
In Lichterfelde gibt es noch zahlreiche gut erhaltene Türme. Wie am Bahnhof Lichterfelde-West. Foto: Denkmalschutzbehörde
In der gründerzeitlichen Villenkolonie Lichterfelde schmücken viele Häuser Türme unterschiedlichster Form und Ausführung. Sie alle sind gemeinsam das Denkmal des Monats Juli.
Bei den älteren Häusern, die noch an der Schinkel-Schule orientiert sind, zum Beispiel am Bahnhof Lichterfelde West, Curtiusstraße 10, ist der Turm begehbar und dient durch seine exponierte Lage auch als Ausguck. Mit seinem Ursprung als Rückzugsort oder Geschlechterturm wie in Siena hat er nichts mehr gemein. Jüngere Türme dienen der reinen Gestaltung und Repräsentation. Sie stehen für den Wohlstand ihrer Besitzer. Nach innen spielt der Turm selten eine Rolle.
Wichtig ist er als städtebaulicher Akzent. So finden sich Türme häufig und ausgeprägt an den wichtigen Hauptstraßen (Drakestraße, Ringstraße), Kreuzungen und Plätzen (Karlplatz, Augustaplatz). Während des Zweiten Weltkrieges gingen viele der Türme verloren. Da sie neben der Repräsentation keine Funktion besaßen, wurden daher nicht alle wieder aufgebaut. Umso erfreulicher ist es, dass sich in Lichterfelde trotzdem noch eine umfangreiche Sammlung dieser schmucken Aufbauten findet.
Sabine Schmiedeke
Denkmalschutzbehörde












Foto: Haus der Jugend Zehlendorf[/caption]
Jugendliche zwischen 15 und 27 Jahren können vom 19. Bis 23. Oktober an einer Fahrt nach Krakau und zu den Gedenkstätten Auschwitz und Birkenau teilnehmen. Interessierte können sich bis zum 22. Juni anmelden.
In einem gemeinsamen Projekt wollen vier Steglitz-Zehlendorfer Jugendeinrichtungen ein „starkes Zeichen für die Stärkung der Erinnerungskultur und die Förderung der Gedenkstättenpädagogik“ setzen. Vom 19. Oktober bis 23. Oktober findet eine Bildungsfahrt nach Krakau statt, bei der die Teilnehmenden die historischen Gedenkstätten Auschwitz und Birkenau besuchen sowie eine Stadtführung in Krakau erleben werden.
Zielgruppe sind Jugendliche im Alter von 15 bis 27 Jahren, die durch diese Reise nicht nur wertvolles Wissen über die Geschichte des Holocaust erlangen, sondern auch die Möglichkeit erhalten, sich aktiv mit den Themen Erinnerung, Verantwortung und Zivilcourage auseinanderzusetzen.
Geplant sind zwei Exkursionen mit fachkundigen Führungen in das Auschwitz Stammlager sowie Auschwitz-Birkenau mit der Chance auf tiefe Einblicke in die Geschichte und die Auswirkungen des Holocaust. In Krakau steht eine Stadtführung auf dem Programm, bei der die Teilnehmenden mehr über die kulturellen und historischen Hintergründe der Stadt und die jüdische Community erfahren.
Wichtig: die Anmeldefrist endet am 22. Juni. Alle Infos: