Der Bezirk Steglitz-Zehlendorf schließt einen Energiespar-Garantievertrag mit der Vattenfall Europe Sales GmbH ab. Damit entsteht eine Energiesparpartnerschaft, die dem Bezirk jährliche Energiekosteneinsparungen in Höhe von einer halben Million Euro garantieren soll, teilt das Bezirksamt mit.
Vattenfall werde rund 2,3 Millionen Euro investieren. Die Investitionen sollen für die Sanierung der Heizungstechnik und der Regelungstechnik von Schulen, Verwaltungsgebäuden – unter anderem für das Rathaus Zehlendorf -, sowie Jugendeinrichtungen und Seniorenfreizeitstätten getätigt. Auf diese Weise sollen die Energiekosten des Bezirks um knapp 20 Prozent gesenkt. Die Investition refinanziert sich über die 14-jährige Leistungsphase. 22,5 Prozent der Energieeinsparungen sollen für weitere energiesparenden Maßnahmen genutzt werden. Außerdem ist vorgesehen, rund 12.000 Euro pro Jahr gezielt für die Nutzermotivation ausgegeben. Der Bezirk profitiere innerhalb der Vertragslaufzeit durch etwa 1,5 Millionen Euro Einsparung, heißt es weiter.
Das Energiespar-Contracting-Modell wurde 1995 von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt und der Berliner Energieagentur entwickelt. Steglitz-Zehlendorf setzt seit 1996 auf Energiesparpartnerschaften, indem sich die ehemaligen Bezirke Steglitz und Zehlendorf an den Pool 1 und 2 zusammen mit anderen Berliner Verwaltungen beteiligt hatten. Im Jahre 2001 kam zudem die Energiesparpartnerschaft mit der Saar Energie AG zustande, die nun ausläuft. Im Jahre 2005 und 2009 kamen weitere Pools dazu.
Für die Liegenschaften in dem nun ausgelaufenen Pool bestehe aber weiterhin ein Einsparungspotential. Sie sowie weitere Liegenschaften, die noch nicht von einem Energiesparpartner bearbeitet wurden und bei denen ein erhebliches Einsparpotential besteht, wurden in den neuen Pool aufgenommen. Insgesamt sind 59 Liegenschaften mit 158 Gebäuden in die Energiesparpartnerschaft integriert, darunter Schulen, Verwaltungsgebäude Kindertagesstätten, Sportanlagen, Jugend-, Gesundheits- und Senioreneinrichtungen, und ein Friedhof. Um die per Vertrag garantierten Energieeinsparungen zu erreichen, kommen neben Maßnahmen zur Optimierung der Heizung und des Stromverbrauchs auch Luftwärmepumpe und Blockheizkraftwerke (BHKW) zum Einsatz.
„Mit den Energiesparpartnerschaften hat unser Bezirk eine lange und überaus gute Erfahrung. Sie erwiesen sich als ein gutes Instrument für Klimaschutz und Kostensenkung“, sagt Michael Karnetzki (SPD), der stellvertretende Bezirksbürgermeister und Stadtrat für Immobilien und Verkehr. Karnetzki hebt hervor, dass das Projekt neben dem finanziellen Aspekt auch eine wichtige umweltpolitische Bedeutung habe. Durch die Energieeinsparungen und die Energieträgerumstellung von Öl auf Erdgas würden jährlich knapp 2.200 Tonnen CO2-Emissionen vermieden. Das entspricht dem Kohlendioxid-Ausstoß von mehr als 100 Haushalten. Seit 2011 seien bereits rund rund Millionen Euro Überschuss für den Bezirk erwirtschaftet worden, die Berliner Luft um mehr als 33.000 Tonnen CO2 entlastet.
(sn)












Foto: Haus der Jugend Zehlendorf[/caption]
Jugendliche zwischen 15 und 27 Jahren können vom 19. Bis 23. Oktober an einer Fahrt nach Krakau und zu den Gedenkstätten Auschwitz und Birkenau teilnehmen. Interessierte können sich bis zum 22. Juni anmelden.
In einem gemeinsamen Projekt wollen vier Steglitz-Zehlendorfer Jugendeinrichtungen ein „starkes Zeichen für die Stärkung der Erinnerungskultur und die Förderung der Gedenkstättenpädagogik“ setzen. Vom 19. Oktober bis 23. Oktober findet eine Bildungsfahrt nach Krakau statt, bei der die Teilnehmenden die historischen Gedenkstätten Auschwitz und Birkenau besuchen sowie eine Stadtführung in Krakau erleben werden.
Zielgruppe sind Jugendliche im Alter von 15 bis 27 Jahren, die durch diese Reise nicht nur wertvolles Wissen über die Geschichte des Holocaust erlangen, sondern auch die Möglichkeit erhalten, sich aktiv mit den Themen Erinnerung, Verantwortung und Zivilcourage auseinanderzusetzen.
Geplant sind zwei Exkursionen mit fachkundigen Führungen in das Auschwitz Stammlager sowie Auschwitz-Birkenau mit der Chance auf tiefe Einblicke in die Geschichte und die Auswirkungen des Holocaust. In Krakau steht eine Stadtführung auf dem Programm, bei der die Teilnehmenden mehr über die kulturellen und historischen Hintergründe der Stadt und die jüdische Community erfahren.
Wichtig: die Anmeldefrist endet am 22. Juni. Alle Infos: