Der 25.11. war wie in jedem Jahr der Internationale Tag zur Beseitigung von Gewalt an Frauen – ein Aktions- und Gedenktag zur Bekämpfung von Diskriminierung und Gewalt jeder Form an Mädchen und Frauen.
Gewalt gegen Frauen passiert ständig und überall. Die Zahlen aus einer Studie der Europäischen Grundrechteagentur sind nach wie vor alarmierend. 35 Prozent der Frauen in Deutschland, also jede dritte Frau hat in ihrem Leben schon einmal körperliche und/oder sexuelle Gewalt erlebt, 22 Prozent der Frauen waren von körperlicher und/oder sexueller Gewalt durch einen Partner betroffen, 24 Prozent der Frauen werden Opfer von Stalking.
Alle 72 Stunden wird in Deutschland ein Femizid begangen, sprich eine Frau wird ermordet (BKA 2018). Bis heute wurden in diesem Jahr bereits 110 Frauen und 15 Kinder durch ihre (Ex)-Partner getötet, weitere 44 Frauen z.T. lebensgefährlich verletzt.
Mit der Unterzeichnung der Istanbul Konvention gegen Gewalt an Frauen aus dem Jahr 2018 hat sich Deutschland rechtlich verbindlich zur Umsetzung konkreter Maßnahmen verpflichtet.
Öffentlichkeitsarbeit über Hilfsangebote ist dabei eine dringende Aufgabe.
Obwohl jede dritte Frau mindestens einmal in ihrem Leben Gewalt erfährt, suchen nur 20 Prozent Unterstützung. Um noch mehr Frauen zu ermutigen, sich Hilfe zu suchen und Unterstützungsangebote wahrzunehmen, sollen sie wissen, dass sie auf ihrem Weg aus der Gewalt nicht alleine sind. Hierbei kann sie das bundesweite Hilfetelefon gegen Gewalt an Frauen unterstützen. Unter der Telefonnummer 08000 116 016 und per Online-Beratung auf www.hilfetelefon.de erhalten sie Beratung rund um die Uhr zu allen Formen von Gewalt gegen Frauen, anonym und kostenfrei.
Nein heißt Nein – Berlin zeigt Flagge gegen Gewalt an Frauen! In diesem Jahr wurde in Berlin vor allen Senatsverwaltungen und Bezirksämtern die landeseigene Flagge gegen Gewalt an Frauen gehisst.
Am 25.11.2019 wurde die Fahne um 9:00 Uhr von dem Bezirksstadtrat für Ordnung, Verkehr und Bürgerdienste Michael Karnetzki gemeinsam mit der Frauenbeauftragten Hildegard Josten vor dem Bezirksamt Zehlendorf , Kirchstraße 1/3, 14163 Berlin, gehisst.
Anschließend verteilten sie gemeinsam mit Mitarbeitern von Antigewaltprojekten, der Operschutzbeauftragten der Polizeidirektion 4 und dem Weißen Ring vor dem Rathaus Zehlendorf Informationen zu Hilfsangeboten für Frauen, die von Gewalt betroffen sind.












Foto: Haus der Jugend Zehlendorf[/caption]
Jugendliche zwischen 15 und 27 Jahren können vom 19. Bis 23. Oktober an einer Fahrt nach Krakau und zu den Gedenkstätten Auschwitz und Birkenau teilnehmen. Interessierte können sich bis zum 22. Juni anmelden.
In einem gemeinsamen Projekt wollen vier Steglitz-Zehlendorfer Jugendeinrichtungen ein „starkes Zeichen für die Stärkung der Erinnerungskultur und die Förderung der Gedenkstättenpädagogik“ setzen. Vom 19. Oktober bis 23. Oktober findet eine Bildungsfahrt nach Krakau statt, bei der die Teilnehmenden die historischen Gedenkstätten Auschwitz und Birkenau besuchen sowie eine Stadtführung in Krakau erleben werden.
Zielgruppe sind Jugendliche im Alter von 15 bis 27 Jahren, die durch diese Reise nicht nur wertvolles Wissen über die Geschichte des Holocaust erlangen, sondern auch die Möglichkeit erhalten, sich aktiv mit den Themen Erinnerung, Verantwortung und Zivilcourage auseinanderzusetzen.
Geplant sind zwei Exkursionen mit fachkundigen Führungen in das Auschwitz Stammlager sowie Auschwitz-Birkenau mit der Chance auf tiefe Einblicke in die Geschichte und die Auswirkungen des Holocaust. In Krakau steht eine Stadtführung auf dem Programm, bei der die Teilnehmenden mehr über die kulturellen und historischen Hintergründe der Stadt und die jüdische Community erfahren.
Wichtig: die Anmeldefrist endet am 22. Juni. Alle Infos: