Das Jahr 2014 neigt sich dem Ende zu – Zeit für die StadtrandNachrichten zurückzublicken auf die vergangenen zwölf Monate und auf das, was die Steglitz-Zehlendorfer bewegte. Heute sind die Monate Oktober bis Dezember an der Reihe.

Philipp Osten, der den Stelen-Text verfasst hatte, Werner Ukas von der OHH-Stiftung, und Bezirksstadträtin Cerstin Richter-Kotowski gaben die Stele für das Oskar-helene-Heim frei. Foto: Gogol

BFV-Präsident Bernd Schultz, Bezirksstadträtin Cerstin Richter-Kotowski sowie FV-Vorsitzender Fritz Liesche eröffneten offiziell des sanierte Stadion Wannsee.

Eberhard Diepgen (Mitte) erinnerte sich an die Ereignisse vor 25 Jahren und die Herausforderungen, die der Mauerfall mit sich brachte. Foto: Gogol

In der Sporthalle der FU in Dahlem wurde eine Notunterkunft für 200 Flüchtlinge eingerichtet. Foto: Jan Holste /THW
Oktober:
Am U-Bahnhof Oskar-Helene-Heim wird eine Stele für die ehemalige Musteranstalt für „Krüppelkinder“ und bedeutende Orthopädie-Klinik enthüllt. Sie war 1914 vom Fabrikanten Oskar Pintsch und seiner Frau Helene finanziert worden.
Neue Pläne für Dreilinden: Auf dem Gelände des einstigen Grenzübergangs soll ein Oldtimer-Salon errichtet werden. Der Stadtplanungsausschuss begrüßt die Idee.
Nach siebenmonatiger Sanierung wird das Stadion Wannsee wiedereröffnet. Für 1,7 Millionen Euro entstanden zwei Rasenplätze, ein Kunstrasenplatz, ein Kleinspielfeld mit Kunstrasen und eine Kunststofflaufbahn sowie eine Beregnungs- und eine Flutlichtanlage.
In Schlachtensee wird ein Platz nach dem Ehepaar Georg und Hedwig Flatow. Zugleich wurden vor ihrem letzten Wohnsitz an der Niklasstraße 5 für sie und ihre Tochter Stolpersteine verlegt.
Der Berliner Ruder-Club gewinnt Deutsche Meisterschaft mit knappem Vorsprung.
Der Senat beschließt in Steglitz-Zehlendorf zwei Containerdörfer für Flüchtlinge zu errichten. Am Ostpreußendamm und am Osteweg sollen insgesamt 640 Menschen unterkommen.
Nachdem sie jahrelang dem Verfall preisgegeben war, entschließt sich Katar endlich die Villa Calé in Zehlendorf zu sanieren. Sie soll zu einem Gästehaus umgebaut werden.
November:
25 Jahre Mauerfall: Steglitz-Zehlendorf feiert gemeinsam mit Teltow und an der Glienicker Brücke zusammen mit der Stadt Potsdam. Am einstigen Grenzstreifen zwischen Lichterfelde und Teltow stoßen Bürger aus beiden Gemeinden auf die Grenzöffnung an.
Eklat in der Bezirksverordnetenversammlung: Nach Beleidigungen durch den CDU-Fraktionsvorsitzenden verlässt die SPD-Fraktion geschlossen die BVV.
Der Ratskeller Zehlendorf muss saniert werden. Die Kosten für notwendige Maßnahmen liegen laut Bezirksamt zwischen 650.00 Euro für eine Aufwärmküche und 1,1 Millionen Euro für eine Vollküche. Geld, das der Bezirk nicht hat.
Letzte Premiere im Stadtbad Steglitz: Regisseur Stefan Neugebauer verlässt Berlin in Richtung Naumburg. Es ist das Ende für den Kulturstandort. Bereits im Sommer war der Inhaberin die Inszenierung einer Oper im Schwimmbad vom Bezirksamt untersagt worden. Grund ist ein Rechtsstreit der Inhaberin mit dem Liegenschaftsfonds.
Dreharbeiten an der Glienicker Brücke: Steven Spielberg macht die ehemalige Grenze zwischen Zehlendorf und Potsdam wieder dicht. In seinem neuen Film inszeniert er am Originalschauplatz einen Agentenaustausch. In der Hauptrolle: Tom Hanks.
Dezember:
Das Bürgeramt Steglitz-Zehlendorf stellt sein Terminmodell um. Ab 1. Dezember werden an allen drei Standorten nur noch Kunden nach vorheriger Terminvereinbarung bedient.
Knapp 700.000 Euro aus dem Schul- und Sportstättensanierungsprogramm kann der Bezirk Steglitz-Zehlendorf in diesem Jahr nicht ausgeben – und das bei einem Sanierungsstau von mehr als 400 Millionen Euro. Als Grund nennt Bezirksstadtrat Michael Karnetzki fehlendes Personal bei der Projektvergabe. Auch beim Beratungs- und Unterstützerzentrum (BUZ) gehen 200.000 Euro verloren.
Wegen eines Defizits von acht Millionen Euro im Haushalt für das kommende Jahr verhängt der Bezirk Steglitz-Zehlendorf eine haushaltswirtschaftliche Sperre für 2015.
In der FU-Turnhalle in Dahlem und der Turnhalle an der Lippstädter Straße in Lichterfelde werden Notunterkünfte für jeweils 200 Flüchtlinge eingerichtet.
(sn)












Kunst to go: Großformatige Acrylleinwände, leuchtende Aquarelle, ungewöhnliche Fotografien oder auch filigrane Papierobjekte - zwischen den täglichen Besorgungen kann man am ersten Freitag eines Monats Kunst im LIO genießen. | Foto: Ulrike Meyer[/caption]