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19. Februar 2026
Ein sprudelnder Brunnen aus Architektur, Gartenkultur und Geschichte.
Durch die Villenkolonie zu spazieren, heißt, immer wieder über die Schönheit vieler Villen zu staunen. Sie haben so individuelle Eingänge, sind in ihren Vorgärten reichlich geschmückt mit Blumen, Skulpturen und farbigen Türen; manche Häuser sind mit Efeu berankt bis unter das Dach. Das besondere ist, dass alles nicht protzig oder »reich« wirkt, sondern im besten Sinne bürgerlich und sehr lebendig – mit vielen kleinen Läden und Geschäften, eine bunte Mischung aus Alt und Jung. Ihre Straßen haben Namen, die neugierig machen: da sind einige Hohenzollern verewigt, zahlreiche Militärs, da sind Vornamen von Frauen, deren Namenspatinnen es zu entdecken galt, da warten alte Meister auf Besucher, da ist ein berühmter Künstler, auch Fontane mit Sohn, Philosophen, Architekten und Widerstandskämpfer. Allerdings nach 1933 auch berüchtigte Nationalsozialisten.
Zu den Villen mit ihren Vorgärten und Plätzen führen an die fünfzig Straßengeschichten. Es waren zunächst Privatstraßen, die vom Gründer der Villenkolonie Carstenn benannt worden waren. Doch nicht nur Villen und Gärten, auch der Bau der Hauptkadettenanstalt und der Gardeschützenkaserne bestimmten und bestimmen die Atmosphäre dieses Ortes – und die zwölf Jahre, in denen die Leibstandarte SS Adolf Hitler dort ihren Sitz hatte, dürfen nicht vergessen werden.
Rosemarie Gebauer, bekannt geworden durch ihre literarischen Pflanzenbücher, hat in jahrelanger Recherche die Geschichte »ihrer« Villenkolonie erforscht und bis in die Gegenwart verfolgt. Herausgekommen ist ein aufregendes, abwechslungsreiches Buch, in dem sie auf die Idee und die Gründung dieser Kolonie nach dem deutsch-französischen Krieg 1870/71 eingeht und auf Vorbilder, die ihr Gründer J. a. Wilhelm von Carstenn in ähnlichen Wohnvierteln in Paris, London oder Wien fand. Er wollte aus Berlin »die schönste Stadt der Welt« machen.
Eintritt: frei.
Um Voranmeldung wird gebeten unter Tel. (030) 90299 2410 oder per E-Mail an event-bibliothek@ba-sz.berlin.de












Foto: Haus der Jugend Zehlendorf[/caption]
Jugendliche zwischen 15 und 27 Jahren können vom 19. Bis 23. Oktober an einer Fahrt nach Krakau und zu den Gedenkstätten Auschwitz und Birkenau teilnehmen. Interessierte können sich bis zum 22. Juni anmelden.
In einem gemeinsamen Projekt wollen vier Steglitz-Zehlendorfer Jugendeinrichtungen ein „starkes Zeichen für die Stärkung der Erinnerungskultur und die Förderung der Gedenkstättenpädagogik“ setzen. Vom 19. Oktober bis 23. Oktober findet eine Bildungsfahrt nach Krakau statt, bei der die Teilnehmenden die historischen Gedenkstätten Auschwitz und Birkenau besuchen sowie eine Stadtführung in Krakau erleben werden.
Zielgruppe sind Jugendliche im Alter von 15 bis 27 Jahren, die durch diese Reise nicht nur wertvolles Wissen über die Geschichte des Holocaust erlangen, sondern auch die Möglichkeit erhalten, sich aktiv mit den Themen Erinnerung, Verantwortung und Zivilcourage auseinanderzusetzen.
Geplant sind zwei Exkursionen mit fachkundigen Führungen in das Auschwitz Stammlager sowie Auschwitz-Birkenau mit der Chance auf tiefe Einblicke in die Geschichte und die Auswirkungen des Holocaust. In Krakau steht eine Stadtführung auf dem Programm, bei der die Teilnehmenden mehr über die kulturellen und historischen Hintergründe der Stadt und die jüdische Community erfahren.
Wichtig: die Anmeldefrist endet am 22. Juni. Alle Infos: