Der Hahn-Meitner-Campus in Wannsee von oben. Hier steht der umstrittene Forschungsreaktor. Archiv-Foto: HZB/DirkLaubner

Der Hahn-Meitner-Campus in Wannsee von  Archiv-Foto: HZB/DirkLaubner

 

Im Forschungsreaktor Wannsee hat es ein „meldepflichtiges Ereignis“ gegeben. Wie aus dem jüngst veröffentlichten Monatsbericht des Bundesamtes für Strahlenschutz hervorgeht, wurde der Reaktor abgeschaltet, weil die Schieflastüberwachung angeschlagen hatte. Grund dafür war der Ausfall einer Neutronen-Ionisationskammer. Der Vorfall hatte sich bereits im Dezember vergangenen Jahres ereignet.

Der Ausfall einer der vier Messkammern hatte zu einer scheinbaren Schieflast geführt, heißt es in dem Bericht. „Im vorliegenden Fall kam es deshalb zur Auslösung der automatischen Reaktorschnellabschaltung. Der Reaktor wurde nach Austausch der defekten Messkammer noch am selben Tag wieder angefahren.“ Der Betreiber habe den Vorfall mit der Stufe 0 der internationalen Bewertungsskala INES eingestuft, was bedeutet, dass er keine oder eine sehr geringe sicherheitstechnische beziehungsweise keine radiologische Bedeutung habe.

(sn)