22. November 2025
Jedes Jahr sterben Menschen aus unserer Mitte, die amtlich bestattet werden müssen, weil für sie keine Angehörigen ermittelt werden können oder diese die Verantwortung für die Beisetzung ablehnen. In einem solchen Fall wird die Beisetzung durch die Abteilung „Ordnungsbehördliche Bestattungen“ des Gesundheitsamtes Steglitz-Zehlendorf veranlasst.
Im Zeitraum seit der letzten Trauerfeier am 23.11.2024 sind von Oktober 2024 bis zum Ende September 2025 in Steglitz-Zehlendorf 272 Menschen einsam verstorben. Ihnen möchten wir am 22. November 2025 um 16:30 Uhr in der Dreifaltigkeitskirche in Lankwitz, Gallwitzallee 4-6, 12249 Berlin, unabhängig von ihrer konfessionellen Gebundenheit Gedenken. Während der Trauerfeier werden die Namen der Verstorbenen verlesen.
Es besteht für die Besucher:innen die Gelegenheit, eine Blume oder persönliche Gegenstände auf den Stufen zum Altarraum abzulegen. Der Blumenschmuck wird von den Veranstaltenden zu den Gräbern der Verstorbenen gebracht werden.
Die Gedenkfeier wird im Auftrag der BVV vom Gesundheitsamt Steglitz-Zehlendorf und dem Diakonischen Werk Steglitz und Teltow-Zehlendorf e.V. unter Einbindung der verschiedenen Glaubensgemeinschaften und dem Humanistischen Verband ausgerichtet.
Um die Vielfältigkeit der Verstorbenen aus unserem Bezirk darzustellen werden auch Vertreterinnen und Vertreter weiterer Konfessionen, wie zum Beispiel der Imam der Ibn-Rushd-Goethe-Moschee Mohamed El-Kateb, aber auch nicht konfessionelle Akteure wie Markus Schönbauer, Geschäftsführer des Mittelhof e. V. und Nina Rotner, der Referentin für humanistische Feierkultur des Humanistischen Verbandes, die Namen von Verstorbenen verlesen.
Jede/Jeder ist herzlich dazu eingeladen, sich diesem Gedenken anzuschließen.
Gemeinsam möchten wir der Tatsache ins Auge blicken, dass es leider zu viele Menschen aus unserer Mitte gibt, die zu Lebzeiten keine soziale oder persönliche Verbundenheit gefunden oder diese frühzeitig verloren haben.












Foto: Haus der Jugend Zehlendorf[/caption]
Jugendliche zwischen 15 und 27 Jahren können vom 19. Bis 23. Oktober an einer Fahrt nach Krakau und zu den Gedenkstätten Auschwitz und Birkenau teilnehmen. Interessierte können sich bis zum 22. Juni anmelden.
In einem gemeinsamen Projekt wollen vier Steglitz-Zehlendorfer Jugendeinrichtungen ein „starkes Zeichen für die Stärkung der Erinnerungskultur und die Förderung der Gedenkstättenpädagogik“ setzen. Vom 19. Oktober bis 23. Oktober findet eine Bildungsfahrt nach Krakau statt, bei der die Teilnehmenden die historischen Gedenkstätten Auschwitz und Birkenau besuchen sowie eine Stadtführung in Krakau erleben werden.
Zielgruppe sind Jugendliche im Alter von 15 bis 27 Jahren, die durch diese Reise nicht nur wertvolles Wissen über die Geschichte des Holocaust erlangen, sondern auch die Möglichkeit erhalten, sich aktiv mit den Themen Erinnerung, Verantwortung und Zivilcourage auseinanderzusetzen.
Geplant sind zwei Exkursionen mit fachkundigen Führungen in das Auschwitz Stammlager sowie Auschwitz-Birkenau mit der Chance auf tiefe Einblicke in die Geschichte und die Auswirkungen des Holocaust. In Krakau steht eine Stadtführung auf dem Programm, bei der die Teilnehmenden mehr über die kulturellen und historischen Hintergründe der Stadt und die jüdische Community erfahren.
Wichtig: die Anmeldefrist endet am 22. Juni. Alle Infos: