
Vor der Abstimmung in der BVV demonstrierten die Eltern. lehrer und Schuler der Biesalski- und der Quentin-Blake-Schule für mehr Platz. Foto: Gogol
Es war ein Erfolg für den Einwohnerantrag für mehr Grundschulkapazitäten im Bereich Truman Plaza. Mit großer Mehrheit stimmten die Steglitz-Zehlendorfer Bezirksverordneten für den Antrag. Wenn auch in geänderter Form, der besagt, dass das Bezirksamt in „Kooperation und Abstimmung mit den zuständigen Stellen und betroffenen Schulen am Standort Hüttenweg 40“ prüfen soll, welcher zusätzliche Raumbedarf sich durch die neuen Bauprojekte an der Truman Plaza ergebe. „Raumteilungen sollen nach Möglichkeit vermieden werden“, heißt es weiter.
Lediglich die Piraten enthielten sich bei der Abstimmung, „weil das nicht Ihr ursprünglicher Antrag war“, erklärte Georg Boroviczény den drei Vertrauenspersonen von Biesalski- und Quentin-Blake-Europaschule nach der Abstimmung.
Trotz der Zustimmung waren Gudrun Streit, Franz Pfeiffer und Jens Rolff nicht ganz zufrieden. Denn, so sagten sie anschließend, es sei ihnen im Schulausschuss zugesichert worden, in der Bezirksverordnetenversammlung noch einmal reden zu dürfen. Torsten Hippe (CDU) hätte dies aber im Ältestenrat verhindert.
Dem widerspricht Hippe. Es sei ihm nicht bekannt gewesen, dass die Vertrauenspersonen Rederecht beantragt hätten. „Wenn ich das gewusst hätte, hätte ich sie auf die Liste gesetzt“, sagte er auf Nachfrage. Da auch keine andere Fraktion sich habe äußern wollen, sei der Antrag auf die Konsensliste gesetzt worden. Schließlich seien sich alle einig gewesen. Erst kurz vor der Sitzung hätten ihn die Einwohner angesprochen, doch da sei es zu spät gewesen, die Tagesordnung dahin gehend noch zu ändern.
(go)










Foto: Daniela von Treuenfels[/caption]
Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz unterstützt mit 50.000 Euro die Sanierung der Dachkonstruktion und Dachhaut im westlichen Querschiff der Dreifaltigkeitskirche in Lankwitz. Die Gemeinde ist weiter auf Spenden angewiesen.
Denn insgesamt sollen nach den Berechnungen des beauftragten Planungsbüros die Arbeiten rund zwei Millionen Euro kosten, davon muss die Gemeinde 150.000 Euro selbst tragen. In drei Bauabschnitten werden zunächst die Portaltürme, das Kirchenschiff und die Querhäuser erneuert. Danach folgt der Kirchturm, zuletzt werden Apsis und Sakristei neu eingedeckt.
Das Gotteshaus hat ein neues Dach dringend nötig. Stürme der letzten Jahre haben der Konstruktion stark zugesetzt, teilweise sind Dachziegel auf den Kirchhof und die stark frequentierte Paul-Schneider-Straße und die Gallwitzallee gestürzt. Die Kupferbekrönungen, so hält es der Denkmalplaner in seinem Gutachten weiter fest, sind korrodiert, die darunterliegende Schalung ist durchfeuchtet. An der Dachkonstruktion fehlen Ziegel. Wo eine Dämmung vorhanden ist, ist sie durchfeuchtet und besteht aus krebserregenden Baustoffen. Kurz gesagt: hier musste etwas passieren, und zwar schnell.
Die Dreifaltigkeitskirche gilt mit ihrem imposanten hoch aufragenden Turm als Wahrzeichen und Zentrum von Lankwitz. Der Sakralbau wurde im Stil der märkischen Backsteingotik ab 1903 errichtet und 1906 geweiht. Der Detailreichtum der Fassade setzt sich nach oben hin fort; die Dachlandschaft ist durch eine Vielzahl an verschiedenen Konstruktionen unterschiedlicher Dach- und Turmformen, Material und Verzierungen geprägt. Der dominierende Vierungsturm mit seiner Zier verleiht der Dreifaltigkeitskirche ihr markantes Aussehen.
Die Gemeinde beheimatet in ihren Gebäuden unter anderem eine Pflegestation, die Haltestelle Diakonie für die Unterstützung psychisch oder an Demenz Erkrankter und ein Sozialcafé. In Zusammenarbeit mit der „Berliner Tafel“ gibt es wöchentlich eine Lebensmittelausgabe, die 140 Haushalte versorgt. Jährlich zum Totensonntag im November gibt es eine interreligiöse Gedenkfeier zur Erinnerung an Menschen, die einsam verstorben sind und behördlich bestattet wurden.
Spenden für die Sanierung der Kirche sind möglich auf das Konto
Dreifaltigkeitsgemeinde Lankwitz
IBAN: DE03 5206 0410 6803 9663 99
BIC: GENODEF1EK1
Spendenzweck: Kirchendach
Der Zuschuss der Deutschen Stiftung Denkmalschutz kommt aus Spendengeldern der Stiftung und aus Lottomitteln.