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27. Februar 2025
„Huiiiih, man müsste ein Fernglas haben! Aber wer soll das tragen?“, sagt der Fuchs, wenn der Hase Hasenohr wie ein Sturmwind durch die Ackerfurche rennt. „Du, kleiner Wackelschwanz“, tönt es munter aus den Zuschauerreihen. Man kennt ja schon den Ausgang der Geschichte: Der Igel trickst den Hasen kräftig aus und gewinnt die Wette um einen goldenen Luidor, eine Flasche Branntwein und ...? Und dann? Soll‘s das nun gewesen sein? Nicht ganz, denn irgendwie gibt es ja nicht nur schwarz und weiß und nach diesem Wettlauf ist alles ganz anders als vorher.
Unterschiedliche, rivalisierende Charaktere finden gemeinsame Interessen und werden Freunde. Bei diesem Wettstreit gibt es kein blutiges, sondern ein harmonisches Ende. Vergnügt singen Igel und Hase - gern auch gemeinsam mit dem Publikum - beim Finale das Lied "Der Kuckuck und der Esel".
Das Theater im Globus ist immer wieder für Überraschungen zu haben und zeigt uns das Märchen, wie es bei den Brüdern Grimm steht, findet jedoch eine eigene Lesart und interessante Zwischentöne, die das Publikum immer wieder mit Begeisterung reflektiert.
In bewährter aber wieder neuer Art: Figurentheater in offener Spielweise - rasant und zugleich präzise, witzig und liebenswert, durch die Kombination mehrerer dramaturgischer Ebenen sowie eine besondere Liebe für Sprachgestaltung und Ausstattungsdetails gleichermaßen für Kinder und Erwachsene vergnüglich. Es treten auf: Herr Igel Pik mit seiner Frau, der Hase Hasenohr mit seinem schicken Roller und der schöne Fuchs Rotschwanz.
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Jost Brauns Inszenierung gehört zu einer Reihe spannend-vergnüglicher Bearbeitungen Grimmscher Märchen, wobei neben einer originellen, bildhaften Erzählweise nicht zuletzt auch besonderer Wert auf die Vielfalt und Schönheit der Sprache gelegt wird.
Der „Hase“ bereitete nicht zuletzt tausenden Besuchern aller Altersgruppen bei einer Gastspieltournee durch Chile mit insgesamt 16 Vorstellungen in 9 Städten vergnügliche Theatererlebnisse, begeisterte zuvor u.a. auch schon die Zuschauer bei Gastspielen in Wien, Regensburg und Prag, zwischenzeitlich gab er zum 800. Geburtstag des weltberühmten Thomanerchores in Leipzig ein amüsantes Intermezzo als musikalischer „Thomanerhase“, der in einer Pause während der Chorproben seinen "Wettlauf" absolvierte.
Im Stück zitierte Lieder:
Im Frühtau zu Berge / deutsche Version eines schwedischen Wanderliedes, Melodie um 1900 nach traditioneller schwedischer Weise, deutsche Übersetzung erschien erstmals 1917 in Robert Kothes Lautenlieder /
Zwischen Berg und tiefem, tiefem Tal / deutsches Volkslied, Verfasser unbekannt, um 1825 aus Hessen und der Umgebung von Elberfeld (Wuppertal) /
Der Kuckuck und der Esel / Text Hoffmann von Fallersleben 1835, Melodie Carl Friedrich Zelter 1810, entstanden im Rahmen der Vertonung von Goethes humoristischem Gedicht "Es ist ein Schuss gefallen" /
Inszenierung: THEATER IM GLOBUS
Bühnenfassung, Regie, Ausstattungsleitung: Jost Braun (Master of Fine Arts / Absolvent der Academy of Fine Arts / HGB Leipzig)
Theaterfiguren: Marita Bachmaier
Spiel: Hanne Braun (Diplompädagogin sowie Absolventin der HfS Ernst Busch Berlin / Abteilung Zeitgenössische Puppenspielkunst)
Tickets 0170-8622742; www.puppenspiel-berlin.de












Foto: Haus der Jugend Zehlendorf[/caption]
Jugendliche zwischen 15 und 27 Jahren können vom 19. Bis 23. Oktober an einer Fahrt nach Krakau und zu den Gedenkstätten Auschwitz und Birkenau teilnehmen. Interessierte können sich bis zum 22. Juni anmelden.
In einem gemeinsamen Projekt wollen vier Steglitz-Zehlendorfer Jugendeinrichtungen ein „starkes Zeichen für die Stärkung der Erinnerungskultur und die Förderung der Gedenkstättenpädagogik“ setzen. Vom 19. Oktober bis 23. Oktober findet eine Bildungsfahrt nach Krakau statt, bei der die Teilnehmenden die historischen Gedenkstätten Auschwitz und Birkenau besuchen sowie eine Stadtführung in Krakau erleben werden.
Zielgruppe sind Jugendliche im Alter von 15 bis 27 Jahren, die durch diese Reise nicht nur wertvolles Wissen über die Geschichte des Holocaust erlangen, sondern auch die Möglichkeit erhalten, sich aktiv mit den Themen Erinnerung, Verantwortung und Zivilcourage auseinanderzusetzen.
Geplant sind zwei Exkursionen mit fachkundigen Führungen in das Auschwitz Stammlager sowie Auschwitz-Birkenau mit der Chance auf tiefe Einblicke in die Geschichte und die Auswirkungen des Holocaust. In Krakau steht eine Stadtführung auf dem Programm, bei der die Teilnehmenden mehr über die kulturellen und historischen Hintergründe der Stadt und die jüdische Community erfahren.
Wichtig: die Anmeldefrist endet am 22. Juni. Alle Infos: