Den Kindern die Angst vor dem Wald zu nehmen, ihnen zu zeigen, wie schön es dort ist – diese Aufgabe hat sich der Verein „Jugend in Berlinern Wäldern“ zum Ziel gesetzt. Und das bereits seit 1997. „Die Kinder sollen die Natur erfahren, sie fühlen und der Natur lauschen“, sagt Tabea Ball vom Verein. So soll Empathie entstehen für den Wald und dessen Tiere.
Gegründet worden sei der Verein wegen der „Naturentfremdung von Großstadtkindern“, sagt Ball. Viele Kinder hätten Angst im Wald, vor allem vor Insekten und Schlangen. Aber auch, dass Bäume gefällt werden, sei für mache Kinder befremdend – obwohl sie zu Hause Holzmöbel haben und auf Papier schreiben, weiß Ball.
Um den Kindern den Wald nahe zu bringen, betreibt der Verein seit 2002 die Waldschulen Zehlendorf und Spandau, im März 2014 kam eine „Rucksack-Waldschule“hinzu. Insgesamt gibt es sechs solcher Schule in Berlin, die von den Berliner Forsten getragen werden.
Es gebe kaum eine Schule, die die Waldschulen nicht kenne, so Ball. Die Kurse sind beliebt. Derzeit sei die Waldschule Zehlendorf bis zum nächsten Februar ausgebucht. Fast täglich sei eine Klasse zu Gast – meist kommt die dann aus Steglitz-Zehlendorf, um den Wald einen Tag lang zu erkunden. Ab den siebten, achten Klasse gehe es meist um Teambildung, bei der der Wald lediglich als Kulisse dient. Die Jugendlichen erkunden beispielsweise per GPS alleine den Wald.
In den Kursen ginge es nicht darum, dass die Kinder sich um den Wald sorgen und über das Thema Waldschutz nachdenken, so Ball. Die Kinder sollen im Wald einen schönen Tag verbringen, ihn als einen Ort erleben, an dem man Spaß haben kann. Deshalb gehe man erlebnisorientiert an die Sache und nicht verkopft. „Der Kopf kommt irgendwann“, sagt Ball.
Gut gebucht sind auch die Angebote für die Familien, wie etwa die Fledermaus-Wanderungen, Kindergeburtstage können ebenfalls in der Waldschule gefeiert werden. Doch auch Waldpädagogik-Fortbildungen für Erzieher bietet die Waldschule an und betreut Teilnehmer des Freiwilligen Ökologischen Jahres (FSJ).
Zwei Mitarbeiter und zwei FSJ-ler kümmern sich um die Waldschule am Stahnsdorfer Damm. Auch sie sind Mitglieder des Vereins „Jugend in Berliner Wäldern“. Die meisten der Mitglieder treten aber kaum in Erscheinung, sondern unterstützen über ihren Beitrag die Arbeit des Vereins.
(go)













Symbolbild: Der unvergessene "Zick-Zack-Radweg" in der Leo-Baeck-Straße in Zehlendorf (2018). | Foto: Baumann[/caption]
Der ADFC will’s wissen: Bis zum 30. November können Radfahrerinnen und Radfahrer bewerten, wie fahrradfreundlich Berlin ist.
Wie ist der Zustand der Radwege? Wie viel wird fürs Radfahren schon getan? Macht Radfahren Spaß oder ist es eher Stress? Wie bewerten die Menschen das Fahrradklima in Berlin? „Die Ergebnisse zeigen, wo Berlin beim Radverkehr wirklich steht und wo noch nachgebessert werden muss. Wir rufen alle Radfahrerinnen und Radfahrer dazu auf, bei der großen Umfrage mitzumachen“, sagt Marlene Alber, Politische Referentin des ADFC Berlin. Die Erhebung wird seit 2012 alle zwei Jahre durchgeführt und vom Bundesverkehrsministerium gefördert. Im Jahr 2024 beteiligten sich rund 213.000 Menschen in über 1000 Orten in Deutschland. Das bundesweite Ranking der fahrradfreundlichsten Städte und weitere Ergebnisse der Befragung werden im Frühjahr 2027 vorgestellt.
Zum ersten Mal widmet der ADFC Kindern und Jugendlichen eine eigene Umfrage im ADFC-Fahrradklima-Test. Was brauchen junge Menschen, um selbstständig mit dem Rad unterwegs zu sein? Die Umfrage soll zeigen, was beim Radfahren gut funktioniert, was Schwierigkeiten macht und was sich verändern muss, damit Kinder und Jugendliche gerne oder überhaupt auf das Fahrrad steigen.
Wie sicher fühlt sich Radfahren an? Sind die Radwege breit genug und in einem guten Zustand? Wie häufig wird das Fahrrad genutzt? Die Online-Befragung zum ADFC-Fahrradklima-Test besteht aus 27 Fragen, dauert rund zehn Minuten und läuft bis zum 30. November 2026.
Infos zum ADFC Fahrrad Klima Test: