Der tunesische Autor Abdelwahab Meddeb hat im Sommersemester 2012 die Samuel Fischer Gastprofessur am Institut für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaften der Freien Universität Berlin inne. Am 23. Mai hält er dort seine Antrittsvorlesung und am 19. Juni wird er im Institut Français aus seinem Werk lesen und im anschließenden Gespräch die Rolle des Islam in Europa diskutieren.
Der 1946 in Tunis geborene Autor besitzt die französische Staatsbürgerschaft und lebt als freier Publizist und Schriftsteller hauptsächlich in Paris. Meddeb ist ein Grenzgänger zwischen den Kulturen. In seinem belletristischen Werk und seiner wissenschaftlichen Arbeit beschäftigt er sich vor allem mit den Wurzeln und der Geschichte des Islam und den Schwierigkeiten bei der Überführung dieser Traditionen in die Moderne. Diese Kenntnis macht ihn im Zusammenhang mit der tunesischen Revolution zu einem gefragten Gesprächspartner.
Meddeb wehrt sich gegen die vereinfachte Sichtweise des Westens, die den Islam zum Feindbild macht und kritisiert den orthodoxen Islam hart. In seinem im April 2011 erschienenen Buch „Printemps de Tunis. La métamorphose de l’Histoire“ geht er auf die Umwälzungen in seiner Heimat ein und beschreibt seine persönlichen Eindrücke, Analysen und Reflexionen. In seinem französischsprachigen Seminar „Entre Orient et Occident“ an der Freien Universität Berlin widmet sich Meddeb den Bezügen zwischen arabischen und europäischen Werken der Weltliteratur.
Die Antrittsvorlesung findet am Mittwoch, 23. Mai, um 18 Uhr in der Habelschwerdter Allee 45, Raum JK 28/112 statt. Der Eintritt ist frei.
Seit Beginn des Sommersemesters 1998 wird vom S. Fischer Verlag, der Freien Universität Berlin, dem Detschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) und dem Veranstaltungsforum der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck jeweils für ein Semester ein/e Autor/in an das Institut für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaften der Freien Universität Berlin eingeladen. Neben der Lehrtätigkeit an der FU Berlin werden öffentliche Lesungen und Veranstaltungen mit den Gastprofessoren in Berlin und anderen deutschen Städten veranstaltet.
(sn)













Symbolbild: Der unvergessene "Zick-Zack-Radweg" in der Leo-Baeck-Straße in Zehlendorf (2018). | Foto: Baumann[/caption]
Der ADFC will’s wissen: Bis zum 30. November können Radfahrerinnen und Radfahrer bewerten, wie fahrradfreundlich Berlin ist.
Wie ist der Zustand der Radwege? Wie viel wird fürs Radfahren schon getan? Macht Radfahren Spaß oder ist es eher Stress? Wie bewerten die Menschen das Fahrradklima in Berlin? „Die Ergebnisse zeigen, wo Berlin beim Radverkehr wirklich steht und wo noch nachgebessert werden muss. Wir rufen alle Radfahrerinnen und Radfahrer dazu auf, bei der großen Umfrage mitzumachen“, sagt Marlene Alber, Politische Referentin des ADFC Berlin. Die Erhebung wird seit 2012 alle zwei Jahre durchgeführt und vom Bundesverkehrsministerium gefördert. Im Jahr 2024 beteiligten sich rund 213.000 Menschen in über 1000 Orten in Deutschland. Das bundesweite Ranking der fahrradfreundlichsten Städte und weitere Ergebnisse der Befragung werden im Frühjahr 2027 vorgestellt.
Zum ersten Mal widmet der ADFC Kindern und Jugendlichen eine eigene Umfrage im ADFC-Fahrradklima-Test. Was brauchen junge Menschen, um selbstständig mit dem Rad unterwegs zu sein? Die Umfrage soll zeigen, was beim Radfahren gut funktioniert, was Schwierigkeiten macht und was sich verändern muss, damit Kinder und Jugendliche gerne oder überhaupt auf das Fahrrad steigen.
Wie sicher fühlt sich Radfahren an? Sind die Radwege breit genug und in einem guten Zustand? Wie häufig wird das Fahrrad genutzt? Die Online-Befragung zum ADFC-Fahrradklima-Test besteht aus 27 Fragen, dauert rund zehn Minuten und läuft bis zum 30. November 2026.
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