Der Antrag der Piraten, die Brümmerstraße zu einer Fahrradstraße zu erklären, ist vom Tisch. Die Mehrheit aus CDU und Grünen lehnte den Antrag am Mittwochabend in der Bezirksverordnetenversammlung ab. Während die CDU ihre Ablehnung damit begründete, dass sie keine Verkehrsart einschränken wolle, hielt die Fraktion der Grünen die Brümmerstraße ungeeignet für dieses Anliegen und brachte nun ihrerseits, wie im Ausschuss für Verkehr und Ordnung angekündigt, Vorschläge für den Radverkehr entlang der Brümmer- und der Löhleinstraße ins Gespräch.
Die Grünen wollen mit ihrem Antrag prüfen lassen, ob der Radverkehr in der Löhleinstraße gegen die Fahrtrichtung der Einbahnstraße geführt und „ob und auf welcher Länge die gesperrte Fahrbahnfläche der Brümmerstraße am Fahrbahnrand links als Radstreifen genutzt“ werden kann.
Für die Piraten ein „absurder“ Antrag und eher eine „Prüfung des gesunden Menschenverstands“, fand Georg Boroviczény. Für Eric Lüders, Fraktionsvorsitzender der Piraten, ist es ein „Pseudo-Antrag“, da es nur um eine Prüfung gehe. Zudem würden die Vorschläge der Grünen die Situation für die Fahrradfahrer alles andere als sicher machen. „Fahrradfahrertötungsmaschine“ nannte sogar sein Parteikollege Arne Reimers den Antrag der Grünen. „Ich bin selbst Fahrradfahrer und ich möchte nicht in entgegengesetzte Richtung fahren“, sagte er. Das Argument der CDU- und Grünen-Fraktion, dass die Brümmerstraße eine wichtige Verkehrsverbindung zum Breitenbachplatz und zur Autobahn darstelle, wollte Lüders ebenfalls nicht gelten lassen. Es gebe für Autofahrer die Möglichkeit, über Habelschwerdter Allee und Königin-Luise-Straße zu fahren. Das seien vielleicht 20 Meter mehr, aber dafür könnten sie dort schneller fahren.
Bernhard Steinhoff (Grüne) wies die Kritik am eigenen Antrag zurück. Dass die Brümmerstraße für Radfahrer gefährlich ist, da war er sich mit den Piraten einig. Die Löhleinstraße biete sich aber viel eher für einen Radweg an, weil sie die Radstrecke entlang der Domäne Dahlem verlängere. Durch die ihren Vorschlag würde sich der Radverkehr auf diese Straße konzentrieren und somit auch die Brümmerstraße entlastet ohne den Autoverkehr einzuschränken. „Die Sperrung der Löhleinstraße hat weniger Auswirkungen, ist aber genauso sicher“, fand Steinhoff, der den Begriff „Tötungsmaschine“ zurückwies. Wenn die Fahrradfahrer entgegengesetzt zur Einbahnstraße fahren würden, würden sich Radler und Autofahrer rechtzeitig sehen und sich nicht erschrecken, war er überzeugt.
Der Antrag der Grünen wird nun in den Ausschüssen beraten.
(go)













Foto: Haus der Jugend Zehlendorf[/caption]
Jugendliche zwischen 15 und 27 Jahren können vom 19. Bis 23. Oktober an einer Fahrt nach Krakau und zu den Gedenkstätten Auschwitz und Birkenau teilnehmen. Interessierte können sich bis zum 22. Juni anmelden.
In einem gemeinsamen Projekt wollen vier Steglitz-Zehlendorfer Jugendeinrichtungen ein „starkes Zeichen für die Stärkung der Erinnerungskultur und die Förderung der Gedenkstättenpädagogik“ setzen. Vom 19. Oktober bis 23. Oktober findet eine Bildungsfahrt nach Krakau statt, bei der die Teilnehmenden die historischen Gedenkstätten Auschwitz und Birkenau besuchen sowie eine Stadtführung in Krakau erleben werden.
Zielgruppe sind Jugendliche im Alter von 15 bis 27 Jahren, die durch diese Reise nicht nur wertvolles Wissen über die Geschichte des Holocaust erlangen, sondern auch die Möglichkeit erhalten, sich aktiv mit den Themen Erinnerung, Verantwortung und Zivilcourage auseinanderzusetzen.
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Wichtig: die Anmeldefrist endet am 22. Juni. Alle Infos: