Vollpfosten-Rundweg am Breitenbachplatz?

Vollpfosten-Rundweg am Breitenbachplatz?

Die Straße wird abgerissen, die Brückenpfeiler bleiben stehen – ein Fall für den Biertisch. | Foto: Daniela von Treuenfels

 

Die Brücke wird abgerissen, die Betonpfeiler bleiben stehen. Was bei den einen Ratlosigkeit und Kopfschütteln auslöst, lässt bei manchen Bezirkspolitikern kreative Ideen sprudeln.   

So schlagen die Linken in der BVV Steglitz-Zehlendorf vor, „in Kooperation mit den zuständigen Verwaltungsstellen und in Kooperation mit Künstler*innen für die Zeit ab 2026, in der nur die Betonpfeiler der ehemaligen A104 am Breitenbachplatz ohne Fahrbahn stehen werden, durch „Kunst am Betonpfeiler“ (ähnlich wie am „Bierpinsel“) für optische Aufwertung und künstlerische Anregungen im Kiez zu sorgen.“

Die SPD will schon in diesem Sommer ein Kulturevent auf der derzeit ungenutzten Brücke stattfinden lassen. Gemeinsam mit dem Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf sowie lokalen Initiativen, Vereinen, religiösen Einrichtungen und den ansässigen Bildungs- und Forschungseinrichtungen soll ein Nachbarschaftspicknick im Stile der Aktion „Still-Leben Ruhrschnellweg“ geplant werden. Am 18. Juli 2010 war die autobahnähnlich ausgebaute B1 und die A40 zwischen Dortmund und Duisburg über die gesamte Länge gesperrt worden. An aufgestellten Bierbankgarnituren konnten Menschen zusammenkommen sowie Institutionen sich präsentieren. Eine ähnliche Veranstaltung, heißt es im Antrag für die gestrige BVV, „könnte ein großer Gewinn für die anliegende Nachbarschaft und die Bezirke sein, insbesondere in Zeiten, in denen Nachbarschaftlichkeit, Solidarität und Zusammenrücken wichtiger denn je ist.“

Die Ideen zur Zwischennutzung sind aus der Not geboren und Folge der Planlosigkeit der Berliner Verkehrsverwaltung. Die hatte im vergangenen Jahr kurzfristig den Tunnel unter dem Wohnhaus Schlangenbader Straße sperren lassen. In einer Bürgerveranstaltung im Februar im Titania-Kino betonten Senatorin Manja Schreiner (CDU) und Mitarbeiter ihres Hauses noch einmal die Alternativlosigkeit dieser Entscheidung. Nach einer Übung der Berliner Feuerwehr im Juli 2022 und der folgenden Auswertung sei eine Schließung des Tunnels unvermeidlich gewesen. Trotz einer ausführlichen Begründung – erhebliche Ausstattungslücken (Notrufe und Lüftung), fehlende Videoüberwachung, keine Notbeleuchtung… – waren die rund 400 Besucher im vollbesetzten Kinosaal skeptisch. Dass es nicht möglich gewesen sein sollte, den Tunnel bei laufendem Betrieb abschnittsweise zu sanieren, wollten die Anwohner nicht glauben.

 

Aufmerksame Zuhörer im vollbesetzten Kinosaal am 28. Februar. Mehrfach gab es Anlass, die Contenance zu verlieren – doch mehr als ungläubiges Staunen und gesittete Unmutsbekundungen waren nicht drin beim Steglitzer Publikum. | Foto: Daniela von Treuenfels

 

Der Abriss der Brücken stand dagegen schon länger auf der Agenda und war durch ein Gutachten fachlich untermauert und politisch entschieden. Doch auch hier konnte die Verwaltung keine vorausschauende Strategie präsentieren. Weil eine „planrechtliche Untersuchung“ bislang fehle, müssten die Brückenpfeiler zunächst stehenbleiben, erklärte die Verwaltung den erstaunten Zuhörern. Rein theoretisch könnte eine Abwägung zum Ergebnis kommen, dass statt dem Abriss ein Ersatzneubau errichtet werden muss. Diese Variante gilt aber als sehr unwahrscheinlich.

Schulterzucken auch bei der Umfahrung der Großbaustelle, die die Gegend um den Breitenbachplatz ab Ende des Jahres rund vier Jahre lang begleiten wird. Sie soll vom Breitenbachplatz über die Schorlemer- und Podbielskiallee weiter über die Rheinbabenallee und über den Hohenzollerndamm führen. Ob die Autofahrer diese lange Route tatsächlich nutzen oder sich Abkürzungen durch kleinere Wohnstraßen suchen werden, bleibt abzuwarten. Anwohner befürchten eine hohe Verkehrsbelastung, die Verwaltung gibt sich ratlos: Die Alternative über das Kreuz Schöneberg und die A 103 nach Steglitz würde nicht angenommen.

Last but not least: Der Breitenbachplatz soll wieder ein attraktiver Stadtplatz werden, auch Wohnungen könnten hier gebaut werden. Doch dafür ist nicht die Verkehrverwaltung zuständig, sondern jene für Stadtentwicklung. Man sei in Gesprächen, hieß es im Februar. Konkrete Pläne gebe es bisher nicht.

Einen Biertisch auf die Straße zu stellen, scheint angesichts der Lage keine schlechte Idee. Hier sind schon manche brauchbaren Konzepte entstanden.

 

Daniela von Treuenfels 

 

 

 

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Kunstausstellungen in Steglitz-Zehlendorf
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Kunstausstellungen in Steglitz-Zehlendorf

  [caption id="attachment_89286" align="aligncenter" width="620"] Kunst to go: Großformatige Acrylleinwände, leuchtende Aquarelle, ungewöhnliche Fotografien oder auch filigrane Papierobjekte - zwischen den täglichen Besorgungen kann man am ersten Freitag eines Monats Kunst im LIO genießen. | Foto: Ulrike Meyer[/caption]  

Malerei, Skulptur, Fotografie  – in Steglitz-Zehlendorf gibt es viele Anlässe und Orte für Kunstgenuss

An dieser Stelle möchten wir Ihnen einen Überblick über die künstlerische Vielfalt in unserem Bezirk geben. Die Reihenfolge der Auflistung entspricht der Reihenfolge in unserem Posteingang. Eine Wertung oder ein Ranking ist damit nicht verbunden. Neben Ausstellungen haben hier auch Kunst(handwerk)märkte ihren Platz. Fehlt etwas? Hinweise bitte an: redaktion@stadtrand-nachrichten.de Alle Angaben ohne Gewähr. Bitte informieren Sie sich vor einem Besuch auf den Webseiten der Ausstellungsorte.

Ausstellungsort Landarbeiterhaus Kleinmachnow

Die Bronzeskulpturen von Susanne Kraisser beschwören in ihrer grazilen Harmonie die großen Vorbilder klassischer Bildhauerkunst. In wirkungsvollem Kontrast dazu stehen die poetisch-autobiografischen Bilder des Malers Georg Weise mit ihren gebrochenen Farben und rissigen Oberflächen. Vernissage am 30. August um 16 Uhr 30. August bis 27. September Die Ausstellung ist geöffnet samstags und sonntags von 14.00 -18.00 Uhr, Eintritt frei

The Gallery of Things

Was passiert, wenn ein ikonisches Gemälde plötzlich Klebeband braucht? Annette von Ulardt, bekannt als 'vonwunderfitz', stellt genau diese Frage – und beantwortet sie mit einem Augenzwinkern. In ihrer Fotografie-Serie rekonstruiert sie große Werke der Kunstgeschichte mit einfachsten Mitteln: Alltagsgegenstände, improvisierte Setups, viel Geduld und eine gehörige Portion Witz ersetzen, was einst Pinsel, Marmor oder Leinwand schufen. Was dabei entsteht, ist mehr als eine humorvolle Hommage an die Kunstgeschichte. Es ist eine Einladung: Schau nochmal hin. Entdecke das Vertraute neu. Lass dich überraschen von dem, was du zu kennen glaubst. Ihre Bilder spielen mit Erwartung und Auflösung, mit Ehrfurcht und Leichtigkeit – und sie tun das mit einer Wärme, die selten ist. Kunst, die zum Lachen bringt, ohne zu verharmlosen. Humor als kuratorische Haltung. IN ECHT JETZT?! ist eine Ausstellung über den kreativen Mut, das Große kleinzumachen – und dabei zu entdecken, wie viel Größe im Kleinen steckt. 15.8. - 24.8.2026

Galerie Creative Game

Kleine Schätze und große Namen der Kunst. Die Galerie Creative Game präsentiert mit der Ausstellung Sammlung Wagner kleine Schätze und große Namen der Kunst. Eine Sammlung, die von der langjährigen Kuratorin des Freiburger Kunstvereins, Helena Vetter, zusammengestellt und an Barbara Wagner vererbt wurde. Zu sehen ist eine außergewöhnliche Auswahl bedeutender Werke der Klassischen Moderne des 20. und 21. Jahrhunderts. Die Ausstellung vereint charakteristische Arbeiten und eröffnet spannende Einblicke in künstlerische Handschriften. Besonderes Augenmerk liegt auf den kleinen Schätzen der Sammlung Wagner – ausgewählten Kunstwerken zu attraktiven Preisen. Vernissage Freitag, 14. August, 19 Uhr Öffnungszeiten Samstag/Sonntag: 15. - 16. August, 13 - 17 Uhr Samstag/Sonntag: 22. - 23. August, 13 - 17 Uhr Finissage Freitag, 21. August, 19 Uhr Live Music mit Myles Kooper *********************** Der Künstler Visuman, bürgerlich Jörg Tenbrock, gibt einen Einblick in sein Schaffen unter dem Motto: Eine kleine Reise durch das „Visuversum“. Gezeigt werden Werke aus der Vielfalt seiner Bilderserien. Der Fokus liegt unter anderem auf dem Spiel mit der Geometrie, gemäß seinem Leitspruch: Die Geometrie ist das Urbild der Schönheit der Welt. Vernissage Freitag, 28. August, 19 Uhr Öffnungszeiten Samstag/Sonntag: 29. - 30. August, 13 - 19 Uhr Samstag/Sonntag: 5. - 6. September, 13 - 19 Uhr Finissage und Künstlergespräch Freitag, 4. September, 19 Uhr Live Music mit Myles Kooper Galerie Creative Game Jägerstraße 12A 12209 Berlin-Lichterfelde

Ratswaage Lankwitz      

Im August: “Kunst wäscht den Staub des Alltags von der Seele” mit Werken von Sabine Niekrentz. Die Midissage mit Musik findet am Samstag, den 15.08.2026 um 15:00 Uhr statt. Ein offener Sonntag in Anwesenheit der Künstlerin ist am 23.08.26 von 14:00 – 17:00 Uhr. Eintritt kostenlos. Infos: https://www.berlin.de/ba-steglitz-zehlendorf/politik-und-verwaltung/beauftragte/gleichstellung/artikel.1526634.php

Museum Europäischer Kulturen

Poppige Farben auf goldenem Grund neben tiefschwarzer Brautkleidung: Donauschwäbische Trachten geben überraschende Einblicke in die einstigen Lebenswelten von Frauen und Mädchen.  Die Ausstellung schlägt Brücken zwischen Tradition und Moderne, Ideologie und Realität, einstigem und heutigem textilen Upcycling. Sie gibt Einblicke in das Leben von Donauschwäbinnen, die sich als Nachkommen deutschsprachiger Ausgewanderter vom späten 17. bis zum 19. Jahrhundert im Königreich Ungarn niederließen. Dort lebten sie als eine ethnische Gruppe unter vielen. 20 Kleiderensembles, zahlreiche Fotografien, Zeichnungen von Erna Piffl und weitere Objekte machen deutlich: Persönliche Erinnerungen sind in Textilien eingewebt, Lebensgeschichten untrennbar mit ihnen verbunden. Sie laden die Besucherinnen und Besucher ein, in europäische Geschichte(n) über Ankommen, Existenz, Abgrenzung und Integration, Ver- und Entwurzelung einzutauchen. Schwerer Stoff: Frauen – Trachten – Lebensgeschichten 24.04.2026 bis 29.03.2027 https://www.smb.museum/ausstellungen/detail/schwerer-stoff/  

Gutshaus Steglitz

Alberto Giacometti (1901–1966) zählt zu den bedeutendsten Künstlern des 20. Jahrhunderts. Besonders sein einzigartiges und unverkennbares plastisches Werk ist von Weltrang: Seine gelängten, fragilen Figuren, die Köpfe und Büsten, über- und unterlebensgroß, scheinen sich im Raum zu verflüchtigen und doch treten sie uns mit einer ungeheuren Physis und Präsenz gegenüber. Das Zentrum der Ausstellung bilden vier Bronzen. Ihre Sujets sind exemplarisch für das Œuvre, dessen Motive sich zunehmend auf einige wenige reduzieren: Petit buste sur double socle (1940/41), Femme debout (um 1947), La Cage (première version) (1950) und Tête de Diego (um 1955). Sie werden begleitet von Malereien und Papierarbeiten, die Giacomettis Aus­einandersetzung mit der Figur und dem Raum erlebbar machen: Darstellungen von stehenden Frauen, gehenden Männern, von Köpfen, von Menschenmengen in den Straßen von Paris. Helmut Klewan (Jg. 1943) war von 1970 bis 1999 Galerist in seiner Heimatstadt Wien und später in München. Seither ist er Sammler. Er hat die umfangreichste Privatsammlung von Werken Alberto Giacomettis im deutschsprachigen Raum. Giacometti. Figur. Raum - Plastik, Malerei und Papierarbeiten aus der Sammlung Klewan ab 5. November Mo–So 10–18 Uhr Eintritt frei ****** Die Ausstellung Osage Orange der Künstlerinnen Antje Majewski und Jen Tiger erzählt anhand eines Baums, des Osagedorns, eine verflochtene Geschichte über indigene Kultur, Kolonisierung und Transformationen von Landnutzung. Ausgehend von der Faszination für die gelbgrün schimmernden Früchte der Maclura Pomifera, die sich im Herbst auch im nahe des Gutshauses gelegenen Botanischen Garten finden, entwickelte Antje Majewski ein rechercheintensives Langzeitprojekt mit einer Gruppe von Werken, welche die Osage Orange in unterschiedlichen Bedeutungszusammenhängen und Medien (Malerei, Video, Installation) in den Blick nehmen. Der Osagedorn führte Majewski in die Vergangenheit und in die USA, das Herkunftsland des Baums. Er ist nach der indigenen Osage Nation benannt, die das Holz des Baums besonders für den Bau von Jagdbögen schätzte. Videointerviews mit dem Osage-Ältesten Raymond Lasley, der heute noch Jagdbögen aus Osage-Holz herstellt, und dem Forstexperten Mark Bays öffnen ein Panorama aus Vertreibung, Siedlungsgeschichte, ökologischen Krisen und Wiederaufforstung. Jen Tiger untersucht seit Jahren die Geschichte der Zwangsassimilation der Osage in Kirchen- und Internatsschulen, in denen Kinder – darunter ihre eigenen Vorfahren – von ihren Familien getrennt und in die Wertewelt der weißen Siedlergesellschaft überführt werden sollten. In zahlreichen Archiven hat sie Fotografien, Dokumente und Berichte zusammengetragen und aus diesem Material eine dichte visuelle Sprache entwickelt, die Trauma und Widerstand gleichermaßen sichtbar macht. Antje Majewski & Jen Tiger – Osage Orange 29. Mai bis 18. Oktober 2026 Mo–So 10–18 Uhr, Eintritt frei Eröffnung: Donnerstag, 28. Mai 2026, 18.30 Uhr Gutshaus Steglitz Schloßstraße 48, 12165 Berlin    

Kunsthaus Dahlem

Das Kunsthaus Dahlem zeigt mit Jetztzeit – Layers of the Present die erste institutionelle Einzelausstellung von Gulnur Mukazhanova in Berlin. Die Künstlerin, deren Werk textile Arbeiten, Fotografie und installative Formate umfasst, entwickelt hierfür eine ortspezifische Installation, die sich – in Anlehnung an Walter Benjamins Begriff der »Jetztzeit« – mit der Frage auseinandersetzt, wie Vergangenheit unsere Gegenwart und unser Denken prägt. Gulnur Mukazhanova (*1984, Semipalatinsk, Kasachstan) lebt seit zwanzig Jahren in Berlin und zählt zu den bekanntesten Künstler:innen ihres Herkunftslandes. Ihre Arbeiten verbinden textile Traditionen Zentralasiens mit Ansätzen der Konzeptkunst und Abstraktion. Im Zentrum ihrer Praxis stehen Fragen von Erinnerung, Identität, Migration und kulturellem Wandel. Dabei arbeitet sie vor allem mit Filz – einem Material, das tief in nomadischen Handwerkstraditionen verwurzelt ist und das sie in raumgreifenden Installationen zu einem Träger von Geschichte, Körperlichkeit und kollektiver Erfahrung transformiert. 4.7. bis 4.10.2026 *********** Melanie Ender hat für ihre Ausstellung im ehemaligen Atelier von Arno Breker, dem führenden Monumentalbildhauer des Nationalsozialismus, feingliedrige, ortsspezifische Installationen konzipiert, die sich jedem Anspruch auf Dauerhaftigkeit widersetzen. Die Künstlerin untersucht, wie auf Stabilität und Kontrolle angelegte Strukturen im Laufe der Zeit ihre Offenheit für Transformation enthüllen. Gerade Linien verzerren sich, vermeintlich starre Metallstäbe balancieren in fragilen Situationen – Enders Arbeiten bleiben sensibel und reaktionsfähig für ihre Umgebung. Auf diese Weise entstehen Werke, die starre Ordnungen auflösen und Prozesse der Veränderung erfahrbar werden lassen. Melanie Ender (*1984, Wien) lebt und arbeitet überwiegend in Wien. Ihre skulpturale Praxis ist prozessorientiert und basiert auf einer intensiven Auseinandersetzung mit dem Material als einem aktiven Gegenüber. Sowohl für die Ausstellung im Kunsthaus Dahlem als auch in ihren aktuellen Arbeiten beschäftigt sie sich verstärkt mit korrodiertem Stahl und Textilien. Mit oft nur minimalistischen Eingriffen macht sie das Potenzial dieser Materialien für Veränderung und Wandlung sichtbar. 4.7. bis 4.10.2026  

Brücke-Museum

Das Projekt Learning from … Nature denkt den klassischen Skulpturengarten neu. Auf dem großen Waldgrundstück, rund um das Brücke-Museum entsteht ein künstlerischer Naturlehrpfad. Zeitgleich zeigt das Museum eine Ausstellung, die das historische Streben der Brücke-Künstler nach einer Harmonie zwischen Mensch und Natur untersucht und damit die Beschäftigung von Learning from … Nature mit der Brücke-Kunst verbindet und vertieft. ab 5. Juli https://www.bruecke-museum.de/de/programm/ausstellungen/4196/learning-from-nature ******* Anfang des 20. Jahrhunderts verließen Ernst Ludwig Kirchner, Max Pechstein, Karl Schmidt-Rottluff und Erich Heckel die Städte, um in der Natur zu malen und zu leben. In ihren Gemälden, Zeichnungen, Druckgraphiken und Aquarellen feiern sie die Landschaft, das Lebendige, den menschlichen Körper, das dynamische Sein. Die Ausstellung thematisiert das Streben der Brücke-Künstler nach einer Harmonie zwischen Mensch und Natur. 5. Juli bis 25. Oktober https://www.bruecke-museum.de/de/programm/ausstellungen/4198/brcke-natur-natur-brcke ******
Das Brücke-Museum präsentiert die erste umfassende Schau zur Schwedischen Moderne in Deutschland. Der Schwerpunkt der Präsentation liegt auf den Künstlergruppen De Unga [Die Jungen], De åtta [Die Acht] und den Göteborg-Koloristen. Wie die Brücke-Künstler wollten auch diese sich von festgefahrenen akademischen Traditionen lösen und neue künstlerische Wege beschreiten. Gezeigt werden Schlüsselwerke aus der Sammlung des Moderna Museet in Stockholm. Nachdem die Sammlung des Brücke-Museums 2024 in Stockholm zu sehen waren, präsentiert die Ausstellung Schwedische Moderne den zweiten Teil und kann so erstmalig Höhepunkte des Moderna Museets in Berlin zeigen. 7. November 2026 bis 28. Februar 2027 https://www.bruecke-museum.de/de/programm/ausstellungen/4208/schwedische-moderne
Brücke-Museum Bussardsteig 9 14195 Berlin

Haus am Waldsee

Zum 80-jährigen Jubiläum 2026 richtet das Haus den Blick zurück auf seine Anfangsjahre – auf den Wandel vom privaten Wohnhaus zum Ausstellungshaus, auf Brüche und Kontinuitäten der Nachkriegszeit und auf die Spuren, die diese Entwicklungen im Selbstverständnis der Institution hinterlassen haben. Ab dem 20. Februar feiert der Kunstort in der ehemaligen Industriellenvilla Haus Knobloch seinen Geburtstag mit diversen Ausstellungen. Die Übersicht: https://hausamwaldsee.de/vorschau/
 

Villa Liebermann

Im Sommer 2026 widmet sich die Liebermann-Villa am Wannsee in der vierten Ausstellung der Reihe IM FOKUS einem bislang wenig beachteten Aspekt im Werk Max Liebermanns: seinen Pastellen. Die Ausstellung zeigt anhand ausgewählter Motive, wie sehr die Pastelltechnik Liebermanns Bildsprache prägte und welchen Rang diese Arbeiten in seinem Gesamtwerk einnehmen. Lesen Sie dazu auch die Ausstellungsempfehlung von Ulrike Meyer: https://stadtrand-nachrichten.de/liebermanns-pastelle-eine-welt-in-kreide/ 6. Juni bis 21. September 2026 Liebermann-Villa am Wannsee, Colomierstraße 3, 14109 Berlin, www.liebermann-villa.de  

Schwartzsche Villa

Die Einzelausstellung von Niina Lehtonen Braun beschäftigt sich mit dem weiblichen Körper und seinen Veränderungen, wie beispielsweise durch die Wechseljahre oder die Geburt und sogenannte Frauenkrankheiten. Bereits seit vielen Jahren erkundet Niina Lehtonen Braun in ihren Collagen und Gemälden die Frau als Teil einer Generationenkette, verschiedene Rollen des Frauseins und die damit verbundenen Erwartungen und Zuschreibungen. Die Ausstellung und das begleitende Kunstbuch ermöglichen durch die eigenen persönlichen Themen auch einen sensiblen Zugang für andere und ein Eintauchen in Fragen rund um den weiblichen Körper. Es entsteht ein dichtes Geflecht von Narrationen, Bildern und Assoziationen. Gefundene Materialien, Zeitungsausschnitte, Fotografien, ein Animationsfilm und Zeichnungen werden gemeinsam mit Malereien zu einem Ganzen verschmolzen, das ein vielschichtiges und berührendes Bild zeichnet, was es bedeutet, Frau, Freundin, Mutter oder Tochter zu sein. Niina Lehtonen Braun – My body is my studio Kulturhaus Schwartzsche Villa, Galerie 14. Mai bis 27. September 2026 Mo–So 10–18 Uhr, Eintritt frei

Bernhard Heiliger Stiftung

Derzeit keine Ausstellung bekannt, der Skulpturengarten zeigt Großskulpturen von Bernhard Heiliger: https://bernhard-heiliger-stiftung.de/werk/skulpturengarten/ Bernhard-Heiliger-Stiftung Käuzchensteig 8, 14195 Berlin https://bernhard-heiliger-stiftung.de/  

Kunst im LIO

Jeden ersten Freitag im Monat stellen fünf Künstler und Künstlerinnen im Einkauszentrum LIO am Kranoldplatz ihre Arbeit vor.  

Achim Freyer Stiftung

Der Maler, Graphiker und Theaterregisseur Achim Freyer ist auch ein begeisterter Kunstsammler. Seine Privatvilla in Lichterfelde beherbergt neben Werken namhafter Künstler auch Bilder und Objekte unbekannter Maler und Graphiker. Hier hängen sie dicht an dicht, mitunter buchstäblich bis unter die Decke. Ein Veranstaltungsprogramm aus Lesungen, Konzerten, Gesprächsrunden ergänzt dieses Angebot der Achim Freyer Stiftung, die als Träger des Kunsthauses fungiert. Eine Besichtigung der Dauerausstellung ist an Sonntagen nach Anmeldung mit einer Führung möglich. Achim Freyer Stiftung Kunsthaus im Kadettenweg 53, 12205 Berlin Besucherinformationen: https://www.achimfreyer.com/besucherinformationen/ https://www.achimfreyer.com/ Kurzfilm über Achim Freyer und sein Kunsthaus  

Schwartzsche Villa, Studio

Einst großbürgerlicher Sommersitz, heute Kulturhaus – die Schwartzsche Villa hat in den 125 Jahren ihres Bestehens viel erlebt. Mit Fotografien, Architekturzeichnungen und Reproduktionen von Originaldokumenten stellt die Ausstellung die Villa und die Bankiersfamilie Schwartz vor, die das Haus in den Jahren 1895–1897 erbauen ließ. Nachverfolgt werden zudem die wechselvolle Geschichte des Gebäudes nach 1945 und der hürdenreiche Weg zu seiner Nutzung als Kulturhaus. Die Villa Schwartz Dauerausstellung Mo–Fr 10–18 Uhr Eintritt frei Grunewaldstraße 55 12165 Berlin  

Galerie Wannsee

Eine ständige Ausstellung ausgewählter Werke von Johannes Niemeyer, Gerda Rotermund, Max Ziegert, Sandy Cheyne, Hans Stübner, Marina Schnurre u. a. finden Besucher im Kaminzimmer und im „Balkenzimmer“, dem ältesten und nach Aussagen der Historiker und Berliner Denkmalspfleger über 350 Jahre alten Raum des Hauses, der dem Hauseigentümer als Arbeitszimmer dient. Grüner Weg 29, 14109 Berlin Öffnung zu Veranstaltungen und nach Vereinbarung https://www.galerie-wannsee-verlag.de/      

Daniela von Treuenfels

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