
U Bahnhof Onkel Toms Hütte, Foto: Gogol
Vor 90 Jahren wurde die Ladenstraße als Nahversorgungsstandort für den neuen Siedlungsraum Onkel Toms Hütte errichtet. Mittlerweile steht sie unter Denkmalschutz. Bis heute ist sie die erste und einzige Einkaufsmeile mit integriertem U-Bahnhof und mit ihren über 30 meist inhabergeführten Geschäften eine Besonderheit in der städtischen Einkaufslandschaft.
Um diese Rarität zu erhalten und die Ladenstraße noch attraktiver zu gestalten, gründeten sich der Verein Papageiensiedlung und der Onkel-Tom-Verein, der ein Zusammenschluss der örtlichen Gewerbetreibenden ist. Gemeinsam mit der bezirklichen Wirtschaftsförderung konnten bei der Entwicklung und Aufwertung des Gewerbestandortes bereits Erfolge erzielt werden. So wurde der Leerstand in der Ladenstraße beseitigt und der immer donnerstags stattfindende Wochenmarkt erfreut sich höchster Beliebtheit.
Zudem konnte erfolgreich das „Standortmanagement Onkel Toms Hütte“ als Wirtschaftsdienliche Maßnahme eingerichtet werden. Das Förderprojekt, welches aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und eine Co-Finanzierung der örtlichen Gewerbetreibenden finanziert wird, unterstützt bis 2023 den durch den Großbrand im letzten Jahr notwendig gewordenen Wiederaufbau der Ladenstraße sowie verschiedene Marketingmaßnahmen für den Standort.
Bezirksbürgermeisterin Cerstin Richter-Kotowski freut sich sehr über die aktuelle Entwicklung:
„Wir sind sehr stolz, dass wir es geschafft haben, gemeinsam mit den Gewerbetreibenden und dem Bezirk europäische Fördermittel für unseren Nahversorgungsstandort Onkel Toms Hütte einzuwerben. Ich lade Sie herzlich ein, mit uns gemeinsam das 90-jährige Jubiläum der Ladenstraße gebührend zu feiern.“
Zum 90. Geburtstag sollen die überstandenen Krisen, die guten Zeiten und die Zukunft der Ladenstraße gefeiert werden. Mit Musik und Mode, Spaß und Spielen und der Fotoausstellung entlang der Gleise werden die bewegten 20er und 30er Jahre lebendig. Während die Kleinen auf einem historischen Karussell ihre Runden drehen, können es sich die Großen bei einer Leckerei, einem erfrischenden Getränk oder einer heißen Tasse Kaffee gut gehen lassen. Die Feierlichkeiten finden am Samstag, den 18.09.2021 in der Zeit zwischen 10 Uhr und 18 Uhr statt.
(BA Steglitz-Zehlendorf)












Foto: Daniela von Treuenfels[/caption]
Damit auch alles glatt läuft für die Radfahrer, wurde jetzt das Kopfsteinpflaster abgefräst.
Vor gut einem halben Jahr wurde auf dem Tietzenweg zwischen Unter den Eichen und Gardeschützenweg die Fahrradstraße fertiggestellt. Hier haben Radfahrer Vorrang, Kraftfahrzeuge werden als Anlieger weiterhin zugelassen. Radfahrerinnen und Radfahrer dürfen nebeneinander fahren, für alle gilt die Geschwindigkeitsbeschränkung auf maximal 30 km/h. Ausnahmen gelten für Müllfahrzeuge, Rettungswagen sowie für Polizei und Feuerwehr.
Eine Weiterführung der Vorrangstraße für Radfahrer ist ab dem Gardeschützenweg perspektivisch bis zum Hindenburgdamm vorgesehen. Damit Radfahrer in Richtung Augustastraße weiter komfortabel unterwegs sein können, wird derzeit das Kopfsteinpflaster geglättet. Zunächst hat sich die große Maschine durch den Tietzenweg zwischen Gardeschützenweg und Viktoriastraße gescheppert. Derzeit wird das nächste Teilstück bis zur Augustastraße fertiggestellt.
Im Zuge dessen wird die Kreuzung Tietzenweg/Sophienstraße/Viktoriastraße asphaltiert und barrierefrei ausgebaut. Gehwegvorstreckungen sollen die Wegebeziehungen verbessern und Übergänge sicherer machen.
Die Kosten für die bisherigen Maßnahmen liegen bei rund 800.000 Euro. Nach Angaben des zuständigen Stadtrats Urban Aykal (Grüne) wurden für den ersten Abschnitt 155.000 Euro ausgegeben. Für den zweiten Teil werden insgesamt 650.000 Euro fällig, davon alleine 300.000 Euro für das Abfräsen des Pflasters.
[caption id="attachment_104237" align="aligncenter" width="622"]
Frisch gefrästes Kopfsteinpflaster: eben und mit kleinen Rillen. | Foto: Daniela von Treuenfels[/caption]
In einem dritten Abschnitt soll im nächsten Jahr der dritte Bauabschnitt bis zum Hindenburgdamm fertiggestellt werden. Das Ziel ist es, so Stadtrat Aykal, „eine sichere Radverbindung von Lankwitz und Lichterfelde zur FU und zur City West zu schaffen“. Auch vor dem Hintergrund, dass an der Drakestraße aufgrund der geringen Breite kein Radweg angelegt werden könne, sei das „sehr wichtig“.
Als Urban Aykal die Ideen im Juni vergangenen Jahres erstmals im Rahmen des Runden Tisches vorstellte, sprach er von einem „Campus Lichterfelde West“. Gemeint sind verkehrliche Maßnahmen für die dortigen 10 Schulen und zahlreichen Kitas mit ihren rund 10.000 Kindern und Jugendlichen.
Der Tietzenweg, der Teil des Berliner