Die Ratlosigkeit ist groß im Griechischen Kulturzentrum in Steglitz. Seit mehr als 20 Jahren bekommt das Haus eine finanzielle Förderung von der Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen. Doch nun gibt es keine Gelder mehr – ganz ohne Begründung, wie Dionysios Granas, Schatzmeister der Hellenischen Gemeinde Berlin, sagt. Die Förderung läuft Ende März aus.
14 Vereine haben in dem Haus an der Mittelstraße ihren Sitz, bieten unter anderem Sprach- und Tanzkurse an und beraten zu migrationsspezifischen Problemen. „Es ist schwer, das Gebäude alleine zu betreiben“, so Granas. „Wir kämpfen für die Förderung“, sagt der Schatzmeister. Zunächst gehe es darum, die Gründe zu erfahren, warum die Förderung eingestellt wird. Deshalb hat der Verein am 11. März einen Termin mit der Integrationsbauftragten. Gleichzeitig diskutiere der Verein darüber, wie Alternativen gefunden werden können.
Gerade jetzt sei es problematisch, dass die Förderung wegfalle, erklärt Granas. Denn derzeit kämen besonders viele junge Griechen nach Deutschland, die der Integration bedürfen.
Die Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.
(go)










Foto: Daniela von Treuenfels[/caption]
Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz unterstützt mit 50.000 Euro die Sanierung der Dachkonstruktion und Dachhaut im westlichen Querschiff der Dreifaltigkeitskirche in Lankwitz. Die Gemeinde ist weiter auf Spenden angewiesen.
Denn insgesamt sollen nach den Berechnungen des beauftragten Planungsbüros die Arbeiten rund zwei Millionen Euro kosten, davon muss die Gemeinde 150.000 Euro selbst tragen. In drei Bauabschnitten werden zunächst die Portaltürme, das Kirchenschiff und die Querhäuser erneuert. Danach folgt der Kirchturm, zuletzt werden Apsis und Sakristei neu eingedeckt.
Das Gotteshaus hat ein neues Dach dringend nötig. Stürme der letzten Jahre haben der Konstruktion stark zugesetzt, teilweise sind Dachziegel auf den Kirchhof und die stark frequentierte Paul-Schneider-Straße und die Gallwitzallee gestürzt. Die Kupferbekrönungen, so hält es der Denkmalplaner in seinem Gutachten weiter fest, sind korrodiert, die darunterliegende Schalung ist durchfeuchtet. An der Dachkonstruktion fehlen Ziegel. Wo eine Dämmung vorhanden ist, ist sie durchfeuchtet und besteht aus krebserregenden Baustoffen. Kurz gesagt: hier musste etwas passieren, und zwar schnell.
Die Dreifaltigkeitskirche gilt mit ihrem imposanten hoch aufragenden Turm als Wahrzeichen und Zentrum von Lankwitz. Der Sakralbau wurde im Stil der märkischen Backsteingotik ab 1903 errichtet und 1906 geweiht. Der Detailreichtum der Fassade setzt sich nach oben hin fort; die Dachlandschaft ist durch eine Vielzahl an verschiedenen Konstruktionen unterschiedlicher Dach- und Turmformen, Material und Verzierungen geprägt. Der dominierende Vierungsturm mit seiner Zier verleiht der Dreifaltigkeitskirche ihr markantes Aussehen.
Die Gemeinde beheimatet in ihren Gebäuden unter anderem eine Pflegestation, die Haltestelle Diakonie für die Unterstützung psychisch oder an Demenz Erkrankter und ein Sozialcafé. In Zusammenarbeit mit der „Berliner Tafel“ gibt es wöchentlich eine Lebensmittelausgabe, die 140 Haushalte versorgt. Jährlich zum Totensonntag im November gibt es eine interreligiöse Gedenkfeier zur Erinnerung an Menschen, die einsam verstorben sind und behördlich bestattet wurden.
Spenden für die Sanierung der Kirche sind möglich auf das Konto
Dreifaltigkeitsgemeinde Lankwitz
IBAN: DE03 5206 0410 6803 9663 99
BIC: GENODEF1EK1
Spendenzweck: Kirchendach
Der Zuschuss der Deutschen Stiftung Denkmalschutz kommt aus Spendengeldern der Stiftung und aus Lottomitteln.