Am 24. September ist Bundestagswahl. Zeitgleich findet aber auch der Berlin-Marathon statt. Das mag einer der Gründe dafür sein, warum in Berlin bereits 600.000 Menschen sich die Unterlagen für die Briefwahl haben zuschicken lassen. Doch im Gegensatz zu anderen Bezirken wird Steglitz-Zehlendorf vom Marathon lediglich „gestreift“ – dennoch liegt der Bezirk in Sachen Briefwahl ganz vorne.
Nach den Daten der Landeswahlleiterin haben bis zum heutigen Freitag, 15. September, 71.541 Menschen in Steglitz-Zehlendorf sich ihre Wahlscheine zuschicken lassen. Das sind 32,3 Prozent der Wahlberechtigten des Bezirks. Damit ist die Zahl der Briefwähler erneut gestiegen. Bei der Bundestagswahl 2013 gaben bis zum Wahltag 34,5 Prozent der Wähler im Südwesten ihre Stimme per Brief ab. In den nächsten neuen Tagen könnte diese Zahl also locker übertroffen werden.
Wer ebenfalls seine Stimme per Brief abgeben möchte, kann den „Antrag auf Erteilung eines Wahlscheines“ noch bis zum 22. September stellen. Dieser ist auf der Rückseite der Wahlbenachrichtigung zu finden. Der Antrag kann aber auch online gestellt werden.
Die Unterlagen werden per Post zugeschickt. Nach dem Ausfüllen müssen die Papiere dann bis 18 Uhr am Sonntag, den 24. September beim zuständigen Bezirkswahlamt eingegangen sein.
Eine Briefmarke ist nicht notwendig. Der Brief kann unfrankiert in den Briefkasten geworfen oder auch im Rathaus abgegeben werden.
(sn)










Foto: Daniela von Treuenfels[/caption]
Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz unterstützt mit 50.000 Euro die Sanierung der Dachkonstruktion und Dachhaut im westlichen Querschiff der Dreifaltigkeitskirche in Lankwitz. Die Gemeinde ist weiter auf Spenden angewiesen.
Denn insgesamt sollen nach den Berechnungen des beauftragten Planungsbüros die Arbeiten rund zwei Millionen Euro kosten, davon muss die Gemeinde 150.000 Euro selbst tragen. In drei Bauabschnitten werden zunächst die Portaltürme, das Kirchenschiff und die Querhäuser erneuert. Danach folgt der Kirchturm, zuletzt werden Apsis und Sakristei neu eingedeckt.
Das Gotteshaus hat ein neues Dach dringend nötig. Stürme der letzten Jahre haben der Konstruktion stark zugesetzt, teilweise sind Dachziegel auf den Kirchhof und die stark frequentierte Paul-Schneider-Straße und die Gallwitzallee gestürzt. Die Kupferbekrönungen, so hält es der Denkmalplaner in seinem Gutachten weiter fest, sind korrodiert, die darunterliegende Schalung ist durchfeuchtet. An der Dachkonstruktion fehlen Ziegel. Wo eine Dämmung vorhanden ist, ist sie durchfeuchtet und besteht aus krebserregenden Baustoffen. Kurz gesagt: hier musste etwas passieren, und zwar schnell.
Die Dreifaltigkeitskirche gilt mit ihrem imposanten hoch aufragenden Turm als Wahrzeichen und Zentrum von Lankwitz. Der Sakralbau wurde im Stil der märkischen Backsteingotik ab 1903 errichtet und 1906 geweiht. Der Detailreichtum der Fassade setzt sich nach oben hin fort; die Dachlandschaft ist durch eine Vielzahl an verschiedenen Konstruktionen unterschiedlicher Dach- und Turmformen, Material und Verzierungen geprägt. Der dominierende Vierungsturm mit seiner Zier verleiht der Dreifaltigkeitskirche ihr markantes Aussehen.
Die Gemeinde beheimatet in ihren Gebäuden unter anderem eine Pflegestation, die Haltestelle Diakonie für die Unterstützung psychisch oder an Demenz Erkrankter und ein Sozialcafé. In Zusammenarbeit mit der „Berliner Tafel“ gibt es wöchentlich eine Lebensmittelausgabe, die 140 Haushalte versorgt. Jährlich zum Totensonntag im November gibt es eine interreligiöse Gedenkfeier zur Erinnerung an Menschen, die einsam verstorben sind und behördlich bestattet wurden.
Spenden für die Sanierung der Kirche sind möglich auf das Konto
Dreifaltigkeitsgemeinde Lankwitz
IBAN: DE03 5206 0410 6803 9663 99
BIC: GENODEF1EK1
Spendenzweck: Kirchendach
Der Zuschuss der Deutschen Stiftung Denkmalschutz kommt aus Spendengeldern der Stiftung und aus Lottomitteln.