zahngesundheit der Steglitz-Zehlendorfer Kinder ist berlinweit die beste.

Dass es den Steglitz-Zehlendorfern so gut geht, liegt sicher auch an der Zahl der im Bezirk niedergelassenen Ärzte. Auf jeden Arzt kommen durchschnittlich 307 Einwohner – im Berliner Durchschnitt sind es 22 Einwohner mehr pro Arzt.

(go)