„Zwischen Hype und Nachhaltigkeit“ – unter diesem Motto lädt in diesem Jahr die .garage Berlin zu ihrem Gründerkongress am 26. und 27. April ein. An beiden Tagen bekommen alle, die sich selbstständig machen wollen oder es auch schon getan haben, Ideen, Informationen, Anregungen und Hilfe.
An beiden Tagen lädt ab 10 Uhr ein Marktplatz der Ideen ein, der zeigt, wie bunt die Gründerszene ist. Organisiert hat ihn Ulrike Oertel von der .garage. Von den 18 Unternehmen, die sich den Besuchern präsentieren, haben viele in dem Beratungs- und Unternehmszentrum ihr Rüstzeug für den Schritt in die Selbstständigkeit bekommen. Es sind junge Unternehmen, wie „clettis“ von Julia Höger. Die junge Frau, so erzählt Oertel, habe ihre leitende Position bei Mercedes aufgegeben, um Sticker, die auf dem Klettverschlussprinzip basieren, zu entwerfen, herzustellen und zu vertreiben.
Auch Falko Schumann hat in der .garage das nötige Wissen für sein Unternehmen „Feinschlicht“ bekommen. Schumann bereitet und vertreibt edle Frucht- und Gemüseaufstriche sowie Chutneys. Die wird er ebenfalls auf dem Markt der Möglichkeiten vorstellen. Eine Seifenherstellerin ist ebenso vertreten wie eine mobile Englischlehrerin, eine Künstlerin und weitere Jungunternehmer aus verschiedenen Branchen. Dazu kommen Stände, an denen sich beratende Unternehmen präsentieren. „Ich wollte, dass es eine bunte Mischung ist“, betont Oertel, so wie auch es auch unter Gründern sei. „Wenn Gründer irgendwo vorgestellt werden, dann meist nur welche aus dem IT-Bereich, die Apps und Spiele entwickeln“, bedauert Oertel. Die Leute, die sich in der .garage an den beiden Tagen präsentierten hingegen, das sei „das wirkliche Leben“, hinter ihnen stünden keine Sponsoren und Investoren.
„Der Marktplatz ist für jedermann“, betont Oertel und hofft, dass zwischen 10 und 17 Uhr auch Nichtgründer vorbeikommen, um sich die Angebote der jungen Unternehmer anzuschauen.
Ein Markt allein aber macht noch keinen Kongress. Und so werden am Freitagnachmittag um 15 Uhr Experten über „Existenzgründung in Berlin – zwischen Hype und Nachhaltigkeit“ diskutieren. Neben der Schirmherrin des Kongresses, Dr. Ina Czyborra, die für die Steglitz-Zehlendorfer SPD im Berliner Abgeordnetenhaus sitzt, werden Thomas Mampel, Geschäftsführer der .garage Berlin GmbH, Oliver Schmidt vom Beratungsunternehmen für Zukunftsfragen Hultgren und Partner sowie Julia Höger auf dem Podium Platz nehmen. Sie sprechen über Chancen und Risiken unterschiedlicher Gründungs-, Förder- und Finanzierungsmodelle.
Am Sonnabendnachmittag wird es in Workshops darum geben, wie man als Unternehmer auftritt und kommuniziert ohne ins Fettnäpfchen zu treten. Es wird ein Stimm-und Sprechtraining sowie ein Augentrainung angeboten. Es geht um Lampenfieber im Kundengespräch, um den Mythos Netzwerk, und es gibt Tipps für jene, die sich in der Gastronomie selbstständig machen wollen. Die Vorträge dauern jeweils etwa 45 Minuten und finden parallel statt. Zwei Runden werden angeboten.
Natürlich muss beim Gründerkongress auch niemand hungern. Am Sonnabend wird Daniel Shaningua – ebenfalls Gründer in der .garage – für ein afrikanisches Catering sorgen
Das Interesse an dem Gründerkongress, der bereits zum vierten Mal stattfindet, sei in den vergangenen Jahren stetig gewachsen, so Oertel. Zum einen, weil die .garage bekannter geworden sei und dadurch die Teilnehmerzahlen stiegen. Zum anderen aber auch, weil die Bereitschaft zu gründen zunehme. Berlin sei ein idealer Ort dafür, weil es ein großes Publikum biete. Viele, vor allem auch ältere Arbeitslose, sähen in der Selbstständigkeit eine Alternative zur Arbeitslosigkeit. Doch das seien natürlich nicht die einzigen Gründe, um den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen, sondern auch die Möglichkeit, eigene Ideen und Visionen umzusetzen.
Der Gründerkongress der .garage findet am 26. und 27. April, von 10 bis 17 Uhr in der Holsteinischen Straße 39, Halle Linx, statt.












Im Forum Steglitz kommt der Hotdog aus der Maschine. | Foto: Daniela von Treuenfels[/caption]
Im Forum Steglitz kommen jetzt heiße Würstchen im Brötchen aus einem Automaten. Auf Wunsch mit Senf, Gurke und Zwiebeln.
Es gibt zwei gute Nachrichten. Erstens müssen Freunde fragwürdiger Masse im Kunstdarm, nicht mehr zu Ikea fahren, sollte der Heißhunger wieder einmal zu groß werden. Ein Ausflug in die Schloßstraße reicht aus.
Dort gibt es, zweitens, den Hotdog aus der Maschine. Im Forum Steglitz steht seit einigen Tagen „grabbzy“ des Unternehmens MeiCook. Der Roboter baut den Snack jederzeit auf Knopfdruck vollautomatisch zusammen.
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Neuheit im Shoppingcenter: Den Hotdog-Roboter kann man jederzeit bei der Arbeit beobachten. | Foto: Daniela von Treuenfels[/caption]
Das geht erstaunlich geräuschlos, und man kann dabei zugucken. Zuerst plumpst eine Pappschale mit Wurst und Brötchen in die nächste Fabrikationsstufe: die obere Plastikfolie wird entfernt. Dann befördert die Maschine das Schälchen in die Aufwärmzone. Nach einigen Sekunden flutscht das ganze wieder raus, und die Wurst erhält ihr Topping, welches bei der Bestellung gewünscht wurde: Senf, Ketchup, Gurke und Zwiebeln.
Die beiden Damen, die wir bei der Order beobachten durften, sind zufrieden: schmeckt gut, sagen sie, und es sei sogar richtig heiß. Mit Senf und Zwiebeln kostet die Mahlzeit 2,90 Euro.
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Auswählen und bezahlen - alles andere macht der Roboter. | Foto: Daniela von Treuenfels[/caption]
Das Berliner Unternehmen MeiCook hat den Roboter über einen Zeitraum von rund acht Jahren entwickelt, wie das Centermanagement in einer Mitteilung erklärt. Das Team habe gemeinsam mit einer Berliner Fabrik die Technologie entwickelt und investierte nach eigenen Angaben mehr als eine Million Euro in das Projekt „grabbzy“. Rund 350.000 Euro davon stammen aus nicht rückzahlbaren staatlichen Fördermitteln. Die dabei entwickelten Technologien sind nach Angaben des Unternehmens patentiert. Produziert und weiterentwickelt wird in Tempelhof-Schöneberg.
Das fertige Produkt: maschinell zusammengeschraubter heißer Hund. | Foto: Daniela von Treuenfels[/caption]
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