Um den Anschluss nicht zu verlieren, erhalten langfristig erkrankte Kinder Unterricht im Krankenhaus.Archiv-Foto: Dieter Schütz/pixelio.de
Wenn die Bezirksverordnetenversammlung von Steglitz-Zehlendorf am Mittwochabend tagt, dann wird sie wahrscheinlich einem Antrag zustimmen, der eigentlich schon durch – wie es so schön im Verwaltungsdeutsch heißt – Amtshandeln erledigt ist. Es handelt sich um die Beschulung schulpflichtiger Patienten in den Krankenhäusern des Bezirks.
Wie Heike Waldschütz, kommissarische Leiterin der Schulaufsicht Steglitz-Zehlendorf, dem Schulausschuss jüngst erklärte, sei in der Vergangenheit sehr großzügig mit den Stunden umgegangen worden. Heißt, selbst Kinder, die nur für ein paar Tage im Krankenhaus waren, etwa weil ihnen der Blinddarm entfernt wurde, wurden in dieser Zeit beschult. Dies kam auf den Prüfstand. Denn der Klinikunterricht sei gedacht für Kinder, die längerfristig krank sind, erklärte Waldschütz, etwa bei Krebserkrankungen. Dies werde auch weiterhin beibehalten. Die Stunden seien zwar zurückgefahren worden, aber sie deckten den Unterricht für längerfristig erkrankte Kinder ab, versicherte Waldschütz.
Auf Nachfrage der StadtradNachachrichten konnte Waldschutz auch Zahlen nennen. Demnach wurden im Krankenhaus Emil von Behring im Schuljahr 2012/13 zum Stichtag insgesamt 692 Schüler der Klassen 1 bis 12 unterrichtet. Die meisten seien – vorbehaltlich einer klaren Definition – nicht langzeiterkrankt gewesen. „Die Liegezeiten der Unterrichteten variieren zwischen drei Tagen und vier Wochen. Statistisch nicht erfasst sind die Schülerinnen und Schüler, die sich in regelmäßigen Abständen in Krankenhäusern befinden.“ Im kommenden Schuljahr stünden für die Beschulung von Patienten 62 Stunden zur Verfügung – ob dies in Form von Krankenhaus- oder Hausunterricht passieren wird, entscheidet die Schulbehörde.
Die Beschulung übernimmt, wie auch bisher, die Biesalski-Schule.
Nach einer Diskussion, ob der Antrag nicht erledigt sei, ob man ihn dadurch ergänzen soll, indem man einfügt, dass die Beschulung für längerfristig erkrankte Schüler gelte und ob man definieren soll, was „längerfristig“ heißt, stimmte der Ausschuss dann doch über den Ursprungsantrag ab. Er wurde einstimmig angenommen.
(go)










Größere Veränderungen werfen ihre Schatten voraus: derzeit erfährt das direkte Umfeld des Kranoldplatzes eine Neugestaltung. | Foto: Daniela von Treuenfels[/caption]
Kaum Wissen, keine professionelle Kommunikation. Eine Zukunftsstrategie für den Markt entsteht so nicht.
Ein Kommentar von Stephan Voß
Eine Anfrage des Bezirksverordneten Dennis Egginger - Gonzales (DIE LINKE) brachte es ans Licht: Im Bezirksamt ist über das tatsächliche Marktgeschehen auf dem Kranoldplatz vergleichsweise wenig Wissen vorhanden.
Und es gibt keine erkennbaren Strategien, den Markt für die Zukunft fit zu machen (