
Neues Grün, mehr Plätze für Fahrräder und schönere Bänke - der Vorplatz soll attraktiver werden. Foto: Gogol
Große Freude beim Projekt Zukunftskiez Onkel Toms Hütte. Zum Jahresende kam der Bescheid, dass es nun endlich losgeht mit der Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes.
Ziemlich traurig sieht es aus am Vorplatz der Ladenstraße – eher trist, nicht gerade gemütlich. Das soll sich nun ändern, erzählt Heide Wohlers vom aha büro für zukunftsfähige entwicklung und kommunikation GbR, die das Projekt koordiniert.
Zuerst legt die Berliner Verkehrsgesellschaft (BVG) los. Die bauen noch im ersten Quartal 2013 einen Fahrstuhl ein, der einen behindertengerechten Zugang zur U-Bahn ermöglicht. Dann ist der Vorplatz selbst dran. 70 Fahrradstellplätze sollen errichtet werden, dazu kommen Bänke und ein Feldstein mit einer Tafel, mit der an den Architekten, Otto Salvisberg, erinnert werden soll. Nach seinen Entwürfen enstand 1932 die Ladenstraße „Der Platz wird begründet – anders begrünt, neu begrünt, schön begrünt“, freut sich Wohlers. Dafür zuständig ist das Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf. Zudem sollen auf dem Platz regelmäßig Märkte stattfinden, neben thematischen Märkten, wie es sie in der Vergangenheit schon gab, soll auch ein Wochenmarkt stattfinden.
Seit zwei Jahren wird an einer Verschönerung der Ladenstraße und ihres Vorplatzes gearbeitet. Die Wirtschaftsförderung habe damals alle Beteiligten – also das Bezirksamt, die BVG, die Bürgerschaft und die Eigentümer der Ladenstraße zu einem Runden Tisch zusammengebracht. Angeschoben wurde das ganze vom Nachbarschaftsverein Papageiensiedlung, so Wohlers. Über Ideen und Wünsche wurde gesprochen. Im vergangenen Jahr gab es dann noch einmal einen Runden Tisch, bei dem die Pläne dann konkretisiert wurde. Das einzige, das fehlte, was das Geld. Die BVG wartete auf Gelder vom Senat. Ende des Jahres dann die Überraschung: Der Senat gab die Gelder frei – und die BVG entschied sich, das Projekt in Angriff zu nehmen.
Der Umbau ist ein Schritt, um die Zukunftsfähigkeit der Ladenstraße und des Kiezes zu sichern.
Weitere Informationen zum Projekt Zukunftskiez unter: www.onkeltomkiez.de
(go)










Foto: Daniela von Treuenfels[/caption]
Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz unterstützt mit 50.000 Euro die Sanierung der Dachkonstruktion und Dachhaut im westlichen Querschiff der Dreifaltigkeitskirche in Lankwitz. Die Gemeinde ist weiter auf Spenden angewiesen.
Denn insgesamt sollen nach den Berechnungen des beauftragten Planungsbüros die Arbeiten rund zwei Millionen Euro kosten, davon muss die Gemeinde 150.000 Euro selbst tragen. In drei Bauabschnitten werden zunächst die Portaltürme, das Kirchenschiff und die Querhäuser erneuert. Danach folgt der Kirchturm, zuletzt werden Apsis und Sakristei neu eingedeckt.
Das Gotteshaus hat ein neues Dach dringend nötig. Stürme der letzten Jahre haben der Konstruktion stark zugesetzt, teilweise sind Dachziegel auf den Kirchhof und die stark frequentierte Paul-Schneider-Straße und die Gallwitzallee gestürzt. Die Kupferbekrönungen, so hält es der Denkmalplaner in seinem Gutachten weiter fest, sind korrodiert, die darunterliegende Schalung ist durchfeuchtet. An der Dachkonstruktion fehlen Ziegel. Wo eine Dämmung vorhanden ist, ist sie durchfeuchtet und besteht aus krebserregenden Baustoffen. Kurz gesagt: hier musste etwas passieren, und zwar schnell.
Die Dreifaltigkeitskirche gilt mit ihrem imposanten hoch aufragenden Turm als Wahrzeichen und Zentrum von Lankwitz. Der Sakralbau wurde im Stil der märkischen Backsteingotik ab 1903 errichtet und 1906 geweiht. Der Detailreichtum der Fassade setzt sich nach oben hin fort; die Dachlandschaft ist durch eine Vielzahl an verschiedenen Konstruktionen unterschiedlicher Dach- und Turmformen, Material und Verzierungen geprägt. Der dominierende Vierungsturm mit seiner Zier verleiht der Dreifaltigkeitskirche ihr markantes Aussehen.
Die Gemeinde beheimatet in ihren Gebäuden unter anderem eine Pflegestation, die Haltestelle Diakonie für die Unterstützung psychisch oder an Demenz Erkrankter und ein Sozialcafé. In Zusammenarbeit mit der „Berliner Tafel“ gibt es wöchentlich eine Lebensmittelausgabe, die 140 Haushalte versorgt. Jährlich zum Totensonntag im November gibt es eine interreligiöse Gedenkfeier zur Erinnerung an Menschen, die einsam verstorben sind und behördlich bestattet wurden.
Spenden für die Sanierung der Kirche sind möglich auf das Konto
Dreifaltigkeitsgemeinde Lankwitz
IBAN: DE03 5206 0410 6803 9663 99
BIC: GENODEF1EK1
Spendenzweck: Kirchendach
Der Zuschuss der Deutschen Stiftung Denkmalschutz kommt aus Spendengeldern der Stiftung und aus Lottomitteln.