
Richtfest für das Paulinim Dahlem: Bezirksstadtrat Norbert Schmidt (Mitte) freute sich über den raschen Baufortschritt. Foto: Diamona&Harnisch
An der Wichernstraße in Dahlem, in unmittelbarer Nähe des Botanischen Gartens wurde am Freitag Richtfest gefeiert. Dort errichtet der Berliner Projektentwickler Diamona & Harnisch in Zusammenarbeit mit dem Architekturbüro Patzschke Schwebel Architekten auf einem rund 7.578 Quadratmeter großen Baugrundstück das Paulinum-Dahlem. Seit August 2014 sind hier die Rohbauarbeiten in vollem Gange. „Bis zum Frühjahr 2016 werden die fünf Neubauvillen mit einer Gesamtwohnfläche von zirka 4.300 Quadratmetern komplett fertig gestellt“, so Alexander Harnisch, Geschäftsführer von Diamona & Harnisch. Das Gesamtinvestitionsvolumen beträgt rund 30 Millionen Euro.
Bezirksstadtrat Norbert Schmidt (CDU) begrüßte den planmäßigen Bau der Wohnanlage: „Als Bezirk ist es uns wichtig, die Projektentwickler vor Ort zu unterstützen und unseren Teil dazu beizutragen, die Nachfrage nach neuem Wohnraum in Steglitz-Zehlendorf zu befriedigen. Das ‚Paulinum-Dahlem‘ ist eine Bereicherung des Standortes, der nun eine deutliche Aufwertung erfährt.“
„Korrespondierend mit dem Baustil eines bestehenden denkmalgeschützten, ehemaligen Schulgebäu- des auf dem Grundstück wurde die Architektur der fünf Neubauten an die zwei Bestandsgebäude auf dem Grundstück angepasst“ erklärt Architekt Jürgen Patzschke. „So wurden charakteristische Merkmale aufgegriffen und in die neu entstehenden Fassaden auf dem Grundstück getragen.“
(sn)











Foto: Daniela von Treuenfels[/caption]
Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz unterstützt mit 50.000 Euro die Sanierung der Dachkonstruktion und Dachhaut im westlichen Querschiff der Dreifaltigkeitskirche in Lankwitz. Die Gemeinde ist weiter auf Spenden angewiesen.
Denn insgesamt sollen nach den Berechnungen des beauftragten Planungsbüros die Arbeiten rund zwei Millionen Euro kosten, davon muss die Gemeinde 150.000 Euro selbst tragen. In drei Bauabschnitten werden zunächst die Portaltürme, das Kirchenschiff und die Querhäuser erneuert. Danach folgt der Kirchturm, zuletzt werden Apsis und Sakristei neu eingedeckt.
Das Gotteshaus hat ein neues Dach dringend nötig. Stürme der letzten Jahre haben der Konstruktion stark zugesetzt, teilweise sind Dachziegel auf den Kirchhof und die stark frequentierte Paul-Schneider-Straße und die Gallwitzallee gestürzt. Die Kupferbekrönungen, so hält es der Denkmalplaner in seinem Gutachten weiter fest, sind korrodiert, die darunterliegende Schalung ist durchfeuchtet. An der Dachkonstruktion fehlen Ziegel. Wo eine Dämmung vorhanden ist, ist sie durchfeuchtet und besteht aus krebserregenden Baustoffen. Kurz gesagt: hier musste etwas passieren, und zwar schnell.
Die Dreifaltigkeitskirche gilt mit ihrem imposanten hoch aufragenden Turm als Wahrzeichen und Zentrum von Lankwitz. Der Sakralbau wurde im Stil der märkischen Backsteingotik ab 1903 errichtet und 1906 geweiht. Der Detailreichtum der Fassade setzt sich nach oben hin fort; die Dachlandschaft ist durch eine Vielzahl an verschiedenen Konstruktionen unterschiedlicher Dach- und Turmformen, Material und Verzierungen geprägt. Der dominierende Vierungsturm mit seiner Zier verleiht der Dreifaltigkeitskirche ihr markantes Aussehen.
Die Gemeinde beheimatet in ihren Gebäuden unter anderem eine Pflegestation, die Haltestelle Diakonie für die Unterstützung psychisch oder an Demenz Erkrankter und ein Sozialcafé. In Zusammenarbeit mit der „Berliner Tafel“ gibt es wöchentlich eine Lebensmittelausgabe, die 140 Haushalte versorgt. Jährlich zum Totensonntag im November gibt es eine interreligiöse Gedenkfeier zur Erinnerung an Menschen, die einsam verstorben sind und behördlich bestattet wurden.
Spenden für die Sanierung der Kirche sind möglich auf das Konto
Dreifaltigkeitsgemeinde Lankwitz
IBAN: DE03 5206 0410 6803 9663 99
BIC: GENODEF1EK1
Spendenzweck: Kirchendach
Der Zuschuss der Deutschen Stiftung Denkmalschutz kommt aus Spendengeldern der Stiftung und aus Lottomitteln.