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4. November 2025
Elsa Oestreicher, geb. Herz (1878-1962) konnte mit über 80 Jahren in New York auf ein bewegtes Leben mit Höhen und Tiefen, freiwillig und unfreiwillig gegangenen Wegen, Trennungen, Schmerzen und Neuanfängen zurückblicken, aber auch auf ein Leben, in dem das Kochen immer eine große Rolle spielte: als kleines Mädchen in der mütterlichen Küche, als Ernährungsberaterin, als Autorin von Rezeptsammlungen und Lehrerin an verschiedenen Berliner Kochschulen. Sie war eine der ersten Frauen, deren Stimme im Rundfunk zu hören war.
Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten fand das öffentliche Leben der Jüdin Elsa Oestreicher ein jähes Ende. Es gelang ihr für einige Jahre eine private Kochschule zu führen. Im Herbst 1942 wurde sie nach Theresienstadt deportiert, ihr Arbeitsplatz auch hier eine Küche.
Doch Elsa Oestreicher war nicht nur Köchin und Lehrerin. Die über zwei Jahre währende Lagerhaft machte sie zu einer kritischen Chronistin des Ghettos. Sie überlebte den Holocaust und emigrierte 1946 in die USA.
Elsa Oestreichers im Leo Baeck Institut in New York aufbewahrte Gedichte und Tagebuchaufzeichnungen kommen hier erstmals zur Veröffentlichung. Ergänzt um Zeitdokumente ermöglichen sie Einblicke in das bewegte Leben einer beinahe vergessenen lebensstarken Frau.
Eintritt: frei.
Um Voranmeldung wird gebeten unter Tel. (030) 90299 2410 oder per Mail an event-bibliothek@ba-sz.berlin.de












Foto: Haus der Jugend Zehlendorf[/caption]
Jugendliche zwischen 15 und 27 Jahren können vom 19. Bis 23. Oktober an einer Fahrt nach Krakau und zu den Gedenkstätten Auschwitz und Birkenau teilnehmen. Interessierte können sich bis zum 22. Juni anmelden.
In einem gemeinsamen Projekt wollen vier Steglitz-Zehlendorfer Jugendeinrichtungen ein „starkes Zeichen für die Stärkung der Erinnerungskultur und die Förderung der Gedenkstättenpädagogik“ setzen. Vom 19. Oktober bis 23. Oktober findet eine Bildungsfahrt nach Krakau statt, bei der die Teilnehmenden die historischen Gedenkstätten Auschwitz und Birkenau besuchen sowie eine Stadtführung in Krakau erleben werden.
Zielgruppe sind Jugendliche im Alter von 15 bis 27 Jahren, die durch diese Reise nicht nur wertvolles Wissen über die Geschichte des Holocaust erlangen, sondern auch die Möglichkeit erhalten, sich aktiv mit den Themen Erinnerung, Verantwortung und Zivilcourage auseinanderzusetzen.
Geplant sind zwei Exkursionen mit fachkundigen Führungen in das Auschwitz Stammlager sowie Auschwitz-Birkenau mit der Chance auf tiefe Einblicke in die Geschichte und die Auswirkungen des Holocaust. In Krakau steht eine Stadtführung auf dem Programm, bei der die Teilnehmenden mehr über die kulturellen und historischen Hintergründe der Stadt und die jüdische Community erfahren.
Wichtig: die Anmeldefrist endet am 22. Juni. Alle Infos: